Teil- oder Vollkasko: Welche Versicherung passt zu mir?

Teil- oder Vollkasko: Welche Versicherung passt zu mir?

Vollkasko oder Teilkasko – welche Autoversicherung ist für Sie die Richtige?

Wie umfangreich der Schutz einer Vollkaskoversicherung ist und ab wann sich eine Teilkaskoversicherung für Ihr Auto rechnet, lesen Sie hier

Ob der nigelnagelneue SUV mit Allrad-Antrieb und einigen Extras oder der acht Jahre alte kleine Zweitwagen für die Stadt – ein Auto muss versichert sein, wenn es auf deutschen Straßen unterwegs ist; mindestens mit einer Kfz-Haftpflichtversicherung. Für umfangreicheren Schutz sorgt eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung. Was die beiden Versicherungsformen auszeichnet, worin sie sich unterscheiden und welche die richtige für Ihr Auto ist, erfahren Sie hier.

Was unterscheidet Teilkasko- und Vollkaskoversicherung?

Teilkasko- und Vollkaskoversicherung sind freiwillige Ergänzungen, sie bieten über die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht hinaus Schutz. Der Versicherungsumfang unterscheidet beide Versicherungen. Eine Teilkasko springt bei Schäden am eigenen Fahrzeug ein, wenn diese nicht selbst verursacht wurden, etwa durch Hagel oder Sturm. Bei einer Vollkaskoversicherung sind die Teilkaskoleistungen bereits inklusive. Sie deckt darüber hinaus so gut wie alle Schäden ab, die am eigenen Auto entstehen – ob selbst- oder fremdverschuldet.

Wann zahlt die Kfz-Haftpflicht und wann die Teilkasko- bzw. Vollkaskoversicherung?

Während die Haftpflicht eine verpflichtende Versicherung für sämtliche Kraftfahrzeuge ist – egal, ob Auto, Motorrad, Wohnmobil oder Quad – sind Teil- und Vollkasko freiwillige Zusatzpolicen. Die Haftpflichtversicherung kommt für Personen- und Sachschäden auf, die der Fahrer selbst verursacht hat. Wer keine Autohaftpflicht nachweisen kann, bekommt auch keine Zulassung für sein Fahrzeug.

Eine Teilkaskoversicherung springt auch bei Schäden ein, die bei einem Unfall am eigenen Auto entstehen. Dazu zählen Steinschlag-Schäden, die Folgen von Kollisionen mit Haarwild und anderen Tieren – dies ist abhängig vom gewählten Tarif – sowie Brand- und Explosionsschäden und die Entschädigung nach einem (Teil-)Diebstahl.

In einer Vollkaskoversicherung sind die Leistungen der Teilkaskoversicherung bereits enthalten. Über die Absicherung der Teilkasko hinaus gibt es einen weitergehenden Schutz bei Vandalismus oder selbst verschuldeten Unfallschäden.
Die sogenannte Neuwertentschädigung sollte zudem in einem guten Vollkaskovertrag unbedingt enthalten sein. Viele Vollkaskoverträge beinhalten zusätzlich eine Kaufwertentschädigung, die für Gebrauchtfahrzeuge interessant und relevant ist.




Hinweis: Obwohl eine Vollkaskoversicherung Kosten für zahlreiche Schäden übernimmt, springt sie nicht in jedem Fall ein. Verschleiß- und Motorschäden werden auch von einer noch so umfangreichen Vollkaskoversicherung nicht getragen.




Welche Zusatzleistungen können Teil- und Vollkasko außerdem abdecken?

Bei einigen Versicherungsunternehmen, wie beispielsweise Verti, ist es möglich, vollen Leistungsumfang in der Kaskoversicherung auch bei grober Fahrlässigkeit zu vereinbaren. Dazu können der Teilkasko- und Vollkasko-Versicherungsschutz erweitert werden. Wenn der Versicherungsnehmer etwa einen Unfall infolge weit überhöhter Geschwindigkeit baut, kann das im Basistarif einer Vollkaskoversicherung zu einer verhältnismäßigen Kürzung der Versicherungsleistung führen. Kurz: Die Versicherung muss nicht für die gesamten Kosten aufkommen. Mit einem erweiterten Schutz kann das in diesen Fällen bestehende Leistungskürzungsrecht vermieden werden.

Eine Vollkasko- und eine Kfz-Haftpflichtversicherung können bei vielen Anbietern gegen einen Aufpreis mit einem Rabattschutz ergänzt werden. Damit behalten Versicherte den Schadenfreiheitsrabatt, auch wenn der Versicherer nach einem Schaden eingesprungen ist.

Was kostet eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung?

Eine Vollkaskoversicherung ist zwar teurer als eine Teilkaskoversicherung, bietet aber deutlich mehr Leistungen in der Schadenregulierung, etwa auch bei selbstverschuldeten Unfällen und Vandalismus.

Die konkrete Beitragshöhe für eine Teil- und Vollkaskoversicherung ist abhängig von verschiedenen Faktoren. Dazu zählen zunächst der Autotyp und die Motorisierung – ein Kleinwagen kostet in der Regel weniger als ein Oberklasse-Modell. Zudem sind Alter des Autos und des Fahrers, Regional- und Typklasse, Höhe der Selbstbeteiligung, Werkstattbindung und einiges mehr für die Beitragshöhe relevant. Bei der Vollkasko spielt darüber hinaus die Schadenfreiheitsklasse eine Rolle. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) betrug im Jahr 2019 die durchschnittliche Jahresprämie für eine Kfz-Haftpflicht 260 Euro, für eine Vollkaskoversicherung 333 Euro und für eine Teilkasko 87 Euro.

Vollkasko oder Teilkasko – wann lohnt was?

Wer einen Neuwagen oder einen hochwertigen Gebrauchten fährt, ist während der ersten drei bis fünf Jahre nach Erstzulassung mit einer Vollkaskoversicherung gut beraten. Besonders dann, wenn das Auto per Finanzierung oder Leasing gekauft wurde, empfiehlt sich statt einer Teilkasko eine Vollkaskoversicherung – zum Teil ist sie sogar Bedingung der Finanzierungsvereinbarung. Sie springt dann etwa im Falle eines Totalschadens ein.




Tipp: Der GAP-Schutz deckt als Ergänzung zur Vollkasko bei Totalschaden, Zerstörung oder Verlust die finanzielle Lücke zwischen der Restforderung aus dem Leasing- oder Kreditvertrag und dem Wiederbeschaffungswert ab.




Je älter ein Fahrzeug ist, desto eher entscheiden sich Kfz-Halter für eine Teilkasko. Vor allem dann, wenn das Fahrzeug noch einige tausend Euro wert ist, lohnt zunächst eine Teilkaskoversicherung, um beispielsweise bei Diebstahl den Wiederbeschaffungswert zu erhalten.

Bei einem nicht sehr wertvollen acht Jahre oder älterem Auto reicht die Haftpflichtversicherung in der Regel als alleiniger Schutz im Straßenverkehr aus. Bedacht werden sollte allerdings, dass beispielsweise Glasbruch auch bei älteren Fahrzeugen teuer werden kann. In diesen Fällen würde eine Teilkaskoversicherung die Kosten übernehmen.




Hinweis: Haben Sie sich über die Zeit schon eine günstige Schadenfreiheitsklasse „erfahren“, ist der preisliche Unterschied zwischen Teil- und Vollkasko so gering, dass sich angesichts der umfangreicheren Leistungen der Vollkasko-Tarif immer noch lohnt. Unter Umständen kann eine Vollkasko dann sogar günstiger werden: Wenn ein hoher Schadenfreiheitsrabatt vorliegt und sich die Typklasse des Autos in Voll- und Teilkasko gravierend unterscheidet.






Vollkasko lohnt sich bei:

  • Neuwagen
  • Wagen mit Tageszulassung
  • Jahreswagen
  • Leasingfahrzeugen
  • sehr hochwertigen Autos
  • seltene Fabrikationen
  • gepflegte Young- und Oldtimer

Vollkasko lohnt sich bei

  • gepflegten älteren Fahrzeug-Modellen

Fazit: Der Verbraucherzentrale Bundesverband empfiehlt eine Vollkaskoversicherung grundsätzlich für Neuwagen und Fahrzeuge, die über Kredit finanziert werden oder geleast sind. Bei mehr als fünf Jahre alten Autos ist der Restwert entscheidend. Falls Sie nicht so genau wissen, wie viel Wert Ihr Auto noch hat, hilft ein Blick in die Schwacke-Liste weiter. Wer den Zeitwert seines Autos kennt, kann gut abschätzen, ob er die Kosten bei einem selbstverursachten Totalschaden tragen könnte. Sollten Sie sowieso einen neuen Wagen im Auge haben, genügt eine Teilkasko.

Ob Teil- oder Vollkasko, berechnen Sie jetzt bequem Ihren günstigen Tarif mit unserem Online-Tarifrechner und wechseln Sie zu Verti – dem zweitgrößten Kfz-Direktversicherer Deutschlands! Haben Sie Fragen zu unseren Tarifen oder wünschen Sie ein persönliches Angebot? Dann erreichen Sie uns telefonisch unter 030 – 890 003 003 – im Schadensfall natürlich rund um die Uhr.

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