Wann zahlt eine Risikolebensversicherung?

Auch eine Risikolebensversicherung kann Sonderregeln beinhalten - das sollten sie beachten.

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Im Todesfall erfolgt die Auszahlung der Risikolebensversicherung

Eine Versicherung ist grundsätzlich an bestimmte Bedingungen geknüpft. Diese fasst jede Versicherung in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen detailliert zusammen. Die Unterlagen erhält jeder Kunde bereits vor der Vertragsunterzeichnung. Denn auch wenn eine Versicherung für einen eigentlich eindeutigen Fall abgeschlossen wurde, gilt oft: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die Frage „Wann zahlt eine Risikolebensversicherung?“ ist eigentlich schnell beantwortet: Denn der Tod der versicherten Person ist eindeutig und zweifelsfrei belegbar. Trotzdem gibt es ein „aber“: Denn auch eine Risikolebensversicherung kann Sonderregeln beinhalten, die sich von Versicherer zu Versicherer unterscheiden können.

 
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Ist eine Auszahlung der Risikolebensversicherung vor dem Tod möglich?

Die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung dient dazu, Hinterbliebene finanziell abzusichern. Daher ist bei einer Risikolebensversicherung eine vorzeitige Auszahlung prinzipiell nicht vorgesehen.

Einige Versicherer kommen ihren Kunden allerdings mit Sonderregeln entgegen – beispielsweise beim Auftreten einer unheilbaren Krankheit. Diagnostiziert ein Arzt aufgrund einer unheilbaren Krankheit eine Lebenserwartung von weniger als zwölf Monaten, zahlen viele Versicherungsunternehmen bereits vor dem Tod die gesamte Versicherungssumme aus. So kann der Versicherungsnehmer noch selbst seine Angelegenheiten regeln.

Die konkreten Bedingungen können sich von Versicherer zu Versicherer unterscheiden. Manche schränken diese Sonderregelung ein oder fügen in speziellen Tarifen weitere Szenarien hinzu: beispielsweise eine Pflegebedürftigkeit der versicherten Person.





Bei einer Lebenserwartung von maximal zwölf Monaten erhalten Sie aus der Verti Risikolebensversicherung eine Auszahlung in voller Höhe der Versicherungssumme – ohne weitere Einschränkungen.




Wann zahlt die Risikolebensversicherung frühestens?

Eine Risikolebensversicherung greift in der Regel ab dem ersten Tag. Bei Versicherungsbeginn besteht sofort ein voller Schutz. Eine Wartezeit ist bei dieser Versicherungsart unüblich. Schließlich schätzt der Versicherer anhand der vorab gestellten Gesundheitsfragen und Fragen zur Lebenssituation das Risiko ein und berechnet danach einen angemessenen Beitrag. Eine Wartezeit ist damit unnötig.

 
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Wann zahlt eine Risikolebensversicherung nicht?

Grundsätzlich zahlt die Risikolebensversicherung beim Tod der versicherten Person die Versicherungssumme unabhängig davon aus, auf welcher Ursache der Todesfall beruht. Nur in wenigen Ausnahmefällen wird keine Versicherungsleistung erbracht. Diese genau definierten Ausschlusstatbestände sind ebenfalls in den Allgemeinen Vertragsbedingungen jedes Versicherers festgehalten. Wann also zahlt die Risikolebensversicherung nicht?


  • Wenn der Versicherte die im Antragsprozess gestellten Gesundheitsfragen und Fragen zur Lebenssituation vorab nicht wahrheitsgemäß beantwortet hat. Mitunter gibt es Ausnahmen, wenn die verschwiegene Erkrankung nicht die Todesursache war. Wer die sogenannte vorvertragliche Anzeigepflicht jedoch wissentlich verletzt, verliert eventuell seinen kompletten Versicherungsschutz.
  • Wenn sich die versicherte Person innerhalb der ersten drei Jahre nach Vertragsbeginn vorsätzlich selbst tötet, zahlen die meisten Versicherungen nicht. Gegebenenfalls gibt es auch andere Regelungen in den Vertragsdetails.
  • Beim Tod durch Fremdeinwirkung wartet die Versicherung in der Regel polizeiliche Untersuchungen ab. Sollte der Begünstigte für den gewaltsamen Tod der versicherten Person verantwortlich sein, erhält er die Versicherungssumme nicht.
  • Es gibt noch weitere Szenarien, die die einzelnen Versicherungsunternehmen detailliert im Vertrag beschreiben. Beispielsweise kann der Tod durch kriegerische Ereignisse ausgeschlossen sein oder ein Versterben aufgrund von atomaren, biologischen oder chemischen Waffen.

Was benötigt die Versicherung zur Auszahlung der Versicherungssumme?

Kommt es zum Versicherungsfall und die versicherte Person verstirbt, müssen die Hinterbliebenen die Versicherung unverzüglich kontaktieren – am besten innerhalb von zwei bis drei Tagen, nachdem der Bezugsberechtigte vom Tod der versicherten Person erfahren hat. Zudem sind weitere Unterlagen notwendig:


  • amtliche Sterbeurkunde
  • ärztliche und amtliche Bescheinigung über die Todesursache (Beginn und Verlauf der Krankheit müssen erkennbar sein)
  • beglaubigte Kopie vom Personalausweis der Person, die das Geld erhalten soll (Bezugsberechtigter laut Vertrag)
  • Nachweis der Erbberechtigung, wenn kein Bezugsberechtigter im Vertrag bestimmt wurde
  • in manchen Fällen Kopie vom Polizeibericht oder von der Ermittlungsakte

Eine genaue Auflistung der benötigten Unterlagen findet sich in jedem Vertrag. Außerdem steht dort, auf welchem Weg die Hinterbliebenen das Versicherungsunternehmen kontaktieren können. Die Versicherung informiert die Bezugsberechtigten dann auch nochmal, welche Dokumente sie – eventuell zusätzlich – benötigt. Sobald alle Unterlagen vorliegen, kann die Versicherung genau klären, ob sie leistungspflichtig ist. Anschließend zahlt sie die volle Versicherungssumme aus, und der Vertrag endet.

Sollte die versicherte Person aufgrund einer schweren Erkrankung mit einer Lebenserwartung unter 12 Monaten die Versicherungssumme vorzeitig beanspruchen wollen, muss sie das beantragen. Auch in diesem Fall sind bestimmte Unterlagen, Nachweise und ärztliche Gutachten notwendig. Im Detail listet das jede Versicherung in ihren Allgemeinen Vertragsbedingungen auf und informiert den Versicherungsnehmer auch nochmal persönlich, sollte dieser Fall eintreten.


Fazit: Ausnahmen bestätigen die Regel

Im Wesentlichen ist der Versicherungsfall bei einer Risikolebensversicherung eindeutig. Die Auszahlung erfolgt bei Verti beispielsweise grundsätzlich bei jeder Todesursache. Unter anderem auch, wenn die versicherte Person bei der Ausübung von Polizei- oder Wehrdienst verstorben ist. Das Versicherungsunternehmen muss zwar stets den Einzelfall prüfen, doch wenn die Umstände eindeutig sind, erhalten die Hinterbliebenen zügig die Versicherungssumme ausgezahlt.

 
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