5 Tipps für den Urlaub mit dem Wohnmobil

Entspannt und sicher mit dem Wohnmobil reisen

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5 Tipps für den Urlaub mit dem Wohnmobil

Wohnmobile erleben eine Renaissance als flexible Urlaubsunterkünfte. Inzwischen begeistern sich auch immer mehr junge Urlauber für die Reise mit dem „Heim auf Rädern“. Jedes Jahr verbringt rund eine halbe Million der Deutschen ihren Urlaub auf diese Art. Kein Wunder! Es ist ein Urlaub mit viel Flexibilität und Freiheit beim Reisen. Wo es uns gefällt, bleiben wir länger. Wenn das Wetter nicht mitspielt, fahren wir der Sonne hinterher. Damit Ihr Urlaub im Reisemobil entspannt, sicher und unvergesslich wird, gibt es von uns fünf Tipps.

Das Reiseziel – wo soll es mit dem Wohnmobil hin?

Schöne, spannende und sehenswerte Reiseziele gibt es überall auf der Welt. Die Auswahl wird bestimmt durch folgende Fragen: Wie schnell möchten Sie Ihr Ziel erreichen? Mit wem reisen Sie? Was wollen Sie erleben?

Zu den beliebtesten deutschen Reisezielen mit dem Wohnmobil gehört die Ostsee. Die Vorteile liegen auf der Hand: Nach einer relativ kurzen Anfahrt erwarten uns kilometerlange Sandstrände, Meer, aber auch Wald und Sehenswürdigkeiten. Im Wohnmobil haben Sie alles beisammen, was Sie brauchen und erkunden die Umgebung zum Beispiel mit dem Fahrrad oder mit dem Boot.

Für Gourmets und Entdecker gehört Südfrankreich zu den Lieblingszielen. Zwischen Strand, blühenden Lavendelfeldern, Weinbergen und Pinienwäldern gibt es auch Gebirge, Schluchten und Vulkane. Und wer sich zwischendurch nach dem Stadtleben sehnt, findet Metropolen-Flair in Marseille, Toulouse, Bordeaux oder Nizza. Es gibt ausreichend Campingplätze in Südfrankreich, rund 150. Die meisten haben einen direkten Zugang zum Meer. Die weißen Strände und das türkisfarbene Wasser der Côte d´Azur sind ganz besonders beliebt – allerdings auch bei den Franzosen. Im Juli und August haben sie Ferien und die Campingplätze sind dann meistens sehr voll.

Ruhiger und vor allem kostengünstiger ist Estland. Der baltische Staat gilt als Geheimtipp für den Urlaub mit dem Wohnmobil. Es ist seinem Nachbarland Finnland sehr ähnlich, die Preise für Benzin, Lebensmittel und Stellplätze sind in Estland aber viel günstiger. Die etwa 300 Campingplätze liegen häufig mitten in den schönen Nationalparks. Die Infrastruktur ist gut und es gibt alles, was Sie brauchen: Toiletten, Duschhäuschen, Waschmaschinen, Wasserver- und Abwasserentsorgung, Grillplätze und Internet. Die Landschaft ist atemberaubend schön mit Wäldern und Mooren. Ein weiterer Vorteil von Estland: Das Wildcampen ist auch außerhalb von Nationalparks und Naturschutzgebieten erlaubt.

Das Wohnmobil – das passende Modell finden und ausrüsten

Wohnmobil ist nicht gleich Wohnmobil. Je nachdem, mit wem Sie verreisen, ist das eine oder das andere Modell besser geeignet. Für Familien und kleine Gruppen ist der Alkoven perfekt. Der Wohnraum ist bei dem Modell zwar nicht besonders groß, dafür gibt es über der Fahrerkabine zusätzliche Schlafmöglichkeiten in Bettnischen. Das erklärt auch den Namen: Alkoven wird abgeleitet vom altdeutschen Wort für Bettnische. Insgesamt können sechs Personen im Alkoven übernachten.

Gehören Sie zu den Abenteurern und wollen lieber abseits der Straßen fahren? Dann braucht Ihr Wohnmobil unbedingt Allradantrieb. Abgesehen davon, dass es meistens verboten ist, mit dem Wohnmobil die Straßen zu verlassen, ist es auch unbequem. Die 4×4-Offroad Modelle haben ein robustes Fahrgestell und Allradantrieb, um beispielsweise Australiens Outback oder afrikanische Steppen zu erkunden.

Wie luxuriös Ihr Wohnmobil ausgestattet sein soll, entscheiden Sie mit Ihren persönlichen Vorlieben. Was Sie aber auf jeden Fall brauchen, ist eine Markise. Manchmal ist sie der einzige Schattenspender an einem sonnigen Strand. Und auch bei Regen können Sie darunter sitzen und vermeiden den Lagerkoller im Wohnmobil.

Die Wohnmobilversicherung

Die Kfz-Haftpflicht ist auch für Wohnmobile Pflicht. Bei der Teil- und Vollkasko gibt es, wie immer, Unterschiede. Zu den häufigsten Schäden am Wohnmobil gehören die durch Hagel. Das wäre mit der Teilkasko abgedeckt. Die Vollkasko-Versicherung deckt zum Beispiel Schäden durch Vandalismus ab sowie bei Fahrerflucht und bei selbst verschuldeten Unfallschäden. Verti bietet übrigens die Versicherung für Wohnmobile auch mit kostengünstigem Zweit-Fahrzeug-Tarif an. Damit gilt die gleiche Schadenfreiheitsklasse wie für das erste Fahrzeug.

Das Gepäck – Überladen vermeiden

Das muss aber auch noch mit! Das ist wahrscheinlich einer der häufigsten Sätze beim Packen für den Urlaub. Prüfen Sie unbedingt die zulässige Gesamtlast Ihres Wohnmobils und vergessen Sie nicht: Das Gewicht von Gas, Wasser, Kraftstoff und allen Mitreisenden muss mit einberechnet werden. Für die Fahrt brauchen Sie in der Regel kein Wasser, darum den Wassertank besser nicht voll machen. Füllen Sie Ihre Wasservorräte lieber an den Stellplätzen auf.

Generell gilt bei allem, was Sie mitnehmen: die leichten Sachen nach oben, die schweren nach unten. Das verbessert die Fahrstabilität, weil sich der Schwerpunkt des Wohnmobils nach unten verlagert.

Die Fahrt – Übung, Sicherheit und Pausen

Ein Wohnmobil fährt sich anders als ein Auto. Üben Sie daher vor jeder Fahrt. So finden Sie heraus, wie das Fahrverhalten ist, wie die Bremsen reagieren und wie groß der Wendekreis ist. Wenn das Wohnmobil voll beladen ist, fährt es sich ebenfalls anders. Darum besser noch mal eine Proberunde drehen, bevor Sie Ihre Reise antreten.

Während der Fahrt gilt Anschnallpflicht für alle Mitreisenden. Das gilt auch für das Reisen mit Hunden und Katzen. Für die Vierbeiner gibt es sichere Transportboxen in allen Größen aus Kunststoff, Stoff oder Metall.

Heutzutage sind Wohnmobile längst keine lahmen Esel mehr. Das heißt aber nicht, dass man „voll durchtreten“ kann. In Deutschland gilt für Wohnmobile eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100km/h. Wer dafür länger durchfährt, um schnell am Ziel zu sein, wird sicherlich gestresster als nötig ankommen. So eine Marathonfahrt ist nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich. Vor allem nachts droht Übermüdungsgefahr. Und wer mit Kindern reist, kennt es sicherlich: „Mama, Papa, sind wir bald da?“. Lange Fahrten stressen auch die Kinder und der Urlaub soll allen Spaß machen und entspannt sein. Planen Sie deshalb genügend Pausen ein. Vielleicht gibt es ja auch bei den Zwischenstopps etwas Tolles zu sehen, einen schönen Wald oder einen Badesee. Mit dem Wohnmobil könnten Sie sogar dort übernachten.