Familie gründen: Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?

Gibt es den richtigen Zeitpunkt für ein Baby? Klare Antwort: Nein. Denn Timing ist nicht alles.

( Wörter)

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Eins, zwei, drei, vier? Egal, wie viele: Mit Kindern beginnt das Leben für Eltern nochmal neu. Viele Paare berichten, dass die Gründung einer Familie eine der größten, aber auch eine der schönsten Herausforderungen war, denen sie sich stellen mussten. Doch bevor es so weit ist, fragen sich viele: Bin ich überhaupt schon bereit für ein Kind? Und wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt gekommen, um eine Familie zu gründen?
 
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Wann Kinder bekommen: Gibt es das ideale Alter?

Die gute Nachricht vorab: Einen richtigen oder falschen Zeitpunkt für die Familiengründung gibt es nicht. Genauso wenig gibt es das perfekte oder ideale Alter, um Kinder zu bekommen. In jeder Lebensphase finden sich Punkte, die für Kinder sprechen – und ebenso Umstände, die dem Vorhaben entgegenstehen. Letztlich ist jedes Paar gefragt (und natürlich erst einmal jeder Partner selbst), für sich selbst eine Entscheidung zu treffen.
 
Auch wenn das Babyglück manchmal ganz unverhofft kommt: Heutzutage planen die meisten Paare, wann sie eine Familie gründen wollen. Auch wenn sie wissen, dass sie Kinder haben wollen, neigen viele, vor allem die Über-30-Jährigen, dazu, das Wann zu problematisieren. Heißt: Die Entscheidung „Ich will eine Familie gründen“ steht als solche schon lange fest, nur der richtige Zeitpunkt für das Baby scheint noch nicht gekommen sein.
 
Immer spricht etwas dagegen: Man steckt noch mitten in der Ausbildung oder im Studium. Man möchte erstmal Karriere machen und ordentlich Geld verdienen, damit die Familie auch finanziell abgesichert ist. Die wahrscheinlich am häufigsten gestellte Frage (die in den seltensten Fällen laut formuliert wird) lautet aber: „Will ich mit diesem meinem Partner überhaupt ein Kind – oder wartet da draußen nicht jemand, der viel besser zu mir passen würde?“ Eben ganz nach dem Motto: „Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?“
 
Das Jein-Phänomen ist weit verbreitet und hat – neben Emanzipation, sexueller Befreiung und weiteren Gründen – dazu beigetragen, dass Frauen ihren Kinderwunsch erst mit Ende 20, Anfang 30 realisieren. War im Jahr 2010 eine Mutter bei der Geburt ihres ersten Kindes durchschnittlich 28,9 Jahre alt, kletterte der Wert innerhalb von sechs Jahren auf 29,1 Jahre. 2017 betrug das Durchschnittsalter sogar 29,8 Jahre. Im Westen Deutschlands lag es etwas darüber, im Osten etwas darunter.
 
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„Ich will eine Familie gründen“: 3 Faktoren entscheiden

Klar sollte mittlerweile sein: Es gibt nicht den einen richtigen Zeitpunkt, um ein Baby in die Welt zu setzen. Stattdessen fallen Vor- und Nachteile unterschiedlich stark ins Gewicht. Mit Anfang oder Mitte 20 steckt man zwar noch mitten im Uni-Stress, dafür durchsteht man durchwachte Nächte mit schreiendem Baby besser. Andererseits stehen Mittdreißiger meist mit beiden Beinen im Leben und gehen auch die Erziehung entspannter an.
 
Statt nur auf das perfekte Timing zu achten, empfehlen Familienberater und Paartherapeuten, die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren. Denn wer eine Familie gründen will, muss sich mit unterschiedlichen Faktoren auseinandersetzen, die mal mehr und eben auch mal weniger ins Gewicht fallen, abhängig von der individuellen Situation. Ganz grob lassen sich diese Einflüsse in drei Kategorien einordnen:
 
  • Biologisch: Das Alter einer Frau hat einen großen Einfluss darauf, wie schnell sie schwanger wird. Das „fruchtbarste“ Alter liegt laut Statistik zwischen 20 und 24 Jahren, danach nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft graduell ab. Ab 35 Jahren wird es deutlich schwieriger, Kinder zu bekommen. Dieselbe Entwicklung tritt übrigens auch bei Männern ein, wenn auch etwas später.
  • Beruflich: Dank mehr Flexibilität im Arbeitsleben und staatlicher Förderung hat sich bei der Vereinbarkeit von Kind und Karriere viel zum Guten verändert, gerade für Mütter. Dennoch sind sie weiterhin klar im Nachteil. Daher sollten sich vor allem Frauen darüber klar werden, welchen Stellenwert ihre Karriere in ihrem Leben einnehmen – und ob sie bereit sind, zumindest vorübergehend Abstriche beim Erreichen von beruflichen Zielen hinzunehmen.
  • Psychologisch: Ein wichtiges Kriterium ist die Qualität der Partnerschaft. Wie stabil ist die Beziehung? Wie belastbar sind wir? Wie zufrieden bin mit ich mit meinem Partner? Tragen die Eltern ungelöste Konflikte mit sich herum oder mangelt es an Zuneigung, wirkt sich dies negativ auf die Entwicklung des Babys aus. Sich mal zu streiten, ist ganz normal. Wenn aber Krisen nicht bewältigt werden, können sie insbesondere in den ersten besonders stressigen Jahren schnell eskalieren.

Familie finanziell absichern

Auch wenn man voller Überzeugung sagen kann „Ich will eine Familie gründen“ – die Finanzen sind und bleiben ein heikler Punkt. Selbstverständlich ist ein Kind unbezahlbar, zuallererst das eigene. Doch es kostet Geld. Jede Menge Geld. Laut Statistischem Bundesamt müssen Eltern für jedes Kind mit Ausgaben von 600 Euro pro Monat rechnen. Bis zum Abitur hochgerechnet, wäre es zumindest für den Papa günstiger, sich einen Porsche 911 Carrera zu kaufen, als eine Familie zu gründen.
 
Allerdings gibt es für Eltern, die Ebbe in der Haushaltskasse fürchten, auch gute Nachrichten. Beispielsweise gibt es mit dem Kindergeld einen staatlichen Zuschuss zur Familiengründung. 2019 beträgt das Kindergeld fürs erste und zweite Kind jeweils 204 Euro pro Monat. Zudem sinken mit jedem weiteren Kind die Pro-Kopf-Kosten. Denn die teure Erstausstattung muss man sich in der Regel kein zweites Mal komplett neu zulegen. Bei zwei Kindern werden so „nur“ 515 Euro pro Kind fällig.
 
Wenn Sie eine Familie gründen, sollten Sie angesichts dieser Kosten die Vorsorge für Ihre Kinder planen – und an die Absicherung Ihrer Liebsten denken. Vor allem dann, wenn der Tod eines Elternteils die finanzielle Basis der Familie bedrohen könnte. Mit einer Risikolebensversicherung lässt sich eine solche Notlage leicht verhindern, da die Versicherungssumme im Todesfall ausgezahlt wird. Zudem sind die Beiträge recht günstig, weil nur das Sterberisiko abgedeckt ist.
 
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