Alles Wissenswerte rund um Youngtimer

Youngtimer, die kleinen Brüder der Oldtimer, genießen in den meisten Fällen nur einen ideellen, aber keinen tatsächlichen Sonderstatus.

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Youngtimer

Etwa 18 Prozent der Pkw auf Deutschlands Straßen sind Youngtimer – Tendenz steigend. Denn: Laut Erhebungen des Kraftfahrt-Bundesamtes werden zugelassene Autos im Durchschnitt immer älter. Das bedeutet, dass ungefähr jeder fünfte Autofahrer ein älteres Fahrzeugmodell sein Eigen nennen kann. Doch was ist eigentlich ein Youngtimer – und hat er, rein zulassungstechnisch und rechtlich einen echten Sonderstatus?


Ab wann ist ein Auto ein Youngtimer?


Als Youngtimer werden inoffiziell Fahrzeuge bezeichnet, die älter als 20 Jahre, aber jünger als 30 Jahre sind – denn 30 Jahre sind die untere Altersgrenze für Oldtimer. Ansonsten ist die Bezeichnung "Youngtimer" rein zulassungs- sowie steuertechnisch folgenlos. Ähnlich zu Oldtimern sollten sich Youngtimer weitgehend im Originalzustand befinden, um diese Bezeichnung tragen zu können.

Allerdings kann sie für die Kfz-Versicherung relevant werden. Hier gibt es nämlich bei manchen Anbietern besondere Versicherungsmodelle, die Liebhaberfahrzeuge versichert, die noch nicht als Oldtimer gelten. Für die Aufnahme in eine Youngtimer-Versicherung sind jedoch strenge Kriterien zu erfüllen. Dazu gehören etwa ein gewisser Mindestfahrzeugwert sowie Anforderungen an den Erhaltungsgrad. Dieser sollte gut bis sehr gut sein und im Wesentlichen keine Modifikationen gegenüber dem Original aufweisen.


DĂĽrfen Youngtimer mit einem 07 Kennzeichen fahren?


Das 07-Kennzeichen ist das so genannte "Wechselkennzeichen". Das bedeutet, dass es abwechselnd an verschiedenen Fahrzeugen verwendet werden darf. Dies soll insbesondere Besitzern mehrerer Oldtimer die Möglichkeit geben, Fahrzeuge beispielsweise zu Ausstellungen und Messen zu fahren, ohne dass für jedes dieser Fahrzeuge ein eigenes Kennzeichen erforderlich ist.

Bis 2007 konnten auch "Youngtimer" zwischen 20 und 30 Jahren noch mit einem Wechselkennzeichen gefahren werden. Dies wurde dann aber geändert: Heute dürfen nur noch Fahrzeuge, die älter sind als 30 Jahre, ein Wechselkennzeichen bekommen. Damit wurde die Altersgrenze an die für Oldtimer angepasst.


Was ist ein Youngtimer-Motorrad?


Ein Youngtimer-Motorrad ist in etwa dasselbe wie ein Youngtimer-Auto. Hier wird mit dem Begriff ein Zweirad bezeichnet, das in der Regel etwa 15, manchmal auch 20 Jahre und älter ist, aber noch nicht die magische Oldtimergrenze von 30 Jahren überschritten hat.

Insofern ist auch bei Motorrädern die Bezeichnung ohne faktische Bedeutung für die meisten Fragen rund um das Fahrzeug. Sie drückt lediglich die Wertschätzung für ein älteres Modell aus. Gelegentlich werden bei Zweirädern auch solche Motorräder als Youngtimer bezeichnet, die noch nicht besonders alt sind, aber Seltenheitswert haben.

Vor allem, weil es kein Begriff ist, der Konsequenzen für Zulassung, Steuern oder Versicherung hat, bleibt der Begriff Youngtimer in Bezug auf Motorräder vage – es gibt keine klare Definition.


Youngtimerkennzeichen – gibt es das?


Nein, ein Youngtimer-Kennzeichen gibt es nicht. Es gibt lediglich das H-Kennzeichen für Oldtimer ab 30 Jahren. Wie bereits erwähnt, konnte jedoch bis 2007 ein 07-Kennzeichen für so genannte Youngtimer beantragt werden. Mit dem Wegfall dieser Regelung gibt es nun keinerlei Zulassungsbesonderheiten für Fahrzeuge zwischen 20 und 30 Jahren mehr.<7p>

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