Wohnmobilversicherung: vergleichen und sparen

Auch für Wohnmobil-Fahrer gilt: erst Versicherungen vergleichen, dann wechseln. Lesen Sie hier, worauf Sie beim Tarifvergleich achten sollten.

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Laufzeit und Kündigung der Autoversicherung

Wie heißt es so schön: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Mit dem Ende des Sommers beginnt dafür wieder die Wechselsaison der Kfz-Versicherung. Auch für viele Wohnmobilisten endet das Versicherungsjahr zum 31. Dezember – womit der 30. November 2020 als Kündigungs-Stichtag naht. Vielleicht planen Sie ja schon Ihre nächste Reise in Ihrem „Heim auf Rädern“ Richtung Ostsee oder entlang blühender Lavendelfelder und Weinberge der Toskana.

Wer clever ist, nutzt jetzt die Zeit für einen Wohnmobil-Versicherungsvergleich und -Wechsel, um sich so im nächsten Jahr idealerweise über mehr Leistungen und geringere Prämien zu freuen – so bleibt mehr Geld in der Urlaubskasse für Ihren nächsten Familienausflug.

Kfz-Versicherung fürs Wohnmobil – Pflicht und freiwilliger Schutz

Die Wohnmobilversicherung erfordert, wie bei der Autoversicherung auch, mindestens die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung. Diese haftet bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die ein Wohnmobil-Fahrer anderen Verkehrsteilnehmern, sogenannten Dritten, zufügt.

Gewöhnlich liegt hier die Deckungssumme bei 100 Millionen Euro. Bei Personenschäden können die Deckungssummen verschiedener Anbieter stark variieren. Manche Versicherer zahlen beispielsweise 8 Millionen und andere (wie zum Beispiel Verti) 15 Millionen Euro pro geschädigter Person.

Wohnmobil-Halter können mit einer zusätzlichen Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung die Schadendeckung freiwillig erweitern und ihr eigenes Fahrzeug absichern. So haftet die Teilkasko zum Beispiel bei Schäden durch Diebstahl, Brand oder vielen Naturgewalten – die Vollkasko darüber hinaus auch bei selbstverschuldeten Unfallschäden sowie bei Schäden durch Vandalismus am eigenen Fahrzeug.

 
Können Sie bei der Wohnmobilversicherung sparen?
 
 

Teil- oder Vollkasko – Welcher Schutz passt zu mir und meinem Wohnmobil? 

Welcher Kasko-Schutz für Wohnmobilbesitzer empfehlenswert ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Im Einzelfall hängt es beispielsweise davon ab, wie häufig und wo Reisende mit ihrem Wohnmobil unterwegs sind, wie alt und wertvoll das Fahrzeug samt Ausstattung ist und nicht zuletzt, welchen finanziellen Spielraum ein Versicherungsnehmer hat.

Dennoch eine kleine Hilfestellung bei der Frage, ob und welcher Kasko-Schutz ratsam ist:

Ein Wohnmobil bietet bei Unwettern deutlich mehr Angriffsfläche als ein Pkw. Somit sind zum Beispiel Hagelschäden oder Steinschläge unterwegs keine Seltenheit. Auch Glasschäden können mal vorkommen. Kosten für solche Sachschäden können schnell die Urlaubskasse sprengen. Deshalb ist mindestens ein Teilkasko-Schutz für das Wohnmobil sehr zu empfehlen.

Je nach dem, wo die Reise hingeht, kann es auch mal rauer zugehen – ob bei langen Überfahrten auf Fähren oder auf so manchem Campingplatz. Wer sein Mobil über Teilkaskoschäden hinaus z. B. auch gegen Schäden durch Vandalismus absichern will, der sollte über eine Vollkasko nachdenken.

Die feinen Unterschiede zwischen Auto- und Wohnmobilversicherung 

Wohnmobile zählen, wie Autos auch, zu Kraftfahrzeugen. Jedoch unterscheidet sich die Versicherung eines Wohnmobils von der eines Pkws – zumindest in einigen wichtigen Details, insbesondere bei der Kaskoversicherung.

Deshalb sollte jeder, der sein Wohnmobil für die nächste Reisesaison versichern will, diverse Anbieter vergleichen und genau nachlesen, welche Leistungen im Einzelnen in den verschiedenen Tarifen enthalten sind. Dabei gilt es zum Beispiel auf folgende Unterschiede zu achten:

  • Als erstes fällt die kürzere Staffelung der Schadenfreiheitsklassen auf. Bei Autos reichen diese in der Regel bis SF 35. Da jeder Anbieter aber seine eigene Staffel ansetzen kann, finden sich hier auch Versicherer, die bis SF 60 hochgehen. Anders bei Wohnmobilen: hier gibt es in der Regel und abhängig vom Versicherer nur 20 SF-Klassen. Manche Anbieter staffeln sogar nur bis SF 10.
 
Tipp: 

Sind Sie evtl. schon länger bei einem Anbieter versichert, der nur maximal 10 SF-Klassen ansetzt, fahren aber schon seit über zehn Jahren mit Ihrem Wohnmobil unfallfrei? Dann sollten Sie unbedingt Anbieter vergleichen und einen Wechsel in Erwägung ziehen, denn: je höher Ihre SF-Klasse, desto niedriger kann Ihr Beitrag ausfallen!

 
  • Im Gegensatz zur Autoversicherung gibt es bei Wohnmobilen keine Einteilung in verschiedene Typklassen.
  • Glasschäden und Elementarschäden zählen mit zu den häufigsten an Wohnmobilen. Mit größeren Glasflächen als beim Pkw besteht ein erhöhtes Risiko für mehr und teurere Schäden. Einige Wohnmobilversicherungen erstatten Glasschäden deshalb nur bis zu einer bestimmten Kostengrenze.
  • Außerdem kommt es vor, dass Anbieter die Selbstbeteiligungsgrenze für Glasschäden und Hagelschäden an Wohnmobilen gesondert festlegen, sodass sich diese von der SB des restlichen Tarifs unterscheiden kann.
  • Die Neuwertentschädigung bei Wohnmobilen ist, im Vergleich zu den meisten Pkw-Tarifen, noch unüblich. Folglich erstatten bei Wohnmobil-Versicherern deutlich weniger Tarife bei Diebstahl oder Totalschaden den Neuwert, wenn das Wohnmobil nur 12 oder 24 Monate alt ist. Die Stiftung Warentest empfiehlt eine Neuwertentschädigung für mindestens 12 Monate.
  • Wer mit dem Wohnmobil gerne ferne Länder bereist, sollte beachten, dass manche Versicherer für bestimmte Länder (z. B. Marokko oder Tunesien) keinen Schutz vorsehen. Deshalb unbedingt vor jeder Auslandsreise mit der Wohnmobilversicherung klären, wie es mit dem Versicherungsschutz am gewünschten Reiseziel steht.

Diese Faktoren beeinflussen die Kosten der Wohnmobilversicherung 

Bei der Wohnmobilversicherung wirken sich sehr ähnliche Einflüsse wie bei der Autoversicherung auf die Höhe der Prämie aus, teils gibt es aber auch Unterschiede. So können bei der Risikoeinstufung neben den üblicherweise abgefragten Daten beispielsweise die Art des Aufbaus und der Bedachung sowie das Gewicht des Wohnmobils eine große Rolle spielen.

Hier sind einige Beispiele, welche Faktoren in Vergleichsrechnern von Wohnmobilversicherungen abgefragt werden und die Prämienhöhe beeinflussen können:

  • Gesamtneuwert bzw. Kaufpreis (inkl. eingebautes Mobiliar)
  • Baujahr und Gewicht des Wohnmobils
  • Art des Aufbaus
  • Material von Kabine und Dach
  • Alter und Anzahl der Fahrer
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Zusätzlicher Schutz: Teilkasko oder Vollkasko
  • Schadenfreiheitsklasse
 
Lohnt sich ein Wechsel für Sie?
 
 

Spartipps für die Wohnmobilversicherung 

Wer freut sich nicht über einige Euro mehr in der Urlaubskasse? Hier folgen einige Beispiele, an welchen Stellen Sparfüchse unter den Wohnmobilfahrern bares Geld sparen können:

  1. Rabatte und Sondertarife
    Nutzen Sie Rabatte, z. B. für bestimmte Berufsgruppen, bei Werkstattbindung oder bei Versicherung eines Zweitfahrzeugs. Bei Verti z. B. können Sie mit dem sogenannten Zweit-Fahrzeug-Tarif die gute SF-Klasse Ihres Autos oder Motorrads auch für Ihr Wohnmobil nutzen.
  2. Geschützter Stellplatz kann die Prämie senken
    Können Sie Ihr Wohnmobil sicher und überdacht abstellen? Dann sollten Sie unbedingt davon Gebrauch machen. Garagenparker zahlen unter Umständen weniger, als Halter, die ihr Wohnmobil auf öffentlichen Parkplätzen oder auf der Straße abstellen.
  3. Verkürzte Anmeldezeit / Saisonkennzeichen
    Melden Sie Ihr Wohnmobil nur so lange an, wie Sie es tatsächlich nutzen. Mit der Zulassung Ihres Wohnmobils mit einem Saisonkennzeichen sparen Sie nicht nur bei Ihrer Prämie, sondern zahlen auch weniger Kfz-Steuer.
  4. Günstigere Tarife für weniger anfällige Materialien
    Wählen Sie am besten schon beim Kauf ein Wohnmobil, dessen Dach und Außenwand aus glasfaserverstärkten Kunststoffen besteht – das macht einige Tarife günstiger. Im Fall von Hagelschlag ist dieses Material nämlich deutlich stabiler als Blech oder Aluminium.

Wohnmobile erfreuen sich immer steigender Beliebtheit

Es wundert nicht wirklich, dass der Wohnmobil-Bestand in Deutschland im Jahr 2019 laut einer aktuellen Statista-Studie zur Anzahl der Wohnmobile in Deutschland auf ein Rekordhoch von rund 533.000 Fahrzeugen angestiegen ist. 2010, also vor genau zehn Jahren, waren es noch rund 330.000 Wohnmobile. Besonders durch das sich in Corona-Zeiten verändernde Reiseverhalten dürfte der Trend zum Wohnmobil weiter steigen.

Zudem zeigen die Statista-Zahlen eine Trendwende im Vergleich zu Wohnwagenanhängern. Den sogenannten Caravans haben die komfortablen Reise- und Wohnmobile demnach mittlerweile längst in Punkto Beliebtheit den Rang abgelaufen.

„Süßer Vogel Freiheit“... Immer mehr Deutsche lieben es, unabhängig im „kleinen Heim auf vier Rädern“ zu verreisen und dabei die Ungebundenheit an Hotelanlagen, Strände oder Campingplätze zu genießen. Ist es an einem Ort nicht so schön oder zu voll, dann geht’s einfach wieder zurück auf die Straße auf der Suche nach dem nächsten hübschen Fleckchen Erde.

 
Tipp: 

Falls Sie schon für den nächsten heimischen Frühjahrs- oder Sommertrip die digitalen Landkarten und Reiseführer wälzen und noch Inspiration brauchen, wir hätten hier ein paar Tipps für schöne Wohnmobil-Routen in Deutschland.

 

Abschließend zum Vergleich von Wohnmobilversicherungen

Gut Ding braucht Weile, überstürzen Sie deshalb nichts.

Genauso bedacht, wie Sie ihre Reiseziele und Routen mit dem Wohnmobil planen, sollten Sie auch an den Vergleich der teils sehr unterschiedlichen Tarife und Leistungen verschiedener Anbieter herangehen. Online-Vergleichsportale sind gut für einen ersten Überblick und zur Orientierung.

In der engeren Auswahl sollten Sie dann die möglichen Tarife genauer überprüfen. Greifen Sie bei der Wohnmobilversicherung zu, die genau die Leistungen, die Ihrem Bedarf entsprechen, am günstigsten abdeckt. Ist Ihnen alles zu viel Aufwand? Dann können auch Makler helfen, um bestenfalls von speziellen Leistungen und Preisen zu profitieren.

Sind Sie jetzt schon wieder in Reiselaune und wollen pünktlich zum Ende des Vertragsjahres zu einer günstigen Wohnmobilversicherung wechseln? Dann berechnen Sie doch, wo Sie schon hier sind, gleich hier Ihre günstige Prämie mit unserem Online-Tarifrechner für Wohnmobile. 

Mit unseren Zusatzoptionen wie beispielsweise dem Schutzbrief oder Fahrerschutz können Sie Ihre Wohnmobilversicherung übrigens ganz nach Ihrem Bedarf ergänzen, flexibel und individuell. Haben Sie Fragen zu unseren Tarifen? Sie erreichen uns über E-Mail oder telefonisch unter 030-890 003 003 – unser Serviceteam berät Sie gern.