Kfz abmelden: Ablauf der Abmeldung und Checkliste

Sparen Sie durch die Abmeldung eines Kfz automatisch Geld?

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Kfz abmelden: Ablauf der Abmeldung und Checkliste

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb sich Kraftfahrer für die Abmeldung eines Pkw entscheiden. In diesem Beitrag stellen wir verschiedene Szenarien vor, erläutern den Ablauf und stellen eine Checkliste bereit, der alle notwendigen Unterlagen sowie weitere Maßnahmen zu entnehmen sind.

1. Verkauf oder Verschrottung des eigenen Pkw

Beim privaten Pkw-Verkauf zieht es die Mehrheit der Eigentümer vor, ihre Fahrzeuge abgemeldet zu übergeben. So bleiben sie bei der anschließenden Überführung außen vor: Der Käufer muss sich selbst um einen Versicherungsschutz kümmern und trägt letztlich das gesamte Risiko.

Außerdem kann es je nach Fahrzeug eine Weile dauern, bis sich ein Käufer gefunden hat. Sollte der Pkw nicht mehr genutzt werden, verspricht die Kfz-Abmeldung einen finanziellen Vorteil. Ab dem Zeitpunkt der Abmeldung fallen keine Versicherungsbeiträge und Kfz-Steuern mehr an. Bereits geleistete Beiträge oder Steuern werden erstattet. Bei einer geplanten Verschrottung ist die Situation ähnlich. Niemand möchte Beiträge oder Steuern für ein Fahrzeug zahlen, das nicht mehr existiert.

2. Kauf eines zugelassenen Pkw

Es kommt häufiger vor, dass sich jemand für den Erwerb eines zugelassenen Pkw entscheidet. Auch wenn die meisten Gebrauchtfahrzeuge bereits abgemeldet sind, ist diese Variante durchaus verbreitet. Sie ist wegen der Überführung so beliebt. Der Käufer muss sich nicht erst um ein Kurzzeitkennzeichen oder eine rote Nummerntafel bemühen, um mit dem Fahrzeug am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Weil das Fahrzeug noch zugelassen ist, kann er es selbst überführen und anschließend auf sich selbst zulassen.

3. Temporäre Abmeldung

Es kommt gelegentlich vor, dass Kraftfahrer ihre Fahrzeuge abmelden, weil diese vorübergehend nicht genutzt werden. Besonders Studenten entscheiden sich gerne für diese Variante, wenn sie ein Praktikum oder Studiensemester im Ausland absolvieren und den Pkw während dieser Zeit zurücklassen. Allerdings sollten Interessenten zuvor prüfen, ob sich das Abmelden unter dem Strich rechnet. Denn Abmeldung und erneute Zulassung kosten ebenfalls Geld.

Checkliste zur Abmeldung des Pkw

Die Abmeldung erfolgt üblicherweise auf einer Zulassungsstelle. Damit das Vorhaben von Erfolg gekrönt ist, gilt es zur Behörde folgende Dinge mitzubringen:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I: Dieses Dokument ist zwingend vorzulegen, damit die Abmeldung darauf vermerkt werden kann. Bei älteren Fahrzeugen (Erstzulassung bis Oktober 2005) steht auf dem Dokument noch die Bezeichnung „Fahrzeugschein.“
  • Zulassungsbescheinigung Teil II: Die Außerbetriebsetzung wird eingetragen, das Dokument im Anschluss wieder ausgehändigt. Das Dokument kann je nach Fahrzeugalter noch als „Fahrzeugbrief“ bezeichnet werden.
  • Aktuelle Nummerntafeln: Die Zulassungsplakette wird aus der Nummerntafel entfernt. Es ist möglich, mit dem Pkw zur Zulassungsstelle zu fahren und die Plakette direkt am Fahrzeug entfernen zu lassen. Andernfalls gilt es die entsprechenden Nummerntafeln mitzubringen.
  • Verwertungsnachweis (je nach Situation): Sollte das Fahrzeug nicht vorübergehend, sondern dauerhaft abgemeldet werden (zum Beispiel durch Senioren, die nicht mehr fahren wollen), ist ein Verwertungsnachweis vorzulegen. Dieser wird vom Verwertungsbetrieb ausgehängt.

Alternativ können Kraftfahrer ihre Fahrzeuge online abmelden. Bis Oktober 2017 war dies über das zentrale Zulassungsportal des Kraftfahrt-Bundesamtes möglich. Das Portal wurde jedoch von regionalen Zulassungsportalen der einzelnen Zulassungsbezirke abgelöst. Je nach Service-Portal können unterschiedliche Voraussetzungen bestehen, die zumeist einen Personalausweis mit eID-Funktion, ein passendes Lesegerät sowie eine Zulassungsbescheinigung mit Sicherheitscode umfassen.

Auto abmelden: Häufige Fragen und Antworten Wer ist zur Kfz-Abmeldung berechtigt?

Nicht nur der Halter kann ein Kfz abmelden. Andere Personen sind ebenfalls zur Außerbetriebsetzung berechtigt. Einzige Voraussetzung ist das Vorhandensein der erforderlichen Unterlagen und Nummerntafeln. Am besten erteilen Sie Ihrem Vertreter auch eine schriftliche Vollmacht.

Welche Zulassungsstelle gilt es aufzusuchen?

Es spielt keine Rolle, auf welcher Zulassungsstelle die Abmeldung erfolgt. Hierdurch eröffnet sich die Möglichkeit, einen bereits zugelassenen Pkw zu kaufen, zu überführen und anschließend vor Ort auf einen neuen Halter umzumelden.

Darf man mit dem abgemeldeten Pkw von der Zulassungsstelle noch zurück nach Hause fahren?

Die Nutzung des Fahrzeugs am Tag der Außerbetriebsetzung ist bis 24:00 Uhr zulässig. Es ist darauf zu achten, dass die Nummerntafeln angebracht sind.

Muss man Finanzamt und Kfz-Versicherer über die Abmeldung informieren?

Nein, die Zulassungsstelle übernimmt diese Aufgabe. Im Voraus bezahlte Kfz-Steuern oder Beiträge zur Kfz-Versicherung werden einige Wochen später automatisch erstattet.