Mit diesen Tipps holen Sie beim Autokauf das Beste raus

2,9 Mio. Fahrzeuge wurden 2020 in Deutschland verkauft

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Gebraucht- oder Neuwagen: Worauf es beim Autokauf ankommt ➤ Checkliste für die Probefahrt ➤ Tipps für den Fahrzeugcheck und die Preisverhandlung

Gut soll es aussehen, ordentlich Power unter der Haube haben, keine CO2-Schleuder und dazu noch bezahlbar sein – die Ansprüche an ein Auto sind so vielfältig wie es die Modell-Auswahl ist. Für den einen spielt der Preis die maßgebliche Rolle, für den anderen ist viel Stauraum das ausschlaggebende Kriterium. Ob Gebraucht- oder Neuwagen, beim Autokauf ist von der Probefahrt bis zum Versicherungsschutz einiges zu beachten. Die wichtigsten Tipps und Checklisten erhalten Sie hier.

Das ist vor dem Autokauf wichtig

Wie für viele Dinge im Leben gilt auch beim Autokauf: auf den Zeitpunkt kommt es an. Für Neuwagen gibt es vor allem in den Wintermonaten Rabatte. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind hingegen in den Sommermonaten Schnäppchen zu machen.

Neues Auto geplant?
 

Außerdem sollten Sie diese Faktoren bedenken:

  • Anschaffungskosten: Der Fahrzeugpreis ist die größte Einmalausgabe beziehungsweise eine monatliche finanzielle Belastung, daher sollte ein persönliches Limit festgelegt werden.
  • Fahrer und Strecken: Wer fährt, in welcher Region? Kompakte, kleinere Autos sind praktisch und eignen sich für die Stadt, kürzere Strecken und Fahranfänger. Größere und schnellere Fahrzeuge punkten bei Vielfahrern, da sie häufig längere Strecken auf Autobahnen oder Überlandstrecken zurücklegen.
  • Wertverlust: Mit jedem Tag verliert der gekaufte Pkw an Wert, in den ersten Monaten besonders viel. Nach etwa drei bis vier Jahren ist der ehemalige Neuwagen nur noch die Hälfte wert.
  • Instandhaltung und Reparaturen: Die Kosten unterscheiden sich zwischen den Herstellern und Marken deutlich. Sie sollten daher bereits vor der Kaufentscheidung erfragt werden.
  • Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer: Einige Fahrzeugmodelle rangieren in einer hochpreisigen Typklasse – das hat Auswirkungen auf die Versicherungsbeiträge. Höherer Spritverbrauch bedeutet auch höhere Steuern.

Worauf kommt es bei einer Probefahrt an?

Eine Probefahrt ist unerlässlich vor dem Kauf eines Autos, idealerweise mit einer Begleitperson. Denn vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Das gilt sowohl für Neu- als auch für Gebrauchtwagen. Zudem sollten verschiedene Modelle zur Probe gefahren werden, um einen Vergleich zu haben. Wer ein Auto bei einem Privatverkauf zur Probe fährt, sollte darauf achten, dass das Fahrzeug für die Fahrt noch oder wieder angemeldet und mindestens mit einer Kfz-Haftpflichtversicherung versichert ist – sonst kann es im Falle eines Unfalls teuer werden.

Tipps für die Probefahrt:

  • Machen Sie die Fahrt mit einem Modell in der gewünschten Motor- und PS-Stärk
  • Prüfen Sie die Wendigkeit, indem Sie rückwärtsfahren und einparken
  • Probieren Sie verschiedene Strecken aus: Stadt und Überland
  • Inspizieren Sie das Platzangebot: Kofferraum, Beinfreiheit, Platz für Kindersitz
  • Testen Sie die Reichweite, wenn es sich um ein E-Auto handelt
Checkliste Probefahrt

Das ist für den Fahrzeugcheck beim Gebrauchtwagenkauf wichtig

Die Probefahrt eines Gebrauchtwagens sollte für einen ausführlichen Fahrzeugcheck genutzt werden. Dabei stehen vor allem mögliche Mängel im Motorraum im Fokus, denn diese Reparaturen können besonders kostspielig sein: Sind schadhafte Stellen im Motorraum erkennbar? Gibt es Korrosionsspuren an den Seitenwänden? Kam Lackspray zum Einsatz? Darüber hinaus sollte eine stärkere Abnutzung der Sitze und Schalthebel stutzig machen, die nicht mit dem vermeintlichen Kilometerstand übereinstimmen. In diesem Fall könnte der Verkäufer die Tacho- Laufleistung manipuliert haben.




Tipp:  Organisationen wie der Technische Überwachungsverein, kurz TÜV, oder der Allgemeine Deutsche Automobilclub, ADAC, bieten deutschlandweit kostenpflichtige Gebrauchtwagen-Checks an. So können Sie unabhängig prüfen lassen, in welchem Zustand das Auto tatsächlich ist.




Checkliste für einen Gebrauchtwagen

  • Alle elektronischen Komponenten prüfen – beispielsweise Fensterheber, Klimaanlage, Scheibenwischer, Beleuchtung
  • Spaltmaße zwischen Türen, Karosserieteilen und Motorhaube prüfen – Unregelmäßigkeiten können auf einen Unfall hinweisen
  • Reifenkontrolle – bei ungleichmäßigem Verschleiß ist eine verzogene Spur (Schlingerkurs und erhöhte Unfallgefahr) wahrscheinlich
  • Farbunterschiede im Lack – ein Hinweis auf übermalte Rostschäden
  • Risse an Leuchten – Scheinwerfer müssen möglicherweise demnächst ersetzt werden
  • Ölspuren unter dem Fahrzeug – potenzielle Getriebe- oder Motorprobleme
  • Feuchte Bodenbeläge und muffiger Geruch – undichte oder sogar durchgerostete Karosserie möglich
  • Prüfen der Papiere – Scheckheft komplett ausgefüllt, Gültigkeit Hauptuntersuchungsplakette, kurz der HU-Plakette

Was sollte man grundsätzlich bei einem Gebrauchtwagenkauf beachten?

Beim Kauf eines Gebrauchtfahrzeugs ist der Zustand entscheidend. Gefragt sind Autos, mit denen sorgsam umgegangen wurde. Attraktivere Preise locken beim Autokauf von privaten Verkäufern. Alle relevanten Dokumente wie Fahrzeugbrief, Scheckheft und TÜV-Gutachten müssen vorliegen. Häufige Eigentümerwechsel und ein unvollständiges Scheckheft sollten stutzig machen. Ist der Verkäufer, der im Kfz-Brief eingetragene Eigentümer? Das ist wichtig bei einem Privatverkauf. Bei Aussagen wie „Ich verkaufe das Fahrzeug für einen Freund“ ist Obacht geboten. Auch sollte man sich nicht unter Druck setzen und mit allgemeinen Phrasen wie „Das ist nun mal bei diesem Autotyp so“ abspeisen lassen. Alle Angaben des Verkäufers gehören schriftlich aufgenommen und im Vertrag vermerkt.
 

Was sollte man bei einem Neuwagenkauf beachten?

Früher wurden Neufahrzeuge oft beim Vertragshändler vor Ort gekauft, heute zeigt die Fahrzeugsuche im Internet bundesweite Angebote. Je nach Händler können Fahrzeugpreise und Rabatte erheblich variieren. Wer clever vergleicht und beispielsweise auch den Kauf von EU-Fahrzeugen (ein Reimport, der aufgrund einer Steuerersparnis günstiger ist) in Erwägung zieht, kann viel Geld sparen. Zudem sind Editionsmodelle eine günstige Neuwagenoption. Diese Modelle kommen meist auf den Markt, wenn das Serienmodell schon eine Zeitlang auf dem Markt ist. Sie warten mit einigen Extras auf. Zwar ist die Ausstattung meist nicht konfigurierbar, doch im Gegenzug gibt es oft Rabatte im Vergleich zu den Standardmodellen mit identischer Ausstattung.




Tipp:  Erkundigen Sie sich beim Händler nach einem Jahreswagen. Diese können ein Viertel weniger als ein Neuwagen kosten. Allerdings müssen Sie dann wahrscheinlich Abstriche bei der Ausstattung oder Karosseriefarbe machen.




Wie verhandelt man beim Autokauf?

Ob Neu- oder Gebrauchtwagen, über den Preis kann fast immer verhandelt werden. Daher ist es ratsam, sich zunächst eine Strategie zu überlegen.

Das sollten Sie bei der Preisverhandlung beachten:

  • Zurückhaltung ist Trumpf. Wer seine Begeisterung nicht allzu offen zeigt, kann häufig einen größeren Preisnachlass aushandeln.
  • Beim Kauf vom Händler bringt eine Barzahlung beziehungsweise Einmalzahlung häufig einen Nachlass.
  • Eine Inzahlungnahme des bisherigen Fahrzeugs reduziert den Preis.
  • Finanzierungsmöglichkeiten vergleichen – Wenn das Auto finanziert wird, kann ein regulärer Kredit etwa bei der Hausbank günstiger sein, als eine Finanzierung über den Händler.
  • Wenn beim Preis absolut nichts zu machen ist, sind stattdessen vielleicht andere Leistungen – ein Satz Winterreifen oder ein kostenfreier Inspektionstermin – möglich.

Welche Unterlagen sind für die Zulassung wichtig?

In den meisten Zulassungsstellen kann online ein Termin vereinbart werden – das spart Wartezeit vor Ort. Zudem kann man hier das Wunschkennzeichen vorab reservieren.

Papiere und Nachweise für die Zulassung:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • die Nummer der elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • die Zulassungsbescheinigung Teil II, der Fahrzeugbrief
  • Einzugsermächtigung der Kfz-Steuer

Darüber hinaus für einen Neuwagen:

  • die EG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papiere, Certificate of Conformity) des Herstellers
  • Zulassungsbescheinigung Teil I, der Fahrzeugschein – wird bei der Erstzulassung erstellt

Darüber hinaus für einen Gebrauchtwagen:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I, der Fahrzeugschein
  • Bericht der letzten Hauptuntersuchung
  • das bisherige Kennzeichen, sofern es nicht übernommen werden soll

Der passende Versicherungsschutz für Neuwagen

Wer einen Neuwagen oder ein hochwertiges gebrauchtes Auto fährt, ist während der ersten drei bis fünf Jahre nach Erstzulassung mit einer Vollkaskoversicherung gut beraten. Besonders dann, wenn das Fahrzeug per Finanzierung oder Leasing gekauft wurde, empfiehlt sich statt einer Teilkasko- eine Vollkaskoversicherung – zum Teil ist sie sogar Bedingung der Finanzierungsvereinbarung. Sie greift dann etwa im Falle eines Totalschadens.

Der passende Versicherungsschutz für Gebrauchtwagen

Grundsätzlich hängt der Versicherungsschutz vom Alter, Zustand und Wert des Gebrauchtwagens ab. Basis-Deckung ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung, sie ist gesetzlich vorgeschrieben und deckt die vom Versicherungsnehmer verursachten Sach- und Personenschäden gegenüber Dritten ab. Eine Teilkaskoversicherung bietet darüber hinaus umfassenden Grundschutz bei Wildunfall, Elementarschäden, Diebstahl und Raub, Brand und Explosion sowie Glasbruch.

Eine Vollkaskoversicherung empfiehlt sich, wenn der Gebrauchtwagen hochwertig und erst zwei bis drei Jahre alt ist. Sie beinhaltet alle Leistungen der Kfz-Teilkaskoversicherung und bietet zusätzlich Schutz bei selbst verursachten oder durch Vandalismus entstandenen Schäden am Fahrzeug.

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