Selbst Reifen wechseln?

Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt es Ihnen

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Selbst Reifen wechseln? So schwer ist das nicht!

Für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr muss die Bereifung am Auto an Wetter- und Straßenverhältnisse angepasst sein. Vor allem bei Schnee und Eis sind Winterreifen oder zugelassene Allwetterreifen unverzichtbar. Fahren Sie im Winter ohne Winterreifen, drohen Bußgelder sowie Einschränkungen im Schutz der Kfz-Versicherung. Je nach Wetterlage kann sogar ein kurzfristiger Reifenwechsel notwendig sein.

Die meisten Kraftfahrer lassen ihre Reifen in der Werkstatt wechseln. Doch Sie können Ihre Bereifung auch eigenhändig austauschen. So müssen Sie Ihr Auto nicht in der Werkstatt lassen und Sie sparen auch Geld. Nachfolgend erläutern wir, wie Sie Autoreifen selbst wechseln.

Den Reifenwechsel vorbereiten

Prüfen Sie vor dem Wechsel, ob die zur Montage vorgesehenen Reifen noch in Ordnung sind. Die Autoreifen dürfen weder beschädigt sein, noch die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern unterschreiten. Die Experten vom ADAC raten sogar dazu, Winterreifen nicht weiter als 4 Millimeter abzufahren und Sommerreifen spätestens ab 3 Millimetern zu erneuern.

Entscheidend beim Reifenwechsel ist eine gute Vorbereitung. Neben den Reifen, die Sie am Fahrzeug anbringen möchten, sollten außerdem folgende Werkzeuge und Hilfsmittel bereitstehen:

  • Drahtbürste
  • Radkreuz oder Schlüssel mit passendem Nussaufsatz
  • Wagenheber

Nicht zwingend notwendig, jedoch hilfreich sind außerdem:

  • Arbeitshandschuhe
  • Drehmomentschlüssel
  • Sicherungskeil

Zunächst stellen Sie Ihr Fahrzeug auf einer ebenen und im Idealfall regensicheren Fläche ab. Anschließend werden die Reifen, die Sie montieren möchten, den einzelnen Positionen am Fahrzeug zugeordnet. Hierbei ist unbedingt zu prüfen, ob die Reifen eine Laufrichtung haben. Gerade bei Winterreifen ist dies häufig der Fall. Sofern der Reifenhersteller eine Laufrichtung vorschreibt, ist diese an der Reifenwand mittels Pfeil gekennzeichnet.

Selbst Reifen wechseln - Schritt für Schritt?

  1. Bevor es losgeht, legen Sie bei ausgeschaltetem Motor den ersten Gang ein. Ziehen Sie die Handbremse an und sichern Sie das Fahrzeug gegen Wegrollen am besten zusätzlich mit einem Sicherungskeil ab.
  2. Sofern notwendig, entfernen Sie die Radzierblenden, um Zugriff auf die Schrauben an der Felge zu erhalten. Lockern Sie sämtliche Schrauben um jeweils eine Viertelumdrehung. Dieser Schritt sollte vor dem Aufbocken erfolgen, weil sich die Räder so nicht mitdrehen und dadurch das Lösen erleichtert wird.
  3. Nun können Sie das Auto – wie vom Hersteller in der Bedienungsanleitung vorgesehen – mit dem Wagenheber aufbocken.
  4. Lösen Sie sämtliche Schrauben jedes einzelnen Rades, um es anschließend abzunehmen.
  5. Setzen Sie nun das neue Rad an und sichern Sie es durch Anziehen einer Schraube. Setzen Sie die restlichen Schrauben ein und ziehen Sie diese leicht an. Anschließend lassen Sie das Fahrzeug wieder ab, bocken es erneut auf und wiederholen die Schritte an den restlichen Rädern.

Nach dem Reifenwechsel: Reifendruck prüfen und Reifen richtig einlagern

Unmittelbar nach dem Reifenwechsel sollten Sie die nächstgelegene Tankstelle aufsuchen, um den Reifendruck zu messen und ihn gegebenenfalls anzupassen. Der optimale Reifendruck findet sich meist als Hinweis im Tankdeckel des Autos. Nach 50 bis 100 gefahrenen Kilometern ist zu überprüfen, ob alle Schrauben am Rad weiterhin fest sitzen. Hierfür greifen Sie am besten erneut zum Drehmomentschlüssel.

Die abgenommenen Räder lagern Sie – nachdem Sie sie gereinigt und beschriftet haben – idealerweise in einem dunklen, trockenen und kühlen Raum. Es bietet sich an, die Räder übereinander zu stapeln und mit einer Plane abzudecken.

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