Virenschutz - sicher im Netz surfen

Viren, Phishing, Trojaner, Cyberattacken – Schlagwörter, die durch die Medien geistern, aber wie sicher sind Computer? Sind Antivirenprogramme notwendig?

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Virenschutz - sicher im Netz surfen
Wie sieht es mit Ihrem Computer aus? Ist der sicher gegen Virenbefall und Phishing-Versuche? Wer im Internet surft, muss sich schützen, denn das organisierte Verbrechen ist auch hier sehr aktiv. Täglich erbeuten Cyberkriminelle Passwörter, klauen Daten, kontrollieren Rechner und erpressen Lösegeld. Dies betrifft Windows wie Apple Computer. Wo lauern die Gefahren? Wie können sich Benutzer schützen?
 
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Gefahren im Netz - wie können sich Anwender schützen?

Internetkriminelle versuchen, Profit aus der Ahnungslosigkeit der Anwender herauszuschlagen. Dafür benutzen sie Malware, schlechte Software, wie auch Computerviren-, und würmer, Trojaner, Fake-Webseiten und Ransomware. Das Abfischen von Benutzernamen und Passwörtern gehört ebenfalls zum Portfolio der Internetbetrüger.
Benutzer müssen auf der Hut zu sein und ihre Geräte effektiv gegen Angriffe schützen. Dabei gelten folgende grundsätzliche Regeln:
  • Betriebssystem, Browser, E-Mail-Programme und Officeanwendungen stets auf dem neusten Stand halten
  • Virenschutzprogramme installieren und ständig aktualisieren
  • Regelmäßig die Daten sichern (Backup)
  • Keine unbekannten E-Mails öffnen und keinesfalls Dateianhänge herunterladen oder Links anklicken, notfalls mit dem Absender vorher telefonieren
  • Starke Passwörter verwenden, die schwer zu knacken sind
  • Benutzer mit einschränken Administratoren-Rechten zum Surfen und E-Mail schreiben einrichten

Was sind Computerviren?

Viren können beträchtlichen Schaden anrichten. Einmal freigesetzt, funktionieren sie wie echte Viren, sie vermehren und verbreiten sich auf der Festplatte. Im schlimmsten Fall gehen die gespeicherten Daten verloren.
Computerviren dienen als Türöffner, das Programm läuft unbemerkt im Hintergrund und ermöglicht, Schadsoftware aus dem Internet auf den Rechner zu schleusen. Diese Software ist dann in der Lage, Passwörter und Daten zu stehlen und weiterzuleiten.
Die Codeschnipsel gelangen auf unterschiedlichen Wegen auf den Rechner, zum Beispiel als E-Mail-Anhänge oder versteckt in Dateien. Das können Programme sein, die gratis im Internet zum Download zur Verfügung stehen oder Musik- und Filmdateien aus dubiosen Quellen. Gefährlich sind auch Office-Dateien, wie Word und Excel, mit Makroviren. Die Möglichkeiten, sich diese Schädlinge einzufangen, sind vielfältig.
Die Viren sind jedoch nicht die einzige Bedrohung, sogenannte Würmer und Trojaner funktionieren ähnlich.
 
 
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Was sind Trojaner und Würmer?

Würmer und Trojaner arbeiten ähnlich wie Viren, wobei das Virus eine Wirtsdatei braucht und erst aktiv wird, wenn der Computerbesitzer eine Aktion startet. Im Gegensatz dazu braucht der Computerwurm keinen Wirt. Einmal aktiviert, arbeitet der Wurm unabhängig. Würmer suchen nach Schwachstellen und versuchen über das Internet in andere Computer einzudringen. Der Trojaner hingegen versteckt sich. Er gaukelt dem Anwender nützliche Funktionen vor, während im Innern der Schädling lauert.

 

Einer der schlimmsten Trojaner ist Emotet. Als Banking-Trojaner bereits seit 2014 bekannt, treibt er immer noch sein Unwesen. Zu den Opfern zählen Behörden, Unternehmen und Privatpersonen. Haupteinsatzgebiet ist das Sammeln von Zugangsdaten fürs Online-Banking, aber das Schadprogramm kann weit mehr. Obwohl das Virus bekannt ist, mutiert es ständig und verändert seine Erscheinung, um Sicherheitssoftware auszutricksen. Der Trojaner verschickt E-Mails, die absolut echt wirken, nur mit falschem Inhalt und einem Anhang mit Makroviren. Oder die Mails enthalten Links, die beim Anklicken ins Verderben führen. 


Was ist Phishing?

Phishing bedeutet auf Deutsch das Fischen von Passwörtern. Täglich befinden sich im E-Mail-Postfach der Anwender Mails, die beim Anklicken auf Fake-Webseiten führen. Dies kann die Homepage einer Bank, Sparkasse, PayPal oder von Einkaufsportalen wie Amazon oder eBay sein. 


Die falschen E-Mails und Webseiten sehen inzwischen täuschend echt aus und viele Nutzer fallen darauf rein. Wer auf solch einer Seite seinen Benutzernamen und sein Passwort eingibt, hat schlechte Karten. Es öffnet die Tür zum Bank- oder Einkaufskonto und lädt zum Abräumen ein. Dies veranlasste inzwischen viele Unternehmen, mehrstufige Sicherheitsprozeduren einzuführen. Meist braucht es zum Zugang noch eine spezielle App auf dem Handy.


Hauptziel der Cyberattacke Emotet war das Phishing von Zugangsdaten. Im Dezember letzten Jahres verursachte der Angriff einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden. Neben dem Abfangen von Passwörtern spionierte Emotet Rechner aus, verschlüsselte Daten und erpresste Lösegeld. Emotet bedeutet für Betroffene den Super-GAU. 


Was ist Ransomware und Spyware?

Der Begriff Ransomware spukt durch die Medien. Ransom bedeutet zu Deutsch „Lösegeld“, das heißt, es handelt sich um Software, die auf dem infizierten Rechner die Daten verschlüsselt und nur gegen Zahlung eines Lösegeldes angeblich wieder entschlüsselt. Die Dateien, Dokumente und Fotos lassen sich nicht mehr öffnen und Programme funktionieren nicht mehr. Allerdings kommen solche Angriffe eher selten vor.


Emotet gehört ebenfalls in die Ransom-Kategorie und ist wohl die gefährlichste Schadsoftware, die derzeit im Netz lauert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hält in seinem Portal BSI für Bürgerinnen und Bürger aktuelle Informationen über den Umgang mit Emotet und anderer Malware bereit. 


Spyware sind Schnüffelprogramme, die den Rechner auskundschaften und die Daten an Dritte weiterleiten. Oft wird Spyware zu Werbezwecken genutzt, das Surfverhalten analysiert und mit gezielten Werbeattacken versucht, Nutzer und ihr Kaufverhalten zu beeinflussen. Damit ist Spyware weniger gefährlich, als lästig.


Welche Antivirenprogramme bieten den besten Virenschutz?

Stiftung Warentest prüfte im Februar 2020 insgesamt 28 Antivirenprogramme für Windows- und Apple-Computer. Die Tester simulierten Bedrohungen durch über 40.000 Schädlinge. Die Programme mussten Viren, gefährliche Webseiten und Phishingmails erkennen. Acht Windows-Anwendungen erhielten die Note „sehr gut“, drei davon sind kostenlos.


Unter den Prüflingen befanden sich etablierte kostenpflichtige Antivirenprogramme, wie „Antivirus Pro“ von Avira und „Kaspersky Internet Security 2020“. Zur Gratissoftware zählten „Free Security Suite“, „AVG Antivirus Free“ und „Avast Free Antivirus“. Die Tester kamen zu dem Schluss, dass kostenlose Angebote zwar teils den Rechner leicht ausbremsen und Werbung enthalten, aber über gute Schutzfunktionen verfügen.


Der von Microsoft vorinstallierte Windows Defender schützt laut Stiftung Warentest nicht ausreichend. Er landete mit der Note 2,6 auf dem vorletzten Platz. Teilweise erkannte er Schädlinge nicht und der Schutz vor Phishingmails fehlt.


Beim Mac fällt es Schadprogrammen schwerer, ihn anzugreifen, da das Betriebssystem anders funktioniert. Deshalb sieht Apple keine Veranlassung, ein eigenes Virenschutzprogramm auf den Markt zu bringen. Allerdings gefährden Phishingangriffe auch Mac-Anwender. Unter den von Stiftung Warentest untersuchten Virenscanner erreichte der „Avast Free Security for Mac“ ähnlich gute Werte gegen Phishing wie die Windows-Antivirenprogramme.


Unabhängig ob Windows oder Mac – ein Virenschutz in Form eines Antivirenprogramms ist für den Computer ein absolutes Muss.

 

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