Auto-Kratzer selbst ausbessern

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Auto-Kratzer selbst ausbessern

Kratzer im Autolack sind zwar ärgerlich, lassen sich im Alltag allerdings kaum vermeiden. Schon wenn Sie einmal zu nah an einem Strauch am Straßenrand vorbeifahren oder unter einem Baum mit Vogelnestern parken, kann ein Lackschaden als Spur zurückbleiben. Die gute Nachricht: Beschädigungen der Lackschicht können Sie oft selbst beheben, einen teuren Profi müssen Sie nicht unbedingt einschalten. Vor allem bei älteren Fahrzeugen und bei kleinen Beschädigungen lohnt es sich, selbst Hand anzulegen. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Auto-Kratzer im Lack und andere Lackschäden ausbessern.

 
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Kleine Lackkratzer einfach wegpolieren


Entscheidend für die erfolgreiche Beseitigung des Lackschadens ist die Tiefe des Kratzers. Handelt es sich nur um eine oberflächliche Beschädigung, genügt es oftmals, die betreffende Stelle am Auto zu polieren. Dazu können Sie eine handelsübliche Autopolitur verwenden. Dieser enthält mikroskopisch kleine Schleifpartikel, die den Kratzer entfernen.

Bevor Sie allerdings zur Tube greifen, sollten Sie die zerkratzte Stelle gründlich reinigen und entfetten. So verhindern Sie, dass Sie beim Polieren kleine Schmutzpartikel in den Lack einreiben. Reinigen Sie die Stelle zunächst mit aufgeschäumtem Autoshampoo – um verkrustete Verunreinigungen aufzuweichen – und anschließend mit Reinigungsbenzin und einem Wattestäbchen.

Sind die Kratzer sehr klein, können Sie auch eine Lupe zu Hilfe nehmen, um präzise arbeiten zu können. Kleine, festsitzende Partikel im Kratzer lassen sich mit einem spitzen Bastelmesser punktuell entfernen.

Nach der Reinigung lassen Sie die betroffene Stelle gut trocknen. Anschließend tragen Sie die Autopolitur gleichmäßig auf die zerkratzte Stelle auf. Mit einem weichen Baumwoll- oder Microfasertuch verreiben Sie die Politur vorsichtig in kreisförmigen, sanften Bewegungen.


Was tun bei einem tieferen Lackschaden?


Etwas anspruchsvoller ist das Ausbessern tieferer Kratzer. Ist das Blech sichtbar, reicht eine Lack-Aufbereitung mit Politur nicht. Hier benötigen Sie einen Lackstift in dem Originalfarbton Ihres Fahrzeugs. Bei einem 2-Schicht-Metalliclack muss vor dem Buntlack sogar ein Basislack aufgetragen werden.

Wenn Sie kein Reparatur-Set haben, tragen Sie die Lacke mit einem dünnen Pinsel (und mithilfe der Lupe) nacheinander präzise auf – jede Schicht muss gut durchtrocknen, bevor die nächste aufgetragen wird. Zum Schluss füllen Sie den Kratzer mit Klarlack auf. Diese Schicht kann etwas dicker werden, denn sie wird nach der 24-Stunden-Trocknungszeit mit einem sehr feinen Schleifblock plan geschliffen. Anschließend erfolgt die Politur.

Sie können sich aber auch schnell ein Lackreparatur-Set besorgen. Mit so einem Set geht die Reparatur leichter von der Hand und es enthält alles, was Sie benötigen. Hier ist jedoch auch sehr wichtig, dass Sie den farblich passenden Lackstift verwenden.


  • Tipp:
    • Jeder Autolack ist durch eine dreistellige Ziffernfolge gekennzeichnet. Welche Lack-Nummer Sie für Ihr Auto benötigen, können Sie der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs entnehmen.
 

Tiefe Auto-Kratzer mit Reparatur-Set ausbessern – so gelingt es


Wenn Sie tiefe Kratzer im Lack selbst beseitigen wollen, können Sie zu vielen unterschiedlichen Reparatur-Sets greifen. Die Lackreparatur erfordert bei jeder Technik ein wenig handwerkliches Geschick, sie ist aber machbar. Folgen Sie am besten der Anleitung des jeweiligen Sets. Im Allgemeinen gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Sie waschen und reinigen den Lack gründlich und trocknen ihn ab.
  2. Dann entfernen Sie Wachs- und Polierrückstände mit einem Silikonentferner.
  3. Tragen Sie nun ein paar Tropfen aus dem Lackstift auf den beiliegenden Gummispachtel auf. Nun ziehen Sie den Spachtel über die beschädigte Fläche so, dass der Flüssiglack die Schäden hauchdünn bedeckt. Lassen Sie den Lack trocknen.
  4. Anschließend tragen Sie die flüssige Lackreparatur kurz mit einem Poliertuch auf. So entfernen Sie u. a. den überschüssigen Buntlack.
  5. Zum Schluss polieren Sie die Stelle mit einer Autopolitur auf.

  • Tipp:
    • Wenn Sie nur eine kleine Lackfläche aufbereiten, können unschöne Abweichungen zum Rest des Autolackes entstehen. Arbeiten Sie also nicht punktuell, sondern waschen und polieren Sie am besten immer mindestens eine ganze Einheit der Karosserie.

Wenn Sie feststellen, dass sich der Auto-Kratzer so nicht ausbessern lässt, lohnt sich der Gang zu einem Profi. Insbesondere tiefe Kratzer, die bis zum Metall vordringen, sollten Sie beseitigen lassen. So hat Rost keine Chance.

Grundsätzlich empfiehlt es sich auch, das Auto regelmäßig zu reinigen, um Lackschäden vorzubeugen. Wie eine Handwäsche am besten gelingt, erfahren Sie in unserem Ratgeber "Auto putzen leicht gemacht".

 
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Was greift Autolack an?


Viele Umwelteinflüsse und Einwirkungen (sowohl mechanische als auch chemische) sind potenziell schädlich für den empfindlichen Autolack. Der Autolack ist ungefähr so dünn, wie ein Fingernagel (durchschnittlich 100 µ bis 110 µ) – kein Wunder also, dass er schnell Kratzer bekommt. Was nun den Autolack beschädigen kann? Hier kommt die Liste der typischen Autolack-Feinde, die Sie – so gut es geht – fern von dem Autolack halten sollten:

Mechanische Schäden entstehen oft durch:

Chemische Schäden (matte Oberfläche) werden oft durch folgende Stoffe verursacht:

  • Handcreme
  • Baumharz und Pollen
  • Insekten- und Vogelkot
  • Streusalz
  • Nagellackentferner, Rasierschaum (Bitte nicht zur Lackreinigung verwenden!)

Chemische Verunreinigungen – wenn sie den Lack noch nicht vollständig durchätzt haben – lassen sich durch Schleifen und Polieren entfernen.

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