Versicherungen für Sportler – diesen Schutz brauchen Aktive

Sport- und Freizeitunfälle sind schnell passiert – oft mit kostenintensiven Folgen. Diese Versicherungen schützen Sportler vor der finanziellen Falle.

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Versicherungen für Sportler – diesen Schutz brauchen Aktive
Regelmäßiger Sport ist gesund für Körper und Geist – und baut zudem noch Stress ab. Das erkennen auch in Deutschland immer mehr Menschen, denn das Bewegungsbewusstsein steigt jährlich. So gab es laut Statista im Jahr 2019 rund 11,67 Millionen Menschen, die in ihrer Freizeit mehrmals wöchentlich Sport treiben. Jedoch erhöht sich mit der Aktivität auch die Verletzungsgefahr. Rund 1,5 Millionen Sportunfälle ereignen sich jährlich nach Angaben des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Dabei sind Verstauchungen noch harmlos. Häufig tragen Freizeitsportler auch schwere Verletzungen davon oder verursachen einen Fremdschaden, was unerwartete finanzielle Folgen haben kann. Damit aus dem sportlichen Spaß kein finanzieller Ernstfall wird, empfehlen sich einige wichtige Versicherungen für Sportler.
 

Eine Krankenversicherung allein reicht für Sportler selten aus

Viele unterschätzen bei Sport und Spiel, wie schnell und häufig es zu einer ernsten Unfallverletzung kommen kann. So manche Sportart ist gefährlicher, als man auf den ersten Blick meint. Besonders Fußballer gehen mit Betreten des Feldes ein enormes Verletzungsrisiko ein. So ereignete sich im Jahr 2018 etwa jeder dritte Sportunfall (37 Prozent) beim Fußballspielen, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) meldete. Zwar übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die medizinische Behandlung bei Freizeitsportverletzungen, jedoch kommt sie nicht für die Folgekosten auf.
 
Bei der Frage nach den wichtigsten Versicherungen im Falle eines Sportunfalls sollte man zudem nicht nur die eigenen möglicherweise langwierigen Verletzungen und Folgeprobleme bedenken. Schnell wird dabei auch jemand anderes verletzt oder fremdes Eigentum beschädigt, was je nach Schwere des Schadens empfindlich teuer werden kann. Deshalb ist hier für Hobbysportler neben der Krankenversicherung zusätzlicher Versicherungsschutz empfehlenswert.
 

Haftpflichtversicherung: Wenn beim Sportunfall Dritte geschädigt werden

Sportler sollten sich entsprechend der Risiken ihrer Sportart absichern. Das gilt für Individualisten wie Kite-Surfer, Skifahrer oder Radsportler genauso wie für Teamplayer, die in ihrer Freizeit Fußball oder Basketball spielen. Wichtig dabei ist, sich auch gegen mögliche Fremdschäden beim Sportunfall abzusichern, das heißt, für den Fall, dass Dritte betroffen sind.
 
Wer andere schädigt, muss für den Schaden aufkommen – das gilt grundsätzlich auch für Freizeitsportler. Kommt es bei einem Sportunfall zu einem Sachschaden wie beispielsweise Kratzer an einem parkenden PKW bei einem Fahrradsturz oder eine von einem Golfball zertrümmerte Auto- oder Fensterscheibe, wäre das noch ein harmloser Fall mit überschaubaren Folgekosten.
 
Ganz anders verhält es sich jedoch, wenn jemand anderes beim Sportunfall verletzt wird, zum Beispiel bei einem Zusammenstoß während einer Fahrradtour, bei dem weitere Fahrer zu Fall kommen. Insbesondere bei Personenschäden können hohe Folgekosten durch Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche zur finanziellen Falle werden. Eine private Haftpflichtversicherung ist deshalb für Freizeitsportler unverzichtbar, um nicht selbst für den Schaden aufkommen zu müssen.
 
Aber Vorsicht: Wer beim Sport nachweislich z.B. vorsätzlich einen Schaden verursacht, kann auf den Schutz der Haftpflichtversicherung kaum zählen. Denn auch in Sachen Haftung gilt „Fairplay“: wer sich beim Sport also regelkonform verhält und dabei aus Versehen jemanden verletzt, ist in der Regel abgesichert. Wer mit Vorsatz foult, haftet selbst.
 
  • Tipp:
    • Prüfen Sie, ob die Privathaftpflicht im Schadensfall auch für Ihren persönlichen Lieblingssport greift. Eine Vielzahl an Sportarten wie Skifahren oder Radfahren sind über die Haftpflicht Basistarife versichert. Es gibt nur wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel die Ausübung von jagdlichen Betätigen und die Teilnahme an Pferde-, Rad- oder Kraftfahrzeug-Rennen sowie das Training hierfür.


 

Private Unfallversicherung – finanziell abgesichert bei bleibenden Schäden

Jede Sportart bringt ihr eigenes Unfall- und Verletzungsrisiko mit sich – und das trägt ein jeder selbst. Wer sich finanziell für den Fall bleibender Unfallschäden absichern will, sollte sich nicht auf die gesetzliche Unfallversicherung verlassen. Zwar trägt diese insbesondere bei schweren Sportunfällen die Kosten für gewisse Maßnahmen wie eine Reha, doch der Leistungsumfang ist begrenzt.
 
Hier bietet eine private Unfallversicherung finanziellen Schutz. Für den Fall, dass ein Sport- oder Freizeitunfall dauerhafte Folgeschäden nach sich zieht, übernimmt die Unfallversicherung die Kosten bis zur vereinbarten Deckungssumme. Das deckt zum Beispiel Kosten für bedarfsgerechte Umbauten an Haus und Auto oder zusätzliche Therapien ab. Die Versicherung leistet bei einer dauerhaften Invalidität je nach Vereinbarung entweder eine Einmalzahlung oder eine Unfallrente.
 
Beim Abschluss der privaten Unfallversicherung sollten Freizeitsportler darauf achten, dass die Police auch sogenannte „Eigenbewegungen“ umfasst. Der Definition nach liegt ein Unfall nämlich nur dann vor, wenn „ein plötzlich von außen wirkendes Ereignis den Körperschaden verursacht“. Heißt: Wer beim Joggen über seine eigenen Füße stolpert oder beim Fußballspielen umknickt und sich, ohne Einwirkung des Gegenspielers, das Kreuzband reißt, hätte demnach keinen Unfall erlitten und ginge ohne mitversicherte Eigenbewegungen leer aus.
 
  • Tipp:
    • Sie betreiben Sport gerne etwas extremer als andere? Dann sollten Sie klären, ob Unfallfolgen in ihrer Sportart in der privaten Unfallversicherung abgesichert sind. Sie surfen gerne auf hohen Wellen, Tauchen, fahren Ski oder gehen gerne auf Rafting-Tour – das ist meistens kein Problem. Ausgeschlossen von der Standard-Unfallversicherung sind aber Motorsport und damit verbundene Rennen sowie Sportfliegen. Als Inhaber einer Fluglizenz, beispielsweise zum Drachenfliegen, benötigen Sie deshalb eine Spezialversicherung.


 

Auslandskrankenversicherung für sportlich Aktive im Urlaub

Die Deutschen sind Reise-Weltmeister. Im Jahr 2019 packten drei von fünf Bundesbürgern ihre Koffer, wie die Deutsche Tourismusanalyse 2020 der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen ergab. Etwa zwei Drittel der Urlauber nutzen ihre Auszeit zum Sporttreiben und fit bleiben – ein beliebter Ausgleich, um sich vom Stress des Arbeitsalltags zu erholen. Für manche kann dabei der Adrenalin-Rausch gar nicht groß genug sein.
 
Während die einen eher Yoga im Freien, gemütliches Wandern durch Berg und Tal oder Radtouren bevorzugen, lieben andere Wildwasser-Rafting oder Downhill-Mountainbiken steil bergab. Leider steigt mit dem Nervenkitzel auch die Verletzungsgefahr. Da die Kosten für eine ärztliche Behandlung bei einem Notfall im Ausland oft empfindlich hoch sein können, sollte ins Gepäck eines jeden – ob Sportler oder Nichtsportler – der seinen Auslandsurlaub plant, eine Auslandskrankenversicherung. Diese kommt im Fall der Fälle für Behandlungskosten im Ausland auf, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht gedeckt sind.
 
  • Tipp:
    • Eine verstauchte Hand beim Klettern oder ein verknackster Fuß beim Wandern ist schmerzhaft und ärgerlich – aber buchstäblich noch kein Beinbruch. Eine schwere Verletzung nach einem Sturz hingegen kann das Aus für den Urlaub sein. Deshalb sollten Sie beim Abschluss einer Auslandskrankenversicherung den Krankenrücktransport in die Heimat mitversichern. Die Kosten dafür, die schnell einige Tausend Euro erreichen können, übernehmen gesetzliche Krankenkassen nämlich nicht.


 

Autoversicherung: Mit der Sportausrüstung im Kofferraum gut abgesichert unterwegs

Seit Jahren ist das beliebteste Reiseland der Deutschen das eigene. Das dabei bevorzugte Transportmittel: das Auto. Und wer dachte, dass Wohnmobile nur etwas für Rentner seien, der täuscht sich. Denn diese sind vor allem unter den 25- bis 34-Jährigen beliebt. Seit 2009 erfreuen sich Wohnmobile wachsender Beliebtheit. Der Bestand stieg hierzulande seither stetig weiter an, im Jahr 2019 auf rund 533.000 Fahrzeuge – ein neuer Rekord.
 
Kein Wunder, schließlich kann man Unabhängigkeit und grenzenlose Freiheit genießen, ohne auf einen gewissen heimeligen Komfort zu verzichten. Besonders für Freizeitsportler, wie beispielsweise für Taucher, ist diese Art zu reisen praktisch – einfach den Reisepartner und die Tauchausrüstung ins Wohnmobil einladen und los geht’s. So erfreuen sich in Deutschland unter Hobbytauchern die kristallklaren mit Süßwasser gefüllten Alpenseen ebenso großer Beliebtheit wie die Ostsee, deren Meeresgrund mit einer Vielzahl an Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg lockt.
 
Damit der Sporturlaub mit dem eigenen Wohnmobil im Falle eines Unfalls oder Sachschadens nicht zum finanziellen Fiasko wird, sollten Besitzer ihr Fahrzeug gut versichern. Für Wohnmobile ist eine Haftpflichtversicherung ohnehin Pflicht. Eine zusätzliche Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung ist freiwillig, wird jedoch dringend empfohlen. Ganz gleich also, ob Freizeitsportler mit dem eigenen PKW oder ihrem Wohnmobil zum Sportausflug unterwegs sind – wer mit einer zuverlässigen Autoversicherung beziehungsweise Wohnmobil-Versicherung ist gut abgesichert.
 
  • Tipp:
    • Wenn Sie darüber hinaus wissen wollen, worauf man bei einer Wohnmobilversicherung achten sollte und wie sich dabei Geld sparen lässt, finden Sie im Artikel „Schutz fürs Wohnmobil“ auf Autobild.de hilfreiche Tipps.


 

Zur finanziellen Absicherung der Angehörigen: Risikolebensversicherung für Sportler

Sport hält jung, geistig fit und hält das Herz-Kreislauf-System in Takt. Doch was, wenn genau das Gegenteil eintritt und ein Sportunfall tragische Folgen nach sich zieht? Wer Familie hat und diese für das Risiko des eigenen Todesfalls finanziell absichern will, dem empfiehlt sich schon grundsätzlich eine Risikolebensversicherung.
 
Zählt zudem eine risikoreiche Sportart zu den Hobbys des Hauptverdieners, sollte eine Risikolebensversicherung (kurz: Risiko LV) erst recht zum Portfolio an Versicherungen gehören. Im besten Fall sind in der Police einige sportliche Aktivitäten ohne Risikozuschläge enthalten. Bei der Risikolebensversicherung von Verti zählen dazu:
 
  • Bergwandern bis zu 5.000 m
  • Felsklettern mit Seil und Sicherheitsausrüstung
  • Tauchen bis 40 m
  • Motorradfahren im Straßenverkehr
Für Sportler bedeutet das konkret, dass Unfälle mit Todesfolge in Zusammenhang mit den oben aufgeführten Aktivitäten durch die Risiko LV Police von Verti abgedeckt sind. Üblicherweise werden einige dieser Hobbies bereits im Rahmen der Antragsphase konkret abgefragt. Wer also am Wochenende gerne in die Berge fährt oder im Urlaub tauchen geht, braucht sich über seinen Versicherungsschutz keine Gedanken zu machen.
 
  • Tipp:
    • Sollten Sie diese Sportarten professionell oder extrem betreiben, kann es zu Risikozuschlägen bei der Prämie kommen. Um hierzu weitere Details zu erfahren, halten Sie am besten Rücksprache mit unserem Kundendienst.


 
Grundsätzlich gilt somit abschließend für alle Sportler: Genauso wichtig, wie das Warm-up und eine ausgiebige Vorbereitung auf den Sport, ist auch die Wahl des zur Sportart passenden Versicherungsschutzes – denn Vorsorge ist besser als Nachsorge.
 
Wenn Sie eine günstige und zuverlässige Versicherung suchen, die Ihnen den nötigen Schutz bietet, damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können, steht Verti Ihnen zur Seite. Ihre Fragen, Anliegen und Wünsche können Sie schnell und unkompliziert im persönlichen Kontakt mit unseren Experten klären – rufen Sie uns gern unter 030 – 890 003 003 an.