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Online-Zulassung: das Fahrzeug im Internet anmelden

4 Min Wann und wie Sie sich den Gang zur Zulassungsstelle sparen können und wie die Online-Zulassung funktioniert.

15.12.2020
Leonie Kaufmann
4 Min

Behördengänge zählen nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen der meisten Menschen. Umso größer dürfte die Freude zahlreicher Kraftfahrer darüber sein, dass ab Oktober 2019 die Zulassung von Kraftfahrzeugen online möglich ist, somit Fahrzeuge rund um die Uhr und ganz einfach von zu Hause oder von unterwegs mit dem Smartphone angemeldet werden können.

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Voraussetzungen der Kfz-Zulassung online

Wie bei anderen Online-Behördengängen besteht die Notwendigkeit, einen Personalausweis mit aktivierter Online-Funktion zu besitzen. Darüber hinaus werden für den Computer ein passendes Lesegerät oder alternativ ein Smartphone mit NFC-Unterstützung, sowie die zugehörige Ausweis-App benötigt.

Die Online-Zulassung ist nur möglich, wenn die Erstzulassung noch bevorsteht oder frühestens ab dem 1. Januar 2015 erfolgt ist. Nur dann ist die Zulassungsbescheinigung Teil II mit dem benötigten Sicherheitscode versehen. Darüber hinaus sind nur diese Fahrzeuge von der KÜS (Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V) erfasst. Dies bedeutet, dass Daten zur erfolgreich bestandenen Hauptuntersuchung online hinterlegt sind.

Davon abgesehen muss das Fahrzeug der privaten Nutzung unterliegen. Die Online-Zulassung gewerblich genutzter Fahrzeuge wird erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein.

Eine weitere Voraussetzung ist der Nachweis über das Bestehen eines Kfz-Versicherungsschutzes. Dies geschieht per elektronischer Versicherungsbestätigung, d.h. es wird eine eVB-Nummer benötigt.

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Ablauf der Fahrzeugzulassung über das Internet

Die Zulassung erfolgt über die i-Kfz Plattform, zu der Kraftfahrer über die Website ihrer Zulassungsbehörde oder einer zentralen Website ihres Bundeslandes gelangen. Dort gilt es den Zulassungsbereich aufzusuchen und die notwendigen Daten in die Maske einzutragen. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein Wunschkennzeichen zu wählen.

Sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird der Online-Prozess mit dem Bezahlvorgang abgeschlossen. Die Bezahlung kann per Online-Überweisung oder SEPA-Einzug erfolgen. Anschließend wird der Vorgang an einen Sachbearbeiter weitergeleitet. D. h. die Kfz-Zulassung im Internet erfolgt nicht vollautomatisch, sondern wird im Hintergrund noch durch einen Sachbearbeiter geprüft. Nach Abschluss der Prüfung werden die Plaketten mitsamt der Zulassungsbestätigung auf dem Postweg versendet. Nach Eintreffen der Plaketten sind diese zwingend auf den Nummernschildern anzubringen. Etwas leichter und vor allem schneller gestaltet sich die Ummeldung eines Kraftfahrzeugs, zumindest dann, wenn sie innerhalb desselben Zulassungsbezirks erfolgt und der neue Halter das bisherige Kennzeichen übernimmt. In diesem Fall ist eine sofortige Ummeldung möglich und das Warten auf die Plaketten entfällt, weil die Nummernschilder ohne Anpassung weiterhin nutzbar sind.

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Fazit zur Online-Zulassung

Die Online-Zulassung ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ob es den Betrieb auf den Zulassungsstellen verkürzt, wird sich in Zukunft zeigen. Insbesondere der Personalausweis mit Online-Funktion ist eine große Hürde. Er findet aktuell wenig Anklang, nur ein geringer Teil der Bevölkerung nutzt die eID Funktion des neuen Personalausweises.. Zugleich werden immer noch zahlreiche Fahrzeuge zugelassen bzw. umgemeldet, deren Erstzulassung vor dem 1. Januar 2015 bzw. 2018 erfolgte. Somit können viele Kraftfahrer noch gar nicht am Online-Zulassungsverfahren teilnehmen. Außerdem kann der Postversand der Zulassungsbestätigung mitsamt Plaketten viel Zeit in Anspruch nehmen. Aufgrund dieses Ablaufs treffen die notwendigen Plaketten erst zwei bis drei Tage nach erfolgter Online-Zulassung bei den Kraftfahrern ein. Solange können die meisten nicht warten, sodass sie sich am Ende durchringen, die Zulassungsstelle doch persönlich aufzusuchen.

Doch wie bereits angedeutet, ist die eigentliche Entwicklung erfreulich. Die Digitalisierung bei den Behörden schreitet voran und die Hürden für eine komfortable Online-Zulassung dürften in Zukunft noch weiter sinken.

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