Fahrzeugwechsel: Wie Sie clever umsteigen und Geld sparen

8 Min Sie wollen von Ihrem alten auf ein neues Auto wechseln? Lesen Sie hier alles Wichtige in puncto Kfz-Versicherung, Zulassung, Kosten und mehr

03.02.2022
Wibke Bierwald
8 Min

Gründe für einen Fahrzeugwechsel gibt es viele. Vielleicht hat Ihr alter Wagen einfach ausgedient. Möglicherweise steht aber auch Familienzuwachs an oder Sie haben sich in ein schickes größeres Modell oder ein umweltfreundliches E-Auto verguckt. Ganz gleich, warum Sie Ihr altes Auto verkaufen und auf ein neues oder gebrauchtes Fahrzeug umsteigen wollen: Hier erhalten Sie einen Überblick darüber, was Sie zum Thema Fahrzeugwechsel und Kfz-Versicherung sowie Ab- und Anmeldung wissen sollten. Zudem erwartet Sie eine Checkliste mit den nötigen Schritten und Sie erfahren, wie Sie bestenfalls noch Geld sparen können.

Checkliste: In 7 einfachen Schritten zum Fahrzeugwechsel

Im Zuge eines Fahrzeugwechsels kommen bei vielen Autohaltern oft stets die gleichen Fragen auf. Im Folgenden geben wir hilfreiche Antworten auf Fragen wie zum Beispiel, was bei einem Fahrzeugwechsel alles zu beachten ist, ob man dabei die Kfz-Versicherung wechseln darf, wie man nebenbei noch sparen kann oder ob man das alte Kennzeichen behalten darf.

Zum Einstieg gibt es zunächst eine Checkliste mit den zentralen Schritten für einen reibungslosen Fahrzeugwechsel:

  1. Melden Sie Ihr altes Auto bei der Zulassungsstelle ab – die Versicherung endet damit automatisch.
  2. Vergleichen Sie verschiedene Kfz-Versicherungstarife für Ihren neuen Pkw.
  3. Schließen Sie eine neue und bestenfalls günstigere Kfz-Versicherung ab.
  4. Lassen Sie sich von Ihrem Versicherer die neue eVB-Nummer geben.
  5. Tragen Sie alle weiteren Unterlagen für die Zulassung vollständig zusammen.
  6. Vereinbaren Sie online einen Termin bei der Zulassungsstelle.
  7. Melden Sie Ihr neues Auto bei der Zulassungsbehörde an – Voilà, Ihr Fahrzeugwechsel ist vollbracht!

Lohnt sich ein Kfz-Versicherungswechsel für Sie?

Versicherungswechsel bei Fahrzeugwechsel – da steckt Sparpotential drin

Ist der Deal für den neuen Wagen schon perfekt, ist der Versicherungsschutz das A und O. Zum einen darf ein neu zugelegtes Fahrzeug ohne Kfz-Versicherung nicht im Straßenverkehr unterwegs sein. Zum anderen gehört der Nachweis einer Kfz-Haftpflichtversicherung zu den Unterlagen, die zur Zulassung des neuen Fahrzeugs unbedingt erforderlich sind.

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Wer sein altes Fahrzeug verkaufen und auf ein neues Auto wechseln will, mag sich nun fragen, ob damit auch ein Versicherungswechsel möglich ist. Die Antwort lautet: Ja, denn entweder endet mit der Abmeldung des alten Autos auch der dazugehörige Kfz-Versicherungsvertrag automatisch oder dieser geht im Falle des Verkaufs des noch gemeldeten alten Autos auf den Käufer über.

In beiden Fällen ist für den Verkäufer eine neue Autoversicherung für das neue Auto nötig, da die Kfz-Versicherungspolice stets fahrzeugbezogen ist. Ein Fahrzeugwechsel ist somit auch immer ein sehr guter Zeitpunkt, um die Kfz-Versicherung zu wechseln.

Wer die Versicherung wechselt, kann bares Geld sparen:

Auch wenn es verlockend ist, aus Bequemlichkeit beim alten Versicherer zu bleiben, der Zeitaufwand zum Vergleichen neuer Versicherungstarife kann sich enorm lohnen. Wer passend zum neuen Pkw eine günstigere Versicherung mit besseren Leistungen findet und wechselt, kann viele wertvolle Euro sparen. Da bleibt dann mehr Spritgeld für ausgiebige Spritztouren mit dem neuen Auto.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Wechseln der Autoversicherung sowie Tipps, worauf Sie dabei achten sollten, gibt es im Blogartikel „Autoversicherung wechseln – so funktioniert’s“.

Alte Versicherung kündigen: Was ist beim Fahrzeugwechsel zu beachten?

Hierbei kommt es einerseits darauf an, auf welcher Seite man steht – Käufer oder Verkäufer des alten Fahrzeugs ist – und zum anderen, ob das zum Verkauf stehende Auto noch angemeldet oder schon abgemeldet ist. Wir spielen die verschiedenen Szenarien mal durch:

Wird ein noch gemeldetes Fahrzeug veräußert, geht die dafür bestehende Kfz-Versicherung auf den Käufer über. Als Verkäufer des Fahrzeugs ist man deshalb verpflichtet, dem Kfz-Versicherer den Autoverkauf inklusive Angaben zum Käufer unverzüglich mitzuteilen.

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*Erklärung

*Rechenbeispiel für: Smart Fortwo 1.0 Coupe (HSN: 1313, TSN: EGE), eigenfinanziert, Erstzulassung 2016, Kaufjahr: 2016, Zulassung in PLZ: 26871 (Papenburg), Fahrleistung: 5.000 km/Jahr, Nutzung: ausschließlich privat, Halter: VN, Fahrer: VN (Alter 54 Jahre/Führerschein seit 36 Jahren) und weiterer Fahrer (Alter 52 Jahre/Führerschein seit 34 Jahren), Angestellter, kein Wohneigentum, Abstellplatz: Straße, verheiratet, SF-Klasse KH/ VK: SF 36 / SF 36 Selbstbeteiligung VK/ TK: 500/ 150 €, keine Vorschäden, Zahlweise: jährlich Bankeinzug, Werkstattbindung, Versicherungsbeginn: 07.01.2022, Tarif inkl. Vollkasko, Produktlinie Klassik. Die Ausweisung der 8,24 €/ Monat bezieht sich auf die errechnete Jahresprämie von 98,80 € welche auf 12 Monate runtergebrochen wurde. Stand: 2022

+

Als Käufer des Autos übernimmt man zunächst die Kfz-Versicherungspolice vom Verkäufer. Jedoch muss man diese nicht bis Ende des Vertragsjahres behalten, sondern erhält ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht. Das heißt: wer das Auto erwirbt, kann den übernommenen Versicherungsvertrag außerordentlich beenden und den Kfz-Versicherer wechseln. Auch der Versicherer darf im Übrigen während dieser einmonatigen Frist kündigen.

Anderer Fall: Ist das Auto bei Verkauf bereits abgemeldet, ist eine Kündigung der Kfz-Versicherung seitens des Verkäufers nicht notwendig. Da die Zulassungsstelle nach der Fahrzeugabmeldung den Versicherer ohnehin informiert, endet damit auch automatisch der bestehende Versicherungsvertrag.

Wer den Versicherungsbeitrag bereits für ein halbes oder ganzes Jahr gezahlt hat, sollte bei Abmeldung des Autos dennoch vorsichtshalber Rücksprache mit dem Versicherer halten. Versicherungen erstatten bei vorzeitigem Austritt nämlich den vorausgezahlten Beitrag anteilig zurück.

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Fahrzeugwechsel bei gleichbleibender Kfz-Versicherung

Wer mit dem Beitrag und den Leistungen des bisherigen Kfz-Versicherers zufrieden ist, kann bei diesem natürlich bleiben. In dem Fall sollten Versicherungsnehmer den Fahrzeugwechsel vorab ihrem Versicherer mitteilen. Dies ist in der Regel im Kundenbereich des Online-Portals oder telefonisch über den Kundenservice möglich.

Um einen neuen Versicherungstarif zu errechnen, benötigt der Versicherer die neuen Fahrzeugdaten. Auch dieser Schritt lässt sich meistens bequem telefonisch oder online erledigen. Die neue Police kommt dann per Post oder per E-Mail.

Als Nachweis einer abgeschlossenen Kfz-Versicherung vergibt der Versicherer dann eine neue elektronische Versicherungsbestätigung, die sogenannte eVB-Nummer. In der Regel versenden Versicherer diese umgehend nach Vertragsabschluss per E-Mail. Die eVB-Nummer wird alsbald für die Kfz-Zulassung benötigt.

Ist mein Schadenfreiheitsrabatt bei einem Fahrzeugwechsel übertragbar?

Ja, in der Regel bleibt Ihnen die gute Schadenfreiheitsklasse erhalten – egal, ob Sie bei Ihrem Versicherer bleiben oder den Anbieter wechseln. Den SF-Rabatt berechnen Versicherungen auf Basis der erreichten SF-Klasse. Bei einem Versicherungswechsel teilen Sie Ihre bisherige Versicherung und Versicherungsnummer Ihrem neuen Anbieter mit. Dieser wird Ihre SF-Klasse beim bisherigen Versicherer abfragen und bei der Berechnung der Beiträge berücksichtigen. Ausnahme: Wurden Sie vom Vorversicherer in eine günstigere SF-Klasse eingestuft, als Sie tatsächliche Jahre schadenfrei gefahrenen sind, handelt es sich um eine Sondereinstufung – diese übernimmt ein anderer Kfz-Versicherer nicht!

Wichtig beim Fahrzeugwechsel: Den passenden Kaskoschutz wählen

Die bereits erwähnte gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht deckt lediglich Sach- und Personenschäden Dritter im Falle eines Unfalls ab. Ob zur Absicherung von Schäden am eigenen Wagen zusätzlich eine Teilkasko- oder Vollkasko abgeschlossen werden sollte, hängt unter anderem vom Wert des gekauften Autos ab.

Wer sich einen Gebrauchtwagen zugelegt hat, der weniger als 20 Jahre alt ist, fährt gut mit der günstigeren Teilkaskoversicherung. Diese übernimmt Kosten, die unverschuldet beispielsweise durch Wind und Wetter, Wildtiere oder Diebstahl entstanden sind.

Bei Neuwagen, bis zu zehn Jahre alten wertigen Gebrauchten oder gar einem schicken Oldtimer wäre eine Vollkasko-Versicherung hingegen die bessere Wahl. Diese kostet zwar meist mehr, bietet für diese Fahrzeuge jedoch den optimalen Rundumschutz im Falle eines Schadens.

Neben den beinhalteten Teilkaskoleistungen übernimmt die Vollkasko zudem die Kosten für Schäden am eigenen Fahrzeug durch selbstverschuldete Unfälle und mutwillige Beschädigungen durch andere Personen, zum Beispiel durch Vandalismus. Außerdem empfiehlt sich eine Fahrerunfallversicherung, da für diesen bei einem selbstverschuldeten Unfall kein Versicherungsschutz besteht.

Faustregel:

Je wertvoller das neu gekaufte Fahrzeug ist, umso mehr lohnt sich die Investition in eine Kaskoversicherung. Dabei sollten Sie grundsätzlich den Wert Ihres Fahrzeugs gegen die Kosten für die Kaskoversicherung gegenrechnen.

Bereit, das neue Auto anzumelden? Auf geht’s zur Zulassungsstelle

Ist die Autoversicherung für den Fahrzeugwechsel geregelt und liegt die neue eVB-Nummer vor, kann es jetzt zusammen mit allen weiteren erforderlichen Unterlagen zur Zulassungsstelle gehen. Das wäre der klassische Weg. Mittlerweile besteht unter bestimmten Umständen vielerorts aber auch die Möglichkeit, am Online-Zulassungsverfahren teilzunehmen.

Besonders Berufstätigen bietet die Online-Zulassung eine bequeme Alternative zum Behördengang. Die wichtigsten Fakten über den Ablauf und die Voraussetzungen der digitalen Kfz-Zulassung haben wir im Artikel „Online-Zulassung: das Fahrzeug im Internet anmelden“ zusammengetragen.

Keine Zeit, den Pkw persönlich bei der Zulassungsbehörde anzumelden?

Kein Problem. Sie können entweder bequem einen Zulassungsservice damit beauftragen oder alternativ auch eine Vertrauensperson als Vertreter zur Zulassungsstelle schicken. Wichtig dafür ist auf jeden Fall, dass Sie eine Vollmacht für die Kfz-Zulassung ausstellen.

Fahrzeugwechsel: Diese Kosten entstehen bei Ab- und Anmeldung

Bei einem Autowechsel kommen neben dem Anschaffungspreis noch weitere Kosten im Rahmen der Abmeldung des alten und Anmeldung des neuen Pkw hinzu. Einerseits fallen für die Nummernschilder selbst etwa 30 Euro pro Paar an. Andererseits erheben Zulassungsbehörden für einzelne Leistungen Gebühren, die preislich variieren können.

So ist die Höhe der Kosten beispielsweise abhängig vom Zulassungsbezirk oder ob der Fahrzeughalter wechselt oder nicht. Da es keine bundesweit einheitliche Gebührenordnung gibt, soll die folgende Aufstellung zumindest einen groben Überblick bieten über die Kosten, die bei der Zulassung entstehen können. Konkrete Preisauskunft erhält man bei der zuständigen Zulassungsstelle.

Am günstigsten ist die Abmeldung des alten Pkw mit bis zu zehn Euro. Die An- oder Ummeldung eines Kfz kostet in der Regel zwischen 20 bis 30 Euro, eine Neuzulassung je nach Art der Betriebserlaubnis auch schon mal rund 40 Euro. Wer Extrawünsche hat, zahlt auch mehr: für Wunschkennzeichen zum Beispiel bundesweit zusätzlich 10,20 Euro und bei Vorabreservierung noch weitere 2,60 Euro.

Alt-Tag: Fahrzeugwechsel: Grafik zeigt Gebührenübersicht mit durchschnittlichen Kosten für diverse Dienstleistungen der Kfz-Zulassungsstelle.

Schnellübersicht für Fahrzeugwechsler: Die Gebühren bei Zulassungsstellen können je nach Leistung und Ort variieren, deshalb besser vorher explizit nachfragen!

Welche Unterlagen brauche ich beim Fahrzeugwechsel für die Kfz-Zulassung?

Gute Vorbereitung spart Zeit und Nerven. Damit die Vorfreude bei einem Fahrzeugwechsel nicht durch Frust in der Zulassungsstelle gemindert wird, ist es immer gut, alles Nötige parat zu haben. Niemand hat Lust auf lange Wartezeiten. Deshalb am besten vorab online einen Termin vereinbaren und, sofern möglich, schon mal die wichtigsten Daten zur Anmeldung online eingeben.

Was auch noch für einen reibungslosen Ablauf bei der Zulassungsstelle sorgt: erstens das Wunschkennzeichen schon im Vorfeld reservieren und zweitens die Kennzeichen online besorgen. Im Internet gibt’s die Schilder nämlich deutlich günstiger als bei den Schilderbuden rund um die Zulassungsstelle, was wiederum wertvolle Euro spart.

Das brauchen Sie beim Fahrzeugwechsel für die Kfz-Zulassungsstelle:

Immer:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Die eVB-Nummer
  • Die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Ein SEPA-Mandat (Einzugsermächtigung) zum Einzug der Kfz-Steuer

Zusätzlich für einen Neuwagen:

  • Die EG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papiere) des Herstellers
  • Den Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) erstellt die Zulassungsstelle bei der Erstzulassung

Zusätzlich für einen Gebrauchtwagen:

  • Den Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
  • Bericht der letzten Hauptuntersuchung
  • Die alten Kennzeichen (nicht nötig, wenn Sie diese behalten wollen)

Kann ich mein altes Kennzeichen beim Fahrzeugwechsel behalten?

Ja, das ist auf Wunsch möglich. Geben Sie dazu bei der Abmeldung Ihres alten Pkw bei der Zulassungsstelle aber unbedingt direkt an, dass Sie Ihr altes Kfz-Kennzeichen für das neue Fahrzeug wieder nutzen wollen. Ihr Kennzeichen wird dann gegen Entrichtung einer geringen Verwaltungsgebühr für Sie reserviert.

Wenn Sie für Ihr künftiges Auto eine zuverlässige und günstige Autoversicherung suchen, dann wechseln Sie zu Verti, dem zweitgrößten Kfz-Direktversicherer Deutschlands. Nutzen Sie doch gleich hier unseren praktischen Online-Rechner, um Ihren Beitrag zu ermitteln. Falls Sie Fragen zu unseren Tarifen haben, können Sie uns telefonisch unter 030 – 890 003 003, per E-Mail oder über das Kontaktformular erreichen – unser Serviceteam berät Sie und hilft gern.

* Der Gutschein ist einmalig unter www.kroschke.de/shop/partner_verti einlösbar. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Nur bei einem Mindestbestellwert von 99,00 € gültig. Der Code ist nicht mit anderen Aktionen kombinierbar und nicht bar auszahlbar. Nur bis einschließlich 31.12.2022 gültig. Eine nachträgliche Anrechnung auf bereits vollzogene Online-Zulassungen ist nicht möglich.

Eine Versicherung, die sich lohnt

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