Gültigkeit endet! Wann muss ich den Führerschein umtauschen?

Bis spätestens 2033 müssen alle alten Führerscheine umgetauscht werden. Welche Fristen gelten und was Sie beim Umtausch beachten sollten

( Wörter)

Führerschein mit Ablaufdatum – alles über die Gültigkeitsdauer des „Lappen“

Führerscheine waren früher rosa, ganz früher grau und hielten ein Leben lang – auch wenn sie mit den Jahren zerfleddert waren. Doch dem guten alten „Lappen“ geht es ans Leder. Denn ausnahmslos alle vor dem 19.01.2013 ausgestellten Dokumente müssen umgetauscht werden – bis spätestens zum Jahr 2033, sonst droht z.B. bei einem Pkw-Führerschein ein Verwarngeld in Höhe von 10 Euro. Wie lange Ihr Führerschein noch gültig ist, wo Sie ihn umtauschen können und wie es sich mit der Gültigkeit im Ausland verhält, erfahren Sie hier

 
 

Warum müssen die Führerscheine umgetauscht werden? 

Ziel der großangelegten Umtausch-Aktion sind einheitliche Führerscheine für alle EU-Bürger. Das sieht eine am 19. Januar 2013 in Kraft getretene EU-Richtlinie (2006/126/EG) vor. 

Bis spätestens 2033 müssen ALLE alten Führerscheine, die vor diesem Datum ausgestellt wurden, umgetauscht werden. Die neuen Plastik-Dokumente sind mit Sicherheitsmerkmalen versehen, die Fälschungen erschweren. Zudem werden alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst, wodurch Missbrauch verhindert werden soll. 

Mit dem einheitlichen Führerschein wurde auch ein Ablaufdatum eingeführt. Ab 2013 ausgestellte Führerscheine haben jetzt nur noch eine Gültigkeits-Dauer von 15 Jahren. Danach müssen sie um weitere 15 Jahre verlängert werden. Dadurch wird gewährleistet, dass alle Führerscheine ein möglichst aktuelles Foto und personenbezogene Daten enthalten. Bis 2013 galt eine unbegrenzte Gültigkeitsdauer. Das bedeutet, dass die ca. 15 Millionen grauen und die 1986 eingeführten rosa „Lappen“ nach und nach nur noch als Erinnerungsstücke taugen werden – mit einem Konterfei aus längst vergangenen Tagen. 

 
Wichtig:

Die seit 1999 bereits im Scheckkartenformat ausgestellten EU-Führerscheine müssen ebenfalls ersetzt werden – das betrifft ca. 28 Millionen weitere Dokumente.

 

Wie lange ist mein Führerschein noch gültig?

Der Umtausch läuft gestaffelt ab. Das soll sowohl die Behörden entlasten, Engpässe vermeiden als auch für die Führerscheininhaber unnötig lange Wartezeiten vermeiden. Bis Januar 2033 muss aber auch der letzte Führerschein gegen eine einheitliche Plastikversion umgetauscht werden. 

Grundsätzlich gilt: Fahrerlaubnisinhaber, deren Geburtsjahr vor 1953 liegt, müssen den Führerschein bis zum 19. Januar 2033 umtauschen, unabhängig vom Ausstellungsjahr des Führerscheins.

Für alle NACH 1953 gibt es unterschiedliche Fristen. Sie brauchen den Umtausch aber nicht bis zum letzten Moment der Frist hinauszögern, sondern können ihn auch vorher jederzeit umtauschen. 

 
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Bis wann Sie Ihren Führerschein umtauschen müssen, sehen Sie hier: 

1. Führerscheine, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind

 
Geburtsjahr des Fahrerlaubnisinhabers Tag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss
Vor 1953 19.01.2033
1953-1958 19.01.2022
1959-1964 19.01.2023
1965-1970 19.01.2024
1971 oder später 19.01.2025
 

2. Führerscheine, die ab 1. Januar 1999 ausgestellt worden sind

 
Ausstellungsjahr Tag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss
1999-2001 19.01.2026
2002-2004 19.01.2027
2005-2007 19.01.2028
2008 19.01.2029
2009 19.01.2030
2010 19.01.2031
2011 19.01.2032
2012-18.1.2013 19.01.2033

Quelle: BMVI

Wie läuft der Führerschein-Umtausch ab? 

Der Umtausch erfolgt über die lokalen Führerscheinbehörden, Bezirks- und Bürgerämter. Aktuell gilt, dass Sie für diesen Vorgang in der Behörde einen Termin vereinbaren und persönlich erscheinen müssen. Sie brauchen keine Fahrprüfung zu absolvieren oder sich einem Gesundheitscheck zu unterziehen.

Für den Umtausch benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • ein Ausweisdokument - Personalausweis oder Pass
  • ein aktuelles Lichtbild (biometrisch)
  • derzeitiger Führerschein
  • ggf. ein Augenärztliches Zeugnis
  • Für Führerscheine, die in einem anderen Ort als dem aktuellen Wohnsitz erworben wurden, ist zudem eine Karteikartenabschrift der Führerscheinstelle notwendig, die den Führerschein ausgestellt hat

Für den Antrag werden Gebühren in Höhe von etwa 24 Euro erhoben. Dazu kommen je nach Versandart, Express (innerhalb von 48 Stunden) oder Direkt, ggf. weitere Gebühren. Beim klassischen Direktversand wird der Führerschein von der Bundesdruckerei per Einschreiben/Einwurf in den Briefkasten zugestellt.

 
Übrigens:

Führerscheinbesitzer, die vor 1953 geboren wurden, brauchen erst zum Stichtag (19. Januar 2033) ihren Führerschein umtauschen. Dies begründet der Verkehrsausschuss im Bundesrat damit, dass ihnen mit dieser Regelung erspart werden sollte, den Führerschein umtauschen zu müssen, obwohl sie ihn altersbedingt vielleicht nach dem Stichtag gar nicht mehr nutzen möchten.

 

Ist mein alter Führerschein im Ausland noch gültig? 

Ja, soweit der alte Pkw oder Motorrad Führerschein noch nicht abgelaufen ist. Deutsche Führerscheine – egal, ob in der ehemaligen DDR ausgestellt, grau, rosa oder bereits in der Plastik-Ausführung - werden in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes (Island, Liechtenstein, Norwegen) bis spätestens 2033 anerkannt.

Die Anerkennung des Führerscheins in Staaten außerhalb der EU und des EWR hängt davon ab, welchen Führerschein Sie besitzen und welchem internationalen Abkommen der jeweilige Staat beigetreten ist.

Grundsätzlich gilt: Für die Beantragung eines internationalen Führerscheins, den Sie beispielsweise in den USA vorweisen müssen, benötigen Sie einen Scheckkartenführerschein, wie er seit 1999 ausgestellt wird.

Ab dem 01.01.1999 veränderte sich die Definition der Führerscheinklassen. Aus der alten Pkw-Lizenz Klasse 3 wurde die neue Führerscheinklasse B. Jetzt dürfen Klasse-B-Inhaber beispielsweise nur noch Anhänger bis 750 Kilogramm ziehen. Es gilt aber zunächst die sogenannte Besitzstandsregelung: Wer bislang die alte Klasse 3 hatte, ist berechtigt, mit Fahrzeugen der neuen Führerscheinklassen B, BE, C1 und C1E, L, AM zu fahren.

 

Darf ich meinen alten Führerschein nach dem Umtausch behalten?

Der alte Führerschein kann - wie andere Ausweisdokumente (z.B. Pass) auch - behalten werden, er wird jedoch entwertet bzw. gestanzt. 

Weiterhin gute Fahrt – ob mit grauem, rosa oder schon dem neuen EU-Fahrerlaubnisdokument – wünschen Ihnen die Versicherungs-Experten von Verti.

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