Wohnmobilversicherung vergleichen: Worauf Sie achten müssen

5 Min Worauf sollte man bei der Wahl der richtigen Wohnmobilversicherung achten? Wie kann die Versicherungsprämie gesenkt werden? Und braucht man eine Kaskoversicherung? Lesen Sie hier alles zum Thema Wohnmobilversicherung

31.03.2022
Ines Rietzler
5 Min
Camping ist seit Jahren im Trend und erlebte in Corona-Zeiten einen noch größeren Boom. Hat man doch so sein eigenes Zuhause dabei, ist flexibel und muss sich nicht mit anderen Gästen um das Buffet drängen. Fast 80.000 Wohnmobile wurden im Jahr 2021 neu zugelassen. Ist der neue Camper unterwegs oder will man die Versicherung wechseln, kann man online die verschiedenen Tarife für die Wohnmobilversicherung vergleichen. Der Artikel klärt, worauf dabei zu achten ist.

Wohnmobilversicherung vergleichen: Die wichtigsten Faktoren

Diese Faktoren spielen beim Vergleich einer Wohnmobilversicherung eine Rolle:

  • Kaskoversicherung für das Wohnmobil: Wird eine Teil- oder Vollkaskoversicherung benötigt, oder reicht die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflicht aus?
  • Kosten der Wohnmobilversicherung: Gibt es Rabatte oder andere Möglichkeiten, um bei der Prämie zu sparen – zum Beispiel eine Werkstattbindung?
  • Schadenfreiheitsklassen bei Wohnmobilen: In welche Schadenfreiheitsklasse wird man eingestuft?
  • Leistungen der Wohnmobilversicherung: Welche Leistungen sind inklusive? Welche Schäden sind abgedeckt?
  • Versicherungsschutz im Ausland: Wie gut ist das Wohnmobil im Ausland abgesichert?
Günstige Wohnmobilversicherung gesucht?

Wohnmobilversicherung Kosten: Diese Faktoren bestimmen den Preis

Bei der Wohnmobilversicherung wirken sich ähnliche Faktoren auf die Höhe der Versicherungsprämie aus wie bei der Autoversicherung. Dazu gehören:

  • Gesamtneuwert beziehungsweise Kaufpreis des Wohnmobils inklusive Mobiliar
  • Baujahr beziehungsweise Erstzulassung
  • Gewicht
  • Art des Aufbaus
  • Material von Kabine und Dach
  • Stellplatz des Wohnmobils
  • Alter und Anzahl der Fahrer
  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Wahl von Teilkasko oder Vollkasko
  • Schadenfreiheitsklasse
Grafik Wohnmobilversicherung Vergleich – auf diese Punkte achten

Wohnmobil versichern: Welche Versicherung ist Pflicht?

Genau wie für Autos ist für Wohnmobile und Camper-Vans eine Kfz-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben. Diese übernimmt Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die bei anderen verursacht werden.

Darüber hinaus kann das Wohnmobil freiwillig durch eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung abgesichert werden.

Kaskoversicherung für das Wohnmobil wählen: Welche ist sinnvoll?

Welcher Kaskoschutz für Wohnmobilfahrer empfehlenswert ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Die Teilkaskoversicherung springt bei Schäden am Fahrzeug ein, die nicht selbst verursacht werden, zum Beispiel bei sogenannten Elementarschäden wie Hagel- oder Sturmschäden. Die Vollkaskoversicherung deckt darüber hinaus fast alle Schäden am Wohnmobil ab, egal ob selbst oder durch andere verschuldet. Dazu gehören auch Schäden durch Vandalismus.

Für welchen Kaskoschutz sich Camper entscheiden sollten, hängt immer auch von der individuellen Situation ab. Diese Überlegungen können bei der Entscheidung helfen:

  • Wie häufig wird das Wohnmobil genutzt?
  • Wie alt ist es?
  • Wie wertvoll ist es samt Ausstattung?

Nicht zuletzt spielt natürlich die individuelle finanzielle Situation eine Rolle.

Mietwohnmobilversicherung: Was müssen Sie beachten?

Wenn Sie kein eigenes Wohnmobil haben, sondern lediglich eines für den Urlaub mieten, ist die Kfz-Haftpflicht sowie die Vollkaskoversicherung meistens im Mietpreis enthalten – sofern Sie dieses über einen gewerblichen Anbieter oder eine Online-Plattform mieten. Mieten Sie ein Wohnmobil in Deutschland und wollen damit ins Ausland fahren, sollten Sie vorher abklären, ob Versicherungsschutz für Ihr Reiseziel besteht. Oft muss für Nicht-EU-Länder wie die Türkei der Versicherungsschutz erweitert werden. Mieten Sie ein Wohnmobil in den USA, sollten Sie beachten, dass dort die Versicherungssummen meist viel niedriger sind als in Deutschland, jedoch gleichzeitig hohe Schadenersatzleistungen üblich sind. Hier sollten Sie über eine Zusatzversicherung nachdenken.

Wohnmobilversicherung: Unterschiede bei Leistungen und Auslandsschutz

Wer nach der richtigen Wohnmobilversicherung sucht, stößt auf unterschiedliche Leistungsumfänge, zum Beispiel beim Auslandsschutz. Diese Punkte sollten beim Versicherungsvergleich beachtet werden:

  • Glasschäden sowie Elementarschäden kommen bei Wohnmobilen häufiger vor als bei Autos. Denn die Glasfläche bei Wohnmobilen ist meist größer als die eines Pkw. Das Wohnmobil steht außerdem häufiger draußen und ist daher anfälliger für Schäden durch Sturm und Gewitter. Deshalb erstatten manche Versicherer solche Schäden nur bis zu einer bestimmten Kostengrenze und berechnen auch die Selbstbeteiligung dafür gesondert.
  • Schäden am Vorzelt oder am Inventar des Wohnmobils sind durch die Wohnmobilversicherung nicht abgedeckt. Dafür muss gegebenenfalls ein Zusatzschutz, zum Beispiel in Form einer Camping-Versicherung, abgeschlossen werden.
  • Im Vergleich zu den meisten Pkw-Tarifen ist eine Neuwertentschädigung bei Wohnmobilen noch unüblich. Viele Versicherer erstatten daher bei Diebstahl oder Totalschaden den Widerbeschaffungswert, also die Summe, die für ein vergleichbares Fahrzeug bezahlt werden müsste.
  • Auch beim Auslandsschutz gibt es Unterschiede. In der Regel ist man innerhalb Europas abgesichert. Hier sollte man jedoch vor Abschluss der Wohnmobilversicherung genau prüfen, in welchen Ländern man versichert ist und für welche gegebenenfalls eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden muss.

Schadenfreiheitsklassen in der Wohnmobilversicherung

Oftmals gibt es bei der Wohnmobilversicherung eine geringere Anzahl an Schadenfreiheitsklassen als bei der Autoversicherung. Pauschalisieren lässt sich dies aber nicht, da jeder Versicherer eine andere Staffelung hat.

Wichtig ist bei der Wahl der Wohnmobilversicherung: Je länger die Schadenfreiheitsstaffel, kurz SF-Staffel, desto höher fällt der Rabatt bei langjähriger Unfallfreiheit aus. Hat sich der Wohnmobilhalter zum Beispiel bereits 40 schadenfreie Jahre erfahren, der Versicherer nutzt aber nur eine SF-Staffel bis maximal SF10 für Wohnmobile, dann gehen ihm 30 Jahre verloren. Daher wäre in diesem Fall ein Versicherer mit einer längeren SF-Staffel, beispielsweise bis SF60, vorzuziehen.

Bei der Wohnmobilversicherung sparen?

Wohnmobilversicherung vergleichen und sparen: Die besten Tipps

Es gibt einige Möglichkeiten für Wohnmobilbesitzer, bei der Versicherungsprämie zu sparen. Die besten Tipps haben wir hier zusammengefasst:

  1. Rabatte und Sondertarife nutzen
    Viele Versicherer bieten günstigere Konditionen an, wenn man sich zum Beispiel für eine Werkstattbindung entscheidet oder das Wohnmobil als Zweitfahrzeug versichert. Bei Verti gibt es einen Sondertarif für Wohnmobile: Im besten Fall kann so mit einer Schadenfreiheitsklasse von 60 gestartet werden, sofern ein versicherter Pkw ebenfalls in diese eingeordnet wurde.
  2. Selbstbeteiligung erhöhen
    Es gilt: Je höher die Selbstbeteiligung, desto geringer die Prämie.
  3. Geschützten Stellplatz finden
    Wer das Wohnmobil in einer Garage oder einem überdachten Stellplatz unterbringen kann, zahlt oftmals weniger als Halter, die das Fahrzeug auf öffentlichen Parkplätzen oder Straßen abstellen müssen.
  4. Verkürzte Anmeldezeit beziehungsweise Saisonkennzeichen wählen
    Camper sollten ihr Wohnmobil nur so lange anmelden, wie sie es tatsächlich nutzen. Durch die Zulassung mit einem Saisonkennzeichen kann nicht nur Versicherungsprämie eingespart werden, sondern man zahlt auch weniger Kfz-Steuer.
  5. Beim Kauf schon an die Versicherung denken
    Wer sich beim Kauf für ein Wohnmobil entscheidet, dessen Dach und Außenwand aus glasfaserverstärkten Kunststoffen besteht, kann ebenfalls bei der Versicherung sparen. Denn solche Materialien sind zum Beispiel weniger anfällig für Hagelschäden als Blech oder Aluminium.
  6. Flexible Wohnmobilversicherung wählen
    Warum sollten Wohnmobilbesitzer für Leistungen zahlen, die sie gar nicht brauchen? Sie sollten daher beim Vergleich darauf achten, dass sie die Versicherung individuell auf ihren Bedarf anpassen können, zum Beispiel durch Zusatzleistungen.

Wohnmobilversicherung von Verti: Ab 20,90 Euro im Monat versichert

Sind Sie schon in Reiselaune und wollen bald mit Ihrem Wohnmobil los? Dann sollten Sie mit dem guten Gefühl fahren, dass Ihr Zuhause auf Zeit im Ernstfall gut abgesichert ist. In unserem Online-Tarifrechner können Sie schnell und einfach die Versicherungsprämie für Ihr Wohnmobil berechnen.

Mit unseren Zusatzoptionen wie dem Schutzbrief oder dem Fahrerschutz können Sie Ihre Wohnmobilversicherung individuell auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Haben Sie Fragen zur besten Absicherung Ihres Wohnmobils? Wir helfen Ihnen gern! Sie erreichen uns telefonisch unter 030-890 003 003 oder per E-Mail unter service-leben@verti.de.

Eine Versicherung, die sich lohnt

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