Wie lange dauert ein Hausbau?

Von der Planung der Finanzierung über die Bauarbeiten bis zur Ausstattung innen und außen: Ein Hausbau braucht Zeit.

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Im Todesfall erfolgt die Auszahlung der Risikolebensversicherung
Wie viel Zeit sollte man realistisch einplanen, bis man tatsächlich ins Eigenheim ziehen kann? Wie lange dauert ein Hausbau vom Beginn der Planungen bis zum Einzug? Wichtige Fragen, die sich jeder angehende Bauherr stellt. Schließlich bauen die meisten nur einmal im Leben ein Eigenheim. Und der Faktor Zeit entspricht beim Bauen barem Geld.

Die Schritte vom Baustart zum fertigen Haus

Der Ablauf des Projekts Eigenheim sieht im Großen und Ganzen immer gleich aus – auch wenn es im Detail selbstverständlich Unterschiede gibt, je nachdem, für welche Art von Haus Sie sich entscheiden. Soll es ein Massivhaus oder Fertighaus sein? Wollen Sie schlüsselfertig bauen lassen oder bei einem Bausatz- oder Ausbauhaus selbst Hand anlegen?
 
Folgende Arbeiten gehören grundsätzlich zum Hausbau dazu:
  • Keller oder Bodenplatte fertigen
  • Rohbau errichten
  • Dach decken
  • Elektroinstallationen
  • Sanitärinstallationen
  • Installation der Heizung
  • Estrich gießen
  • Trockenbau
  • Fenster und Türen einsetzen
  • Wände verputzen und malern
  • Fliesen, Parkett oder anderen Bodenbelag verlegen

Der Hausbau: Wie lange dauern die Bauarbeiten?

Egal, um welche Art Haus es sich handelt: Das Fundament oder ein Keller stehen an erster Stelle. Der Bau eines Kellers dauert etwa vier bis fünf Wochen, während eine Bodenplatte innerhalb von etwa zwei Wochen bereit ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie sich für ein Fertighaus oder Massivhaus entschieden haben. Die genaue Analyse des Bodens, das Ausheben des Kellers beziehungsweise das Gießen und Trocknen des Fundaments nehmen immer gleich viel Zeit in Anspruch.
 
Beim Rohbau gibt es zeitlich die größten Unterschiede: Ein Fertighaus steht innerhalb weniger Tage, da die vorgefertigten Module vor Ort lediglich zusammengesetzt werden, beim Massivbau dauert es wesentlich länger. Jede Wand wird hierbei gemauert, was etwa fünf Wochen dauert. Wenn Sie sich für ein Bausatzhaus entscheiden und den Rohbau selbst in die Hand nehmen, sollten Sie deutlich mehr Zeit einplanen – zumindest wenn Sie in Vollzeit arbeiten und nur nach Feierabend sowie am Wochenende die Wände hochziehen können. Beim Hausbau entscheidet über die Dauer der Arbeiten auch das Wetter. Bei viel Niederschlag oder niedrigen Temperaturen müssen einige Arbeiten auf der Baustelle ruhen und Trocknungszeiten dauern länger.
 
Der Innenausbau nimmt am meisten Zeit in Anspruch. Dabei ist es egal, um welche Art von Haus es sich handelt. Schließlich kann auch bei einem Fertighaus nicht alles vorbereitet werden. Das Ausbringen und Trocknen vom Estrich, das Verputzen der Wände, das Verlegen der Stromleitungen und die Heizungsinstallation sowie viele weitere Arbeiten in der letzten Phase des Hausbaus fallen vor Ort an und dauern in der Regel mindestens acht bis zwölf Wochen.

Was steht vor dem Baustart an?

Der Weg zum Eigenheim beginnt jedoch bereits lange vor dem Baustart. Zunächst gilt es, zahllose Entscheidungen zu fällen, Pläne zu erstellen und bürokratische Aufgaben zu erledigen.
 
An erster Stelle steht das Aufstellen eines Finanzplans und eine realistische Einschätzung dessen, was finanziell möglich ist. Dabei sollten Sie nie vom Idealfall ausgehen, sondern Puffer für unerwartete Ausgaben einplanen. Aufgrund der Wetterlage kann sich zum Beispiel der Bau verzögern, sodass Sie weitere drei Monate in Ihrer Mietwohnung bleiben müssen; eine solche Entwicklung sollte Sie nicht sofort in finanzielle Bedrängnis bringen. Sind alle Eventualitäten berücksichtigt, wird schnell klar, wie hoch ein Kredit ausfallen sollte und welche Finanzierungsmöglichkeiten Sie als zukünftiger Eigenheimbesitzer haben.
 
Folgende Punkte schließen sich an:
  • Suchen und Finden des passenden Grundstücks
  • Entscheidung für eine bestimmte Art von Haus: Fertighaus, Massivhaus, Bausatzhaus, Ausbauhaus
  • Einholen von Angeboten von Bauunternehmen
  • Klärung der Finanzierung mit allem, was dazugehört – zum Beispiel Absicherung durch eine Risikolebensversicherung
  • Detaillierte Bauplanung,: kann je nach Anzahl der Sonderwünsche mehrere Wochen dauern
  • Beantragen der Baugenehmigung: dauert im Idealfall zwei Wochen, kann sich jedoch über mehrere Wochen oder gar Monate ziehen

Das Haus steht: Was ist jetzt noch zu tun?

Viele denken bei der Frage „Wie lange dauert ein Hausbau?“ an die reinen Bauarbeiten. Doch auch nach dem Richtfest und der Auswahl der Fliesen sind noch nicht alle Aufgaben erledigt.
  • Inneneinrichtung: Selbst wenn Sie schlüsselfertig bauen lassen, ist es noch nicht richtig wohnlich. Der Aufbau der Küche, der Kauf neuer Möbel, das Anbringen von Tapeten und diverse weitere große und kleine Arbeiten stehen im neuen Heim an.
  • Umzug: Ein Umzug ist immer stressig. Findet er parallel zu den Bauarbeiten statt, gilt das umso mehr. Planen Sie einige Wochen ein, um die Mietwohnung zu kündigen, ein Umzugsunternehmen und Helfer zu organisieren sowie die Kisten zu packen oder noch auszumisten.
  • Außenbereich: Zu einem Haus gehört ein Grundstück – bestenfalls verfügt es schon bald über eine Auffahrt, einen Zaun und vielleicht einen Carport. Auch die Terrasse, den Rasen und Blumenbeete müssen Sie meist erst noch anlegen.

Planen Sie die Dauer des Hausbaus großzügig

Es gibt viele Variablen beim Hausbau. Wie lange die Arbeiten dauern, ist daher schwer pauschal vorauszusagen. Als groben Richtwert können Sie für den Bau eines durchschnittlichen Einfamilienhauses mit etwa sieben Monaten rechnen. Diese Zeitspanne kann sich jedoch auch deutlich ausweiten. Der Unterschied bei der Dauer der einzelnen Bauphasen bei Fertighaus und Massivhaus gleicht sich auf die gesamte Bauzeit gesehen meistens aus. Wenn Sie sich dafür entscheiden, einen Teil der Arbeiten selbst zu erledigen, sollten Sie deutlich mehr Zeit einkalkulieren. Daher lautet generell der beste Tipp: Planen Sie großzügig beim Hausbau, sowohl bei der Dauer als auch bei den finanziellen Mitteln.