Reichweite von Elektroautos – heute und in der Zukunft

Die Reichweite der E-Autos bleibt ein großes Thema

Die Reichweite der E-Autos bleibt ein großes Thema

Das E-Auto baut seine Reichweite aus – wie weit man derzeit kommt und was die Zukunft verspricht, erfahren Sie hier

Coolerer Look, wachsende Reichweite: Das Elektroauto nimmt Fahrt auf in Deutschland. Die Zahl zugelassener E-Autos steigt stetig, was nicht zuletzt an den verstärkten Förderungen durch Bundesregierung und Handel liegt. Gerade wurde im Rahmen des Konjunkturprogramms die Innovationsprämie verlängert, sodass man bis Ende 2025 von einem erhöhten Umweltbonus profitieren kann. Doch wieviel Kilometer kann man mit einem Stromer überhaupt zurücklegen? Welche Tipps gibt es für Fahrer von E-Autos? Und was passiert, wenn einem unterwegs doch der Saft ausgeht? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier!

Wie viele Kilometer schafft ein Elektroauto?

Noch vor wenigen Jahren – die E-Auto-Branche steckte in den Kinderschuhen – waren Stromer nicht nur sehr kostenintensiv, sondern hatten noch einen weiteren Nachteil: Eine sehr geringe Reichweite. Fuhr man zusätzlich durch Eiseskälte und musste die Luftheizung anschmeißen, schrumpfte die Reichweite nochmals um viele Kilometer.

Mittlerweile hat die Technik Fortschritte gemacht und der Markt weitere Konkurrenz gewonnen. Nicht nur die großen Namen der Autowelt, auch neue Firmen und sogar Start-ups arbeiten intensiv an Akkus mit mehr Leistung und kürzerer Ladedauer. In der Regel bestimmt deshalb auch der verbaute Akku den Gesamtpreis eines E-Autos maßgeblich mit.




Tipp: Die von Autoherstellern gelisteten Reichweiten sind eine gute Orientierung. Trotzdem kann die tatsächliche Reichweite eines E-Autos stark variieren – hier kommt es nämlich auch auf Fahrweise, Gesamtgewicht, Akkuzustand und Außentemperatur an. Das „Stop-and-go“ einer Stadt kann für einen kleinen Stromer durchaus anstrengend sein, während eine gleichmäßige Geschwindigkeit den Akku schont.




Kleine, günstige Stromer sind mittlerweile ebenfalls auf dem Markt vertreten. Sie sind erschwinglicher als die Mittelklassewagen, haben gleichzeitig aber auch eine kleinere Reichweite von circa 90 bis 150 Kilometern. Mit deutlich mehr Durchhaltevermögen beeindruckt deshalb die preisintensivere Kategorie der E-Autos: Hier sind derzeit maximal um die 660 Kilometer Reichweite drin – einige für 2021 angekündigte Modelle sollen sogar bis zu 700 Kilometer mit einer Akkuladung schaffen können!

Die meisten Wagen in der E-Mittelklasse fahren im Schnitt zwischen 200 und 400 Kilometern – und sind dadurch schon sehr alltagstauglich.

Welche Elektroautos haben die größte Reichweite?

Je größer die verbaute Lithium-Ionen-Batterie, desto höher sind in der Regel auch Motor- und Ladeleistung des Akkus. Und mehr Motorleistung bedeutet mehr Reichweite des Stromers. Deshalb eignen sich für Langstrecken die kostenintensiveren, starken Batterien – während für Kurzstrecken innerhalb der Stadt oftmals schon die günstigere Version ausreicht.

Am Weitesten fahren derzeit die neuen Modelle der alteingesessenen Elektroauto-Hersteller. Diese bewegen sich preislich im höheren Segment, doch durch die Innovationsprämie und den verdoppelten Umweltbonus der Bundesregierung kann man beim Kauf immerhin noch von Förderungen profitieren. Gerade für das Jahr 2021 sind spannende neue Modelle mit noch höheren Reichweiten angekündigt. Es wird sich also bald zeigen, ob die 700-Kilometer-Marke auch im Alltag geknackt werden kann.

Was muss ich bei Überlandfahrten beachten?

Auch, wenn die neueren Generationen der E-Autos durchaus mit höheren Geschwindigkeiten beeindrucken als ihre Vorgänger: Auf Überlandfahrten gilt eher die Regel „Eile mit Weile“ – zumindest, wenn man länger etwas von der Akkuladung haben möchte. Wer gleichmäßig und mit mittlerer Geschwindigkeit fährt, kann letztlich weitere Strecken zurücklegen.

Auch an anderer Stelle lässt sich zumindest etwas Strom einsparen: Luftheizung, Sitzheizung, Klimaanlage oder andere technische Extras müssen oftmals nicht die gesamte Fahrzeit über auf Hochtouren laufen. Je neuer das Modell, desto weniger Verbrauch haben diese einzelnen Extras übrigens.

Abgesehen von der Fahrweise ist natürlich auch die Vorbereitung eine wichtige Grundlage für eine problemlose Überlandfahrt. Überschüssige Ladung sollte aus dem E-Auto entfernt und der Akku vollständig geladen werden – das versteht sich von selbst.

Doch auch mögliche Ladestationen auf der Fahrstrecke gilt es im Vorfeld zu prüfen. Bestenfalls kann man die Pause am Ladepunkt für einen Snack und einen Spaziergang nutzen und sich dann wieder auf den Weg machen. Im Winter ist der Akku übrigens besonders anfällig für Energieverluste – hier lohnt es sich, ihn auf längeren Strecken schon aufzuladen, wenn der Akkustand 50 Prozent anzeigt.

Welche Leistung kann von zukünftigen Akkus erwartet werden?

Laut aktueller E-Auto-News wird die Zukunft der E-Autos grüner, langlebiger und effizienter – zumindest, wenn es nach den bisherigen Plänen der Hersteller geht. Nicht nur sollen die Reichweiten der Stromer weiter wachsen, auch die Lebensdauer der Akkus soll länger werden.

Bisher verhält es sich mit den aufladbaren Batterien nämlich genau wie mit denen anderer elektronischer Geräte. Wie auch beim Smartphone büßt der Akku der Stromer über die Jahre an Leistung ein.

Lithium-Ionen-Akkus sind aufgrund der begrenzten Lithium-Ressourcen oftmals ein Streitthema, wenn es um die Nachhaltigkeit der Stromer geht. Deshalb wird an der Optimierung der Akkus gearbeitet und gleichzeitig an neuen Alternativen zu ihnen geforscht.

Eine hoffnungsgebende Alternative: Die Feststoffbatterie. Sie soll eine höhere Speicherdichte aufweisen als die bisherigen Akkus. Damit würde die Ladezeit kürzer und die Reichweite des Stromers größer werden. Auch auf das giftige Kobalt könnte in dieser Batterie verzichtet werden. Noch muss jedoch die Alltagstauglichkeit der Feststoffbatterie geprüft werden. Bis sie tatsächlich den E-Auto-Markt erreicht, kann durchaus noch Zeit vergehen.

Bis dahin könnte die SALD-Technik („Spatial Atom Layer Deposition“) die Leistung der jetzigen Akkus erhöhen. Bei dieser Technik soll die Batterie der Stromer mit einer nanometerdünnen Beschichtung zu neuen Höchstformen gebracht werden. Die Entwickler dieses Verfahrens versprechen sich von der neuartigen Beschichtung erhöhte Reichweiten von 1.000 bis 2.000 Kilometern – und zwar bei stark verkürzten Ladezeiten. Nicht umsonst ist hier derzeit die Rede von einem „Super-Akku“ fürs E-Auto.

Das eigens gegründete Unternehmen SALD BV hofft, bereits 2022 mit der neuen Technologie in Serie zu gehen und damit die E-Auto-Branche zu revolutionieren. Und: Die Beschichtung soll nicht nur auf E-Auto-Akkus funktionieren, sondern könnte in Zukunft auch die Akkus anderer Elektrogeräte optimieren.

Was passiert, wenn ich aufgrund einer leeren Batterie liegenbleibe?

Noch sind die eben erwähnten Techniken Zukunftsmusik und auch die Ladeinfrastruktur ist noch nicht bei ihrem Ziel von einer Million Ladepunkte angekommen. Achtet man nicht auf den Batteriestand oder die nächste Lademöglichkeit, kann die beschränkte Reichweite zum Problem werden.

Vielleicht hat man ein sehr dynamisches Fahrverhalten an den Tag gelegt, mit dem langen Stau nicht gerechnet oder die Heizung zu lange laufen lassen – und jetzt ist der Akku leer!

Die einzige Lösung in diesem Fall: Abschleppen des E-Autos. Das ist ärgerlich und teuer – zumal Stromer verladen werden müssen, um Schäden an der Steuerungselektronik zu vermeiden. Helfen können hierbei die Mobilitätsgarantie der Hersteller oder auch die Elektroautoversicherung.




Tipp: Prüfen Sie beim Kauf Ihres E-Autos, wie lange die Mobilitätsgarantie des Autoherstellers gültig ist. Je nach Versicherung kann ein Abschlepp-Service für E-Autos mit schwachem Akku sogar inkludiert sein, z.B. im Schutzbrief. So halten auch wir von Verti es mit unserer Elektroautoversicherung inklusive Schutzbrief.




Zusammenfassend kann man sagen: Die Reichweite eines E-Autos hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Außentemperatur, Ladung, Fahrweise sowie Art und Zustand des Akkus. Derzeit wird intensiv an der Optimierung von Akku und Reichweite der Stromer gearbeitet, während gleichzeitig mehr Ladepunkte in Deutschland installiert werden. In Zukunft wird das Thema Reichweite somit vielleicht vom Manko zur Stärke des E-Autos!

Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl der richtigen Versicherung für Ihr Elektroauto. Bei Verti ist der Abschleppservice für E-Autos bereits im Schutzbrief inkludiert! Außerdem können Sie von unserem CO2-Rabatt profitieren, mit welchem Sie 10 % in Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung sparen! Nutzen Sie gerne unseren Onlinerechner, um Ihren persönlichen Tarif zu ermitteln. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne per E-Mail oder telefonisch unter 030 - 890 003 003 beratend zur Seite.

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