Die Elektroauto-Neuheiten 2021

Zukunftsorientiert: Das E-Auto ist auf dem Vormarsch

Zukunftsorientiert: Das E-Auto ist auf dem Vormarsch

Das E-Auto bahnt sich seinen Weg auf Deutschlands Straßen. Was die Stromer alltagstauglich macht und was Sie vor dem Kauf beachten sollten, erfahren Sie hier.

Auch in diesem Jahr sind Elektroautos ein großes Thema in der Autowelt. Neben dem Punkt der Nachhaltigkeit sind Optik, Kosten und natürlich die Bezuschussung durch Bundesregierung und Hersteller weiterhin interessant für potentielle Käufer. Welche Elektroauto-Neuheiten 2021 in petto hat und ob sich ein Wechsel für Sie lohnt, erfahren Sie hier.




E-Autos in Deutschland

Während es Anfang 2019 noch 83.175 zugelassene Elektroautos in der Bundesrepublik gab, stieg die Zahl bis 2020 bereits auf 136.617. Zu Beginn des Jahres 2021 lag die Gesamtanzahl dann bereits bei 309.083 E-Autos, was einem Anstieg von 126 Prozent entspricht. Der Umweltbonus sowie die 2020 beschlossene Innovationsprämie haben diese Entwicklung maßgeblich gefördert. Quelle: Statista




E-Autos für Einsteiger: Kleine, günstige Elektroautos

Während man noch vor wenigen Jahren nahezu alle E-Autos eher im Premiumsegment ansiedeln konnte, hat der Markt inzwischen auch erschwinglichere Modelle für Interessierte im Angebot.

Gerade in dicht befahrenen Großstädten gehören kleine, wendige Pkws zu den beliebten Allroundern. Schließlich sind die Straßen gut gefüllt und Parklücken dafür eher rar. Ein Elektroauto im Kleinformat kann hierbei natürlich besonders punkten – und ohne Verbrennmotor muss man sich auch um Umweltzonen keine Sorgen machen. Zudem sind die E-Autos angenehm leise.

Doch die preisgünstigeren Stromer haben auch einen Haken: Je niedriger der Preis, desto kleiner ist in der Regel die Reichweite der E-Autos. Die Batterie als preisintensivstes Bauteil bestimmt schließlich darüber, wie weit der Pkw fahren kann – wird hier gespart, wirkt sich das direkt auf die Kilometeranzahl aus. Bei der kleinen Klasse der E-Autos kann die Reichweite je nach Modell zwischen 90 und 150 Kilometern betragen.

Falls man mit dem Fahrzeug nur kurze Strecken in der Stadt zurücklegen möchte, muss dies jedoch kein Nachteil sein. Deshalb sind kleine E-Autos mittlerweile auch für Firmen sehr interessant, zusätzlich locken Steuervorteile.

Mehr Reichweite und Komfort: Hochpreisige Elektroautos

Wer besonders viel Wert auf Komfort und Design legt und zudem viele Kilometer Strecke zurücklegen möchte, ist mit einem kostenintensiveren E-Auto besser beraten. Hier sind sogar Reichweiten bis zu circa 650 Kilometern möglich – manch neues Fahrzeug dieser Klasse soll demnächst an der 700-Kilometer-Marke kratzen. Vom praktischen Familienmobil bis hin zum Luxuswagen gibt es inzwischen eine breite Auswahl auf dem Markt. Und es kommen stetig neue Fahrzeuge hinzu.

Je höher die Kapazität der Batterie, desto länger ist natürlich auch die Ladedauer. Trotzdem machen die größere Reichweite und die komfortable Ausstattung die E-Mittelklassewagen für viele Käufer interessanter.

Attraktive Förderungen für Neue und Gebrauchte

Nicht nur der Umwelt zuliebe wird der Wechsel vom Verbrenner zum Stromer immer attraktiver: Auch die Förderungen in Form von Elektroprämien und Vergünstigungen machen das E-Auto zur immer lohnenswerteren Investition.




Förderungen und Prämien

Bereits 2016 wurde mit dem „Umweltbonus“ von der Bundesregierung eine Elektrokaufprämie von bis zu 6.000 € beschlossen, an welcher sich Bund und Hersteller gleichermaßen beteiligten.

Um den Kauf der Elektroautos weiter zu fördern, wurde 2020 mit der sogenannten „Innovationsprämie“ der Bundesanteil am Umweltbonus sogar verdoppelt, sodass bis zu 9.000 € Bonus erreicht werden können. Die Innovationsprämie wurde nun bis Ende 2025 verlängert. Alle Informationen zu Förderrichtlinien, Förderungs-Kombinationen und Steuervorteilen finden Sie auf der Seite der BAFA.




Das Leasing und der Gebrauchtwagenkauf von E-Autos werden ebenfalls bezuschusst, somit bleibt der Wechsel für Firmen und auch Familien interessant. Welche Fördervoraussetzungen in diesen Fällen zu erfüllen sind, wurde ebenfalls von der BAFA aufgelistet.

Ausbau der Ladeinfrastruktur

Während der rasante Anstieg der zugelassenen Elektroautos ein positives Zeichen ist, birgt er auch einige Tücken: Die Ladeinfrastruktur in Deutschland ist noch ausbaufähig. Mit anderen Worten: Geht einem unterwegs der Saft aus, kann man mitunter Schwierigkeiten haben, eine passende Ladestation fürs E-Auto zu finden.

Um dieses Problem zu lösen, wurden zwischen 2017 und 2020 von der Bundesregierung 300 Millionen Euro für den Aufbau einer öffentlich-zugänglichen Ladeinfrastruktur bereitgestellt. Und zwar sowohl für private Investoren als auch für Städte und Gemeinden.

Mit dem „Klimaschutzprogramm 2030“ wurde nochmals auf die Ladeinfrastruktur als Grundvoraussetzung für die Zunahme der Elektromobilität hingewiesen. Eines der Ziele des Programms: Bis 2030 sollen eine Million öffentlich-zugängliche Ladepunkte in Deutschland entstehen.

Auch private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden – Stichwort „Wallbox“ – werden nun mit bis zu 900 € gefördert, wie Andreas Scheuer im Oktober 2020 bekannt gab. Welche Anforderungen dafür erfüllt werden müssen, erfährt man auf der Seite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Was bringt der Elektroautomarkt 2021?

Die E-Auto-News für dieses Jahr sehen vielversprechend aus. Schon im Frühjahr kamen die ersten neuen Modelle auf den Markt, die voraussichtlich ab Herbst ausgeliefert werden. Ob günstige Kleinformate, familienfreundliche Mittelklassewagen oder E-Autos der Oberklasse – unter den rund 20 angekündigten Stromern ist in 2021 alles vertreten. Mit besserer Leistung steigt auch vermehrt die Alltagstauglichkeit der E-Autos. Sogar Start-ups steigen in den Markt ein und bringen zusätzlich neuen Wind mit sich!

Neben einigen spannenden Modellen im Mikroformat mit teils futuristischer Optik, gibt es überwiegend in der Mittelklasse Neuzugänge. Diese überzeugen größtenteils mit stylishem Look, welcher dem der Verbrenner in Nichts nachsteht.

In der Marktübersicht reiner Elektroautos des ADAC finden sich derzeit bereits rund 80 Modelle, die Neuerscheinungen 2021 noch nicht einberechnet. Egal, ob Familienkutsche, Sportwagen oder SUV – der Elektromarkt deckt mittlerweile also alle Kategorien der Fahrzeugbranche ab.

Elektroauto kaufen: Was man beachten sollte

Wer jetzt umsatteln möchte, hat also die Qual der Wahl. Deshalb lohnt es sich, neben dem Budget noch einige weitere Variablen einzubeziehen, welche beim Aussortieren helfen:

  • Reichweite: Welche Strecke muss das E-Auto regelmäßig und ohne Lade-Unterbrechung schaffen können?
  • Akku-Leistung: Die Reichweite wird vom verbauten Akku bestimmt, deshalb müssen die Anforderungen zueinander passen.
  • Extras: Vor allem die Luftheizung kostet Akkuleistung und damit in der Regel 10 % bis 30 % Reichweite. Deshalb sollte auch dieser Faktor bei der Kaufentscheidung mitbedacht werden. Aber einen Vorteil gibt es auch: Die Aufwärmphase entfällt beim E-Auto nahezu, da das Fahrzeug nicht über die Abwärme eines Verbrennungsmotors geheizt wird. So gelangt die warme Luft ohne Umwege in den Innenraum.
  • Unterhaltskosten: Neben Versicherungs- und Reparaturkosten sollte man auch die Installation von Wallboxen sowie den Stromverbrauch grob auflisten und Anbieter vergleichen. So manche Elektroautoversicherung winkt mit Vergünstigungen.
  • Ladeinfrastruktur: Welche Ladepunkte befinden sich auf dem Weg zur Arbeit oder dem Supermarkt? Wie einfach lässt sich das E-Auto laden?
  • Wartezeiten: Wer sich für ein E-Auto entscheidet, sollte die Lieferzeiten im Blick behalten und diese in die Kaufplanung einberechnen. Drei bis sechs Monate Wartezeit sind nicht unüblich, bei manchem Modell kann es bis zur Auslieferung sogar elf Monate dauern.

Zieht man genannte Faktoren bei der E-Autosuche in Betracht, sollte man einen guten Überblick in Frage kommender Modelle erhalten – und kann dabei von den Förderungen profitieren.

Lohnt sich 2021 schon ein Wechsel?

Die Antwort ist: Es kommt tatsächlich darauf an, wer fragt. Für Zukunftsdenkende, umweltbewusste Autofahrer und Firmen lohnt sich der Wechsel zum E-Auto durchaus. Und zwar vor allem, wenn es hauptsächlich Kurzstrecken zurückzulegen gilt, wie beispielsweise in Städten. Je mehr Ladepunkte ein Ort hat, desto unkomplizierter gestaltet sich natürlich auch der Alltag mit Stromer.

Um die Prämien im größtmöglichen Umfang nutzen zu können, sollte man allerdings schnell sein – schließlich werden sie erst nach der Anmeldung des Autos ausgezahlt. Momentan sind die Wartezeiten für die Auslieferung der E-Autos lang und auch im Frühling bestellte Neuwagen lassen bei der Auslieferung oftmals bis Herbst auf sich warten. Glücklicherweise ist die Laufzeit der Innovationsprämie bis Ende 2025 verlängert worden.




Tipp: Der richtige Zeitpunkt zur Antragstellung bei der BAFA ist nach der Zulassung Ihres Elektroautos. Vorher gestellte Anträge werden abgelehnt.




Der Wechsel zum E-Auto ist trotz Förderungen in der Regel noch immer kostenintensiver als die konventionellen Verbrenner. Doch vor allem in Anbetracht steigender Benzinpreise und Besteuerungen kann sich das E-Auto im Laufe der Zeit rentieren – nicht zuletzt durch die Vorteile im städtischen Verkehr und das Wegfallen der Kfz-Steuer für einen Zeitraum von zehn Jahren.

Festzuhalten bleibt: In Sachen Optik, Geschwindigkeit und Reichweite sind die Stromer den Verbrennern dicht auf den Fersen. Nicht nur die Zahl der Mitbewerber auf dem Markt hat sich vergrößert – auch die Technik und damit die Leistung der Fahrzeuge haben Fortschritte gemacht. Gleichzeitig sinken die Preise für E-Autos und machen sie so zunehmend zur Konkurrenz für die Verbrenner.

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