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Tipps & Checkliste: Worauf achten beim Autokauf?

6 Min Worauf kommt es beim Autokauf eines Gebrauchtwagens an? Welche Checkliste sollten Sie bei einer Probefahrt abhaken? Hier erhalten Sie Tipps für Fahrzeugcheck und Preisverhandlung.

Gebrauchtwagen-Checkliste und Tipps für den Autokauf

Die Ansprüche an einen Gebrauchtwagen sind vielfältig: Gut soll er aussehen, ordentlich Power unter der Haube haben, keine CO₂-Schleuder und dazu noch bezahlbar sein. Für den einen spielt der Preis die maßgebliche Rolle, für den anderen ist viel Stauraum das ausschlaggebende Kriterium. Aber wissen Sie, worauf Sie wirklich beim Autokauf eines Gebrauchtwagens achten müssen? Von der Probefahrt bis hin zum Versicherungsschutz – die wichtigsten Tipps zum Gebrauchtwagenkauf erhalten Sie hier.

Darauf sollten Sie beim Autokauf eines Gebrauchtwagens achten

  • Alle elektronischen Komponenten prüfen – beispielsweise Fensterheber, Klimaanlage, Scheibenwischer, Beleuchtung
  • Spaltmaße zwischen Türen, Karosserieteilen und Motorhaube prüfen – Unregelmäßigkeiten können auf einen Unfall hinweisen
  • Reifenkontrolle – bei ungleichmäßigem Verschleiß ist eine verzogene Spur (Schlingerkurs und erhöhte Unfallgefahr) wahrscheinlich
  • Farbunterschiede im Lack – ein Hinweis auf übermalte Rostschäden
  • Risse an Leuchten – Scheinwerfer müssen möglicherweise demnächst ersetzt werden
  • Ölspuren unter dem Fahrzeug – potenzielle Getriebe- oder Motorprobleme
  • Feuchte Bodenbeläge und muffiger Geruch – undichte oder sogar durchgerostete Karosserie möglich
  • Prüfen der Papiere – Scheckheft komplett ausgefüllt, Gültigkeit Hauptuntersuchungsplakette, kurz der HU-Plakette
Autokauf-Checkliste für einen Gebrauchtwagen

Tipps für den Gebrauchtwagenkauf: Händler oder privat?

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen will, kann dies bei einem spezialisierten Händler oder privat bei einem Nachbarn, Bekannten oder über ein Inserat tun. Beides hat Vor- und Nachteile. Worauf gilt es zu achten, beim Autokauf von privat und gewerblich?

Der Privatkauf punktet in der Regel mit günstigeren Preisen, einer größeren Auswahl und mehr Spielraum bei der Kaufverhandlung.

Der Kfz-Kauf beim Händler ist häufig teurer. Dafür ist bei einem Händler die sogenannte Gewährleistung verpflichtend, die mindestens ein Jahr ab Übergabe des Fahrzeugs gilt. Damit sind Reparaturkosten für Mängel abgedeckt, die bereits beim Kauf vorhanden waren. Der Verkäufer ist verpflichtet, den Mangel bzw. Schaden zu beheben – das gilt allerdings nicht für Verschleiß.

Zusätzlich bieten viele Händler eine Gebrauchtwagengarantie über ein Jahr an, die auch nach dem Kauf auftretende Mängel abdeckt. Eine Gewährleistung und Garantie sind beim Privatkauf unüblich und müssten explizit im Vertrag vereinbart werden.

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Gut zu wissen:

Die Gebrauchtwagengarantie beim Händler schließt häufig nicht alle Reparaturleistungen ein bzw. es wird nur anteilig dafür aufgekommen. Beispielsweise werden Lohnkosten übernommen, aber nicht die kompletten Materialkosten.

Unabhängig davon, welche Kaufvariante den Zuschlag erhält, lohnt sich häufig ein überregionaler Preisvergleich. Denn die Preise für Gebrauchtwagen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und teilweise selbst von Stadt zu Stadt deutlich. Wer sich auf einem Gebrauchtwagenportal umsieht, sollte also den Suchradius ruhig ein wenig größer einstellen.

Günstige Autoversicherung gesucht?

Probefahrt bei Privatverkauf

Eine Probefahrt ist unerlässlich vor dem Kauf eines Autos, idealerweise mit einer Begleitperson. Denn vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Wer ein Auto bei einem Privatverkauf zur Probe fährt, sollte darauf achten, dass das Fahrzeug für die Fahrt noch oder wieder angemeldet und mindestens mit einer Kfz-Haftpflichtversicherung versichert ist – sonst kann es im Falle eines Unfalls teuer werden.

Die Probefahrt eines Gebrauchtwagens sollte für einen ausführlichen Fahrzeugcheck genutzt werden. Dabei stehen vor allem mögliche Mängel im Motorraum im Fokus, denn diese Reparaturen können besonders kostspielig sein.

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Tipp:

Organisationen wie der Technische Überwachungsverein (TÜV) oder der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) bieten deutschlandweit kostenpflichtige Gebrauchtwagen-Checks an. So können Sie unabhängig prüfen lassen, in welchem Zustand das Auto tatsächlich ist.

Darüber hinaus sollte eine stärkere Abnutzung der Sitze und Schalthebel stutzig machen, die nicht mit dem vermeintlichen Kilometerstand übereinstimmen. In diesem Fall könnte der Verkäufer die Tacho- Laufleistung manipuliert haben.

Autokauf: Checkliste für die Probefahrt

  • Prüfen Sie die Wendigkeit, indem Sie rückwärtsfahren und einparken
  • Probieren Sie verschiedene Strecken aus: Stadt und Überland
  • Inspizieren Sie das Platzangebot: Kofferraum, Beinfreiheit, Platz für Kindersitz
  • Testen Sie bei einem E-Auto die Reichweite

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Download: Checkliste für die Probefahrt

Auf diese 3 Dinge sollten Sie unbedingt achten beim Autokauf

Gebrauchtes Auto kaufen: Worauf achten bei den Unterlagen?

Steht die Frage im Raum, worauf Sie beim Autokauf achten sollten, ist immer der Zustand des Gebrauchtfahrzeugs entscheidend. Im Mittelpunkt stehen Autos, mit denen sorgsam umgegangen wurde. Alle relevanten Dokumente wie Fahrzeugbrief, Scheckheft und TÜV-Gutachten müssen vorliegen. Häufige Eigentümerwechsel und ein unvollständiges Scheckheft sollten stutzig machen.

Ist der Verkäufer, der im Kfz-Brief eingetragene Eigentümer? Das ist wichtig bei einem Privatverkauf. Bei Aussagen wie „Ich verkaufe das Fahrzeug für einen Freund“ ist Obacht geboten.

Auch sollte man sich nicht unter Druck setzen und mit allgemeinen Phrasen wie „Das ist nun mal bei diesem Autotyp so“ abspeisen lassen. Alle Angaben des Verkäufers gehören schriftlich aufgenommen und im Kaufvertrag vermerkt.

Welche Unterlagen sind für die Zulassung wichtig?

In den meisten Zulassungsstellen kann ein Termin zur Kfz-Zulassung online beantragen werden – das spart Wartezeit vor Ort. Zudem kann man hier das Wunschkennzeichen vorab reservieren.

Papiere und Nachweise für die Zulassung:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • die Nummer der elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer)
  • die Zulassungsbescheinigung Teil II, der Fahrzeugbrief
  • Einzugsermächtigung der Kfz-Steuer

Darüber hinaus für einen Neuwagen:

  • die EG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papiere, Certificate of Conformity) des Herstellers
  • Zulassungsbescheinigung Teil I, der Fahrzeugschein – wird bei der Erstzulassung erstellt

Darüber hinaus für einen Gebrauchtwagen:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I, der Fahrzeugschein
  • Bericht der letzten Hauptuntersuchung
  • das bisherige Kennzeichen, sofern es nicht übernommen werden soll

Sie wollen Ihr Fahrzeug wechseln? Hier finden Sie nützliche Tipps.

Zu Verti wechseln und sparen

Die wichtigsten Fragen beim Autokauf eines Gebrauchten

Wie lange haftet ein privater Autoverkäufer?

Generell gilt: Auch bei Privatverkäufen ist eine Gewährleistung von zwei Jahren vorgesehen. Das bedeutet, treten in der Zeit Sachmängel auf, steht der Verkäufer in der Haftung. Worauf Sie beim Autokauf nun achten müssen, ist der Haftungsausschluss. Dieser wird zumeist in den Kaufvertrag aufgenommen, muss aber den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Prüfen Sie den Verkaufsvertrag daher sehr gründlich, bevor Sie ihn unterschreiben.

Was gehört in einen Kaufvertrag?

In Deutschland sind die wichtigsten Regelungen zum Kaufvertrag im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), festgelegt. Beim Abschluss eines Kaufvertrags haben beide Parteien spezifische Pflichten.

Der Verkäufer ist verpflichtet, dem Käufer das Produkt, in dem Fall den Gebrauchtwagen, zu übergeben. Zudem muss das Fahrzeug frei von Rechts- und Sachmängeln sein. Sachmängel liegen vor, wenn der Wagen nicht die vertraglich zugesicherten Eigenschaften besitzt, es sei denn, er ist für die normale Nutzung geeignet.

Der Käufer muss den Kaufpreis zahlen und das Fahrzeug abnehmen. Der Vertrag sollte die persönlichen Daten beider Parteien sowie das Datum enthalten. Mündliche Vereinbarungen und Zahlungen müssen schriftlich bestätigt werden.

Falls der Wagen noch auf den Verkäufer angemeldet ist, nehmen Sie die Ummeldung unverzüglich vor. Die bisherige Kfz-Versicherung geht zunächst auf den Käufer über, der entscheiden kann, ob er sie übernimmt oder ersetzt.

Wie bezahle ich einen privaten Autokauf?

Eine Barzahlung beim Autokauf ist laut der Initiative „Sicherer Autokauf“ am besten. Beachten Sie dabei folgende Punkte:

  • Erst den Kaufvertrag unterzeichnen.
  • Danach erfolgt die Übergabe von Geld, Fahrzeug, Schlüsseln und Papieren.
  • Treffen Sie sich zur Geldübergabe tagsüber in der Nähe der Bank.
  • Bei hohen Beträgen informieren Sie Ihre Bank vorab, da Tageslimits bestehen und Beträge über 10.000 € nur gegen Ausweis ausgezahlt werden.

Alternativ bietet sich die SEPA-Echtzeitüberweisung an, die schnell und sicher ist. Erkundigen Sie sich, ob Ihre Bank diese Option unterstützt.

Eine weitere sichere Methode ist die Zahlung über ein Treuhandkonto, allerdings sind damit höhere Kosten verbunden. PayPal eignet sich für den Autokauf nicht.

Wie verhandelt man beim Autokauf?

Beim Gebrauchtwagen kann man fast immer über den Preis verhandeln. Daher ist es ratsam, sich zunächst eine Strategie zu überlegen.

Das sollten Sie bei der Preisverhandlung beachten:

  • Zurückhaltung ist Trumpf. Wer seine Begeisterung nicht allzu offen zeigt, kann häufig einen größeren Preisnachlass aushandeln.
  • Beim Kauf vom Händler bringt eine Barzahlung beziehungsweise Einmalzahlung häufig einen Nachlass.
  • Eine Inzahlungnahme des bisherigen Fahrzeugs reduziert den Preis.
  • Finanzierungsmöglichkeiten vergleichen – Wenn das Auto finanziert wird, kann ein regulärer Kredit – etwa bei der Hausbank – günstiger sein, als eine Finanzierung über den Händler.
  • Wenn beim Preis absolut nichts zu machen ist, sind stattdessen vielleicht andere Leistungen – ein Satz Winterreifen oder ein kostenfreier Inspektionstermin – möglich.

Der passende Versicherungsschutz für Gebrauchtwagen

Grundsätzlich hängt der Versicherungsschutz vom Alter, Zustand und Wert des Gebrauchtwagens ab. Basis-Deckung ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung, sie ist gesetzlich vorgeschrieben und deckt die vom Versicherungsnehmer verursachten Sach- und Personenschäden gegenüber Dritten ab. Eine Teilkaskoversicherung bietet darüber hinaus umfassenden Grundschutz bei Wildunfall, Elementarschäden, Diebstahl und Raub, Brand und Explosion sowie Glasbruch.

Eine Vollkaskoversicherung empfiehlt sich, wenn der Gebrauchtwagen hochwertig und erst zwei bis drei Jahre alt ist. Sie beinhaltet alle Leistungen der Kfz-Teilkaskoversicherung und bietet zusätzlich Schutz bei selbst verursachten oder durch Vandalismus entstandenen Schäden am Fahrzeug.

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