Auto quietscht beim Fahren – Ist das schlimm?

Das Quietschen beim Autofahren ist nicht nur nervig, sondern kann auch auf gefährliche Mängel hindeuten. Was kann nun der Grund für das Geräusch sein?

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Auto quietscht beim Fahren – Ist das schlimm?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Autos mit der Zeit ungewöhnliche Geräusche entwickeln und beispielsweise beim Fahren quietschen. Autofahrer gehen mit solch einer Situation zum Teil sehr verschieden um. Während die einen das Geräusch einfach ignorieren, stellen sich andere die Frage, ob sie noch weiterfahren können.

Ganz unberechtigt ist diese Frage nicht. Ganz egal, ob es knackt, schleift oder quietscht, normal sind solche Geräusche nicht und deshalb fast immer auf Verschließ oder Defekte zurückzuführen. Dies kann wiederum bedeuten, dass das Fahrzeug womöglich in absehbarer Zeit ausfällt – und niemand möchte unterwegs eine Panne erleiden.


Auto quietscht beim Fahren – daran kann es liegen


Das Spektrum an Ursachen, die Quietschgeräusche am Fahrzeug verursachen, könnte breiter nicht sein. Es gibt Tausende möglicher Gründe, weshalb das Stellen einer „Ferndiagnose“ nahezu unmöglich ist. Allerdings treten einige Gründe besonders häufig auf:

Geräusche gehen von Kfz-Teilen aus, die sich bewegen. Entsprechend häufig zeigen sich Räder für die Entstehung ungewöhnlicher Töne verantwortlich. Vor allem Bremsbeläge und Bremsscheiben zählen zu den häufigsten Verursachern. Aber auch Radlager können, sofern sie beschädigt oder verschlissen sind, laute Geräusche erzeugen – insbesondere beim Fahren in Kurven. Ein weiterer Kandidat im Bereich der Reifen sind Ankerbleche. Deren Aufgabe besteht darin, die Bremsen vor Steinschlägen und ähnlichen Einwirkungen zu schützen. Sie können jedoch durchrosten und sich dann lösen, sodass sie während des Fahrens scheppern oder schleifen.

Die Radaufhängung ist ein weiterer Kandidat. Sollten Teile der Aufhängung gebrochen oder anderweitig beschädigt sein, treten oftmals Quietschgeräusche oder ein Klappern auf. Ebenso ist der Antriebsstrang als weitere Geräuschquelle in Betracht zu ziehen. Angenommen, die Kupplung oder das Getriebe sind beschädigt, so ist die Entstehung von Geräuschen nicht auszuschließen.

Geräusche sind nicht nur auf verschlissene oder defekte Kfz-Teile zurückzuführen. Sie können außerdem nach einer Wartung auftreten. Eine häufige Lärmquelle sind gewechselte Riemen. Es kommt vor, dass sie sich erst noch „einlaufen“ müssen und somit in der Anfangszeit Geräusche erzeugen.

Im Regelfall werden Fahrzeugbesitzer von einem Mitarbeiter der Werkstatt auf diese Möglichkeit hingewiesen. Andernfalls könnte es sein, dass ein Quietschen oder Surren auf einen Fehler bei der Wartung zurückzuführen ist. Dann ist es empfehlenswert, lieber noch einmal nachzufragen und sich zu vergewissern, anstatt ein unnötiges Risiko einzugehen.


Quietschendes Geräusch beim Fahren – zuerst prüfen, dann weiterfahren


Ob Klackern, Schleifen oder Quietschen beim Fahren – derartige Geräusche sollen nicht sein. Sie deuten fast immer auf technische Probleme hin, die zu einem Ausfall des Fahrzeugs oder im schlimmsten Fall sogar zu einem Unfall führen können. Deshalb ist es entscheidend, solche Geräusche nicht einfach hinzunehmen, sondern zu handeln. Nur so ist es möglich, das Pannen- und Unfallrisiko auf ein Minimum zu senken.

Wer sich mit Kfz-Technik nicht auskennt und verunsichert ist, sollte einen Spezialisten befragen. Im Vorteil befinden sich diejenigen, die über eine Mitgliedschaft in einem Automobilclub oder eine Kfz-Versicherung mit einem leistungsstarken Schutzbrief verfügen. Dann ist es im Regelfall möglich, das Fahrzeug direkt vor Ort von einem Experten in Augenschein nehmen zu lassen. Ob hierdurch Kosten entstehen, hängt von den jeweils geltenden Vereinbarungen ab. Häufig ist der Service kostenfrei.

Sollte die Situation auf kein akutes Problem hindeuten, das eine Weiterfahrt ausschließt, können Sie stattdessen auch direkt eine Werkstatt ansteuern. Wichtig ist nur, dass dies sehr zeitnah geschieht, um kein unnötiges Risiko einzugehen.