Mythos: Verlorene Schuhe auf der Autobahn

Immer wieder sieht man auf der Autobahn einzelne Schuhe liegen – und fragt sich „wo kommen sie her“?

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Mythos: Verlorene Schuhe auf der Autobahn

Hier ein Sneaker, dort eine ausgelatschte Sandale – und ein paar Kilometer weiter liegt sogar ein Gummistiefel am Straßenrand. Immer wieder sieht man einzelne Schuhe auf der Autobahn. Wie aber kommen sie da hin? Hier sind ein paar überraschende Fakten dazu:

Es sind meist Einzelstücke: Schuhe von Männern, Frauen und auch von Kindern, die man im Vorbeifahren oft lediglich aus den Augenwinkeln wahrnimmt. Aber dennoch sind sie da. Viele der am Straßenrand liegenden Modelle sind zerfetzt, manche hingegen sehen noch neu und fast ungetragen aus.


Schuhe auf der Straße – und die Hintergründe


Es gibt Autofahrer, die der Ansicht sind, dass es sich bei den Tretern, die vereinzelt am Straßenrand zu finden sind, um Überbleibsel von schweren Unfällen handelt. Ihrer Meinung nach hätten die Rettungsteams bzw. die Polizei lediglich vergessen, die Schuhe wegzuschaffen. Oder man hat sie bei den Aufräumarbeiten schlichtweg übersehen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Ganz so „gruselig“ sind die diesbezüglichen Hintergründe demnach keineswegs.


Erfahrene Mitarbeiter von Autobahnmeistereien sind sich einig:


  • Es kommt mitunter vor, dass Kinder während der Autofahrt ihre Schuhe ausziehen und sie aus lauter Langeweile oder während des Spiels mit den Geschwistern aus dem Fenster werfen.

  • Man weiß von Begebenheiten, in denen Liebespaare auf Rastplätzen heftig miteinander diskutierten und im Streit ihre Schuhe nacheinander warfen. Einige davon landeten im Zuge dessen am Straßenrand – und liegen teils dort.

  • Die wohl größte Anzahl der am Straßenrand verlorenen Schuhe gehörte ursprünglich Lkw-Fahrern. So tauschen „Trucker“ nach längeren Fahrten manchmal ihre Sandalen oder Badelatschen gegen festes Schuhwerk. Vor allem dann, wenn sie die Restaurants oder Sanitärräume an Raststätten aufsuchen wollen. Die zuvor getragenen Schuhe werden auf dem Trittbrett des Führerhauses „zwischengelagert“ oder auf dem Tank abgestellt, während man in die neuen Schuhe schlüpft. Nach dem Anziehen werden die getragenen Treter nicht selten „im Eifer des Gefechts“ vergessen. Abhängig von der Straßenbeschaffenheit und vom Fahrtempo rutschen die Schuhe über kurz oder lang vom Lkw und fallen auf den Asphalt. Die Trucker selbst bekommen davon häufig nichts mit, weil sie ihre Aufmerksamkeit längst wieder dem Straßenverkehr widmen.

  • Schuhe auf der Autobahn können aber auch aus während der Fahrt aufgegangenen Dachboxen und Koffern, aber auch Anhängern und Wohnwagen, in denen das außen befestigte Gepäck nicht richtig gesichert wurde, stammen.


Kleiner Exkurs – Brisante Schuh-Traditionen


Die Existenz von so genannten Schuh-Bäumen ist auf der ganzen Welt bereits seit vielen Jahrzehnten bekannt. Mit dieser sonderbar anmutenden „Tradition“ sind teils sogar spannende Geschichten verbunden. Darüber hinaus feiern viele Schüler und Studenten in den USA ihren bestandenen Abschluss, indem sie ihre Schuhe, deren Schnürsenkel zusammengebunden sind, auf Bäume oder Stromleitungen werfen.

Sogar bei Liebespaaren auf dem Weg zum Altar erfreut es sich vielerorts großer Beliebtheit, Schuhe auf Pappeln zu werfen und sie dort „für die Ewigkeit“ hängen zu lassen. Insbesondere im US-Bundesstaat Nevada sind zahlreiche solcher Liebes-Pappeln anzutreffen. Bäume und Stromleitungen sind hierzulande allerdings auf der Autobahn Mangelware. Und mit traditionsreichen Hintergründen oder sonstigen geheimnisvollen Begebenheiten haben die Latschen auf dem Asphalt sicherlich auch nicht sonderlich viel zu tun.


Die richtigen Schuhe zum Autofahren


Das Fahren mit Badelatschen, Flip-Flops, Sandaletten und Co. ist zwar nicht per Gesetz verboten. Aber es könnte dennoch mit teuren Konsequenzen für so manchen Autofahrer verbunden sein. Mit Blick auf die aktuellen Unfallstatistiken ist es nichts Ungewöhnliches, mit der Schuhsole am Gas- oder Bremspedal hängen zu bleiben. Kann dieser Aspekt als unfallursächlich geltend gemacht werden, müssen betroffene Fahrer damit rechnen, dass die Versicherung ihre Leistungserbringung einschränkt. In der Regel werden in einem solchen Sachverhalt Einzelfallentscheidungen getroffen.

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