Umweltschonendes Fahren: Die besten Tipps

4 Min Maßnahmen zum umweltschonenden Fahren helfen der Umwelt, sparen Geld und erhöhen die Verkehrssicherheit. Aber wie fährt man kraftstoffsparend und umweltbewusst? Die besten Tipps haben wir hier zusammengefasst

08.03.2022
Ines Rietzler
4 Min
Wer umweltbewusst und kraftstoffsparend fährt, tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch für den eigenen Geldbeutel. Trotzdem wissen viele Autofahrer nicht, wie man umweltschonend fährt und welche Maßnahmen wirklich etwas bringen, wenn man kein E-Auto besitzt. Auch der ein oder andere Mythos zum Spritsparen kursiert im Netz. Damit ist jetzt Schluss, wir klären auf: Wie geht umweltschonendes Fahren?

Welche Maßnahme kann zum umweltschonenden Fahren beitragen?

Die richtige Vorbereitung für die Fahrt, eine umweltschonende Fahrweise und die ein oder andere technische Überprüfung: Das sind die Zutaten für umweltschonendes und energiesparendes Fahren. Deshalb haben wir die besten Tipps für umweltschonendes Fahren in diesen Kategorien zusammengefasst.

Umweltbewusst Fahren: Auf die richtige Vorbereitung kommt es an

Schon bevor die Fahrt los geht, können Autofahrer die Weichen für umweltschonendes Fahren stellen. Diese Punkte sollten sie dabei beachten:

  • Den Reifendruck kontrollieren: Wer regelmäßig den Luftdruck seiner Reifen kontrolliert, spart Sprit. Denn zu wenig Luft erhöht den Kraftstoffverbrauch und sorgt dafür, dass die Reifen schneller verschleißen. Ein zu niedriger Reifendruck um 0,5 bar erhöht beispielsweise den Kraftstoffverbrauch schon um rund 5 Prozent. Schätzungsweise könnten Autofahrer mit dem richtigen Reifendruck im Jahr 84 Euro sparen und den Ausstoß von 140 Kilogramm CO2-Emmissionen einsparen. Laut Experten können Autofahrer ohne Bedenken den höchsten zugelassenen Reifendruck für ihr Fahrzeug einfüllen.
  • Auf gute Reifen setzen: Der ADAC empfiehlt, beim Kauf der Reifen auf einen geringen Rollwiderstand zu setzen. Mit dahingehend optimierten Reifen könne man bis zu 0,5 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer sparen, so der Automobilclub.
  • Unnötigen Ballast reduzieren: Autofahrer sollten alles aus ihrem Auto räumen, was sie nicht unbedingt benötigen. Denn unnötiger Ballast wirkt sich auf den Spritverbrauch aus. Vor allem Dachträger, Dachboxen oder Fahrradträger sollten abmontiert werden, sobald sie nicht mehr gebraucht werden. Ein leerer Dachträger kann bei einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde für einen Mehrverbrauch von circa 10 Prozent sorgen.
  • Beste Strecke wählen: Moderne Navis können heute bereits die ökonomischste Strecke anzeigen, zum Beispiel, indem Steigungen vermieden werden und damit Sprit gespart wird. Außerdem helfen Navis dabei, Staus zu umfahren, was sich ebenfalls spritsparend auswirken kann. Denn auch ein Umweg ist meist besser als langwieriges Stop-and-Go. Übrigens: Bei Kurzstrecken sollte man sich generell überlegen, ob man dafür das Auto braucht. Denn im Durchschnitt verbraucht man auf den ersten hundert Metern 30 Liter pro 100 Kilometer.

Mythos: Warmlaufen lassen spart Sprit
Dass Sie Sprit sparen, indem Sie den Motor im Stand warmlaufen lassen, ist ein absoluter Mythos. Im Gegenteil: Damit schaden Sie nicht nur der Umwelt, sondern möglicherweise sogar dem Motor – vor allem bei niedrigen Temperaturen. Außerdem bringt diese Maßnahme rein gar nichts. Ein ADAC-Test hat ergeben, dass ein Motor im Stand rund 20 Minuten laufen müsste, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Wer seinen Motor warmlaufen lässt, riskiert außerdem ein Bußgeld: Denn das Warmlaufenlassen ist verboten! Erst im Jahr 2020 wurde das entsprechende Bußgeld auf 80 Euro erhöht.

Was für umweltschonendes und energiesparendes Fahren wichtig ist

Während der Fahrt können Autofahrer ihre Fahrweise so anpassen, dass sie die Umwelt schonen, die Verkehrssicherheit erhöhen und Kraftstoff sparen. So geht umweltschonendes Fahren:

  1. Mit niedriger Drehzahl fahren
    Autofahrer sollten mit möglichst geringer Drehzahl fahren, das heißt, möglichst früh in einen höheren Gang schalten und möglichst spät zurückschalten. Moderne Motoren verbrauchen zwischen 1.500 und 2.500 Umdrehungen pro Minute am wenigsten. Daher sollte man ab 30 Kilometern pro Stunde in den dritten Gang schalten und ab Tempo 50 im fünften oder sechsten Gang unterwegs sein. Wer bei Tempo 60 im dritten Gang fährt, verbraucht zum Beispiel rund 25 Prozent mehr Sprit als bei derselben Geschwindigkeit im fünften Gang.
  2. Vorausschauend Fahren
    Umweltschonendes Fahren erhöht gleichzeitig die Verkehrssicherheit, wenn Autofahrer vorausschauend fahren. Anfahren und Beschleunigen verbraucht besonders viel Sprit. Das bedeutet konkret: nicht stark beschleunigen, nicht abrupt bremsen und im Verkehr „mitschwimmen.“ Sieht man beispielsweise schon von weitem eine rote Ampel, kann man langsam darauf zurollen, ohne Gas zu geben. Springt die Ampel derweil wieder auf grün, kann man oft aus dem Fahren heraus wieder beschleunigen, ohne anzuhalten. Wer vorausschauend fährt, kann gleichzeitig auch dichtes Auffahren vermeiden und immer genügend Abstand zum Vorausfahrenden einhalten. So erhöht sich auch die Verkehrssicherheit.
    Um vorausschauend zu fahren, hilft auch der Tempomat. Denn dieser unterstützt eine beständige Fahrweise und spart Energie. Wer einen hat, sollte diesen so oft es geht nutzen.
  3. Höchstgeschwindigkeit nicht ausnutzen
    Klar ist, je schneller man fährt, desto mehr Sprit verbraucht man. Nach Angaben des ADAC verbraucht ein Mittelklassewagen um bis zu zwei Drittel mehr Kraftstoff, wenn er statt 100 Kilometer 160 Kilometer pro Stunde fährt. Wer dagegen auf der Autobahn konstant zwischen 100 bis 130 Kilometer pro Stunde unterwegs ist, schont den Geldbeutel und damit die Umwelt. Außerdem fällt die Zeit, die man sich durch schnelles Fahren spart, meistens kaum ins Gewicht.
  4. Motor ausschalten bei längerem Halt
    In der Straßenverkehrsordnung steht, dass es verboten ist, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen. Dazu gehört das Warten im Stau, an einem Bahnübergang oder an einer Baustelle. Wer in diesen Situationen den Motor abstellt, schont die Umwelt, spart Sprit und vermeidet Lärm. Wer keine Start-Stopp-Automatik hat, sollte den Motor selbst abstellen. Laut ADAC gilt die Faustregel: Wer länger als 20 Sekunden steht, sollte den Motor ausschalten.
  5. Elektronische Geräte abschalten
    Niemand sollte im Auto frieren oder schwitzen, trotzdem sollte man sich überlegen, welche technischen Geräte während der Fahrt notwendig sind und welche nicht. Vor allem Sitzheizung und Klimaanlage verbrauchen Energie und damit Sprit. Eine Klimaanlage kann zum Beispiel je nach Fahrzeugmodell und Einsatzzeit zu einem Mehrverbrauch zwischen 0,3 und 1,5 Litern pro 100 Kilometer führen, Sitzheizungen zu circa 0,5 Litern pro 100 Kilometer.
Grafik 5 Maßnahmen für umweltschonendes Fahren

Mit diesen 5 Tipps garantiert umweltschonend fahren

Übrigens: Das Argument „bringt doch eh nichts“ lässt sich widerlegen. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums könnten in Deutschland allein durch sparsames Fahren jährlich rund 5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Umweltschonend unterwegs im Elektroauto?

Voraussetzung für umweltschonendes Fahren: Technik überprüfen

Neben dem Ausschalten der technischen Geräte, die man während der Fahrt nicht braucht, gibt es noch andere technische Maßnahmen, die für umweltschonendes Fahren wichtig sind. Dazu gehört die regelmäßige Kontrolle der Motoreinstellungen, insbesondere der Zünd- und Einspritzanlage sowie Kraftstoff- und Luftzufuhr. Daher sollten Autofahrer ihr Fahrzeug regelmäßig zur Inspektion bringen. Der Motorluftfilter kann zum Beispiel Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch haben. Auch ein regelmäßiger Ölwechsel kann den Verbrauch positiv beeinflussen.

Umweltschonend unterwegs mit E-Auto oder Car-Sharing
Die genannten Maßnahmen setzen voraus, dass Sie ein eigenes Auto haben. Natürlich helfen Sie der Umwelt am meisten, wenn Sie Fahrgemeinschaften und Car-Sharing nutzen oder ein E-Auto fahren.

Sie haben ein E-Auto? Dann sind Sie bereits umweltbewusst unterwegs. Das wird belohnt! Bei Verti gibt es 10 Prozent CO2-Rabatt für umweltfreundliche Fahrzeuge bis Ende 2030. Falls Sie also schon ein reines E-Fahrzeug fahren oder Ihr Auto maximal 2,2 Tonnen wiegt und dabei einen CO2-Ausstoß von weniger als 110 Gramm pro Kilometer verursacht, dann prüfen Sie doch gleich in unserem Online-Tarifrechner, ob auch Sie von unserem 10-Prozent-Rabatt profitieren können.

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Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier:

Eine Versicherung, die sich lohnt

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