Nachbarschaftsstreit – wie sichern Sie sich ab?

Rechtsschutz gegen teure Prozesskosten

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Streit mit den Nachbarn: Alles rund um den Privat-Rechtsschutz im Nachbarschaftsrecht

Ihre Freunde können Sie sich aussuchen, Ihre Nachbarn in der Regel nicht. Leben Sie mit anderen Menschen in unmittelbarer Nachbarschaft, sind Konflikte mitunter unausweichlich – sei es, weil die Musik zu laut ist, die Kehrwoche nicht erledigt wird oder der Apfelbaum über den Gartenzaun wächst. Eskaliert der Streit mit den Nachbarn, droht womöglich eine rechtliche Auseinandersetzung. Eine private Rechtsschutzversicherung sichert die damit einhergehenden finanziellen Risiken ab. Wann der Rechtsschutz für das Nachbarschaftsrecht gilt und was in einem Streitfall zu berücksichtigen ist, lesen Sie nachfolgend.

Greift der Privat-Rechtsschutz beim Nachbarschaftsrecht?

Scheint über den Gartenzaun hinweg keine Einigung mehr möglich, ist eine gerichtliche Auseinandersetzung meist unumgänglich. Damit dieser Weg nicht zu einer unverhältnismäßigen finanziellen Belastung für Sie wird, empfiehlt sich das Einschalten Ihres Privat-Rechtsschutzes. Sie sollten prüfen, ob die Rechtsschutzversicherung Ihnen im konkreten Fall zur Seite steht. Viele Versicherer bieten Verträge an, mit denen Sie Nachbar- und Grundstücksstreitigkeiten gezielt versichern. Auch mit der privaten Rechtschutzversicherung von Verti können Sie sich gegen einen Rechtsstreit unter Nachbarn absichern.

Im Nachbarschaftsrecht können weitere Leistungsbausteine erforderlich sein. Sofern es sich um eine Lärmbelästigung handelt, ist der Privat-Rechtsschutz in der Regel ausreichend. Allerdings übernehmen die Versicherer die Prozesskosten nicht in jedem Fall. Häufig hängt die Kostenübernahme davon ab, ob Ihre Klage erfolgsversprechend ist.

Nachbarschaftsstreit: Rechtsschutz für Mieter, Eigentümer und Vermieter

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt grundsätzlich die Kosten für Beratung und Schlichtung, einen Anwalt und auch die Gerichts- und Sachverständigenkosten, sollte es zu einem Gerichtsverfahren kommen. Im Falle einer Niederlage werden auch die gegnerischen Anwaltskosten getragen.

Doch nicht nur für Grundstücks- und Wohnungseigentümer ist dieser Schutz empfehlenswert, sondern auch für Mieter. Für sie kommt ein Wohnrechtsschutz, auch Mietrechtsschutz genannt, in Frage, der nicht nur bei Konflikten in Zusammenhang mit der Mietwohnung greift. Angemietete Garagen und Abstellplätze sind inbegriffen. Auch für Vermieter kann sich ein Vermieter-Rechtsschutz im Falle des Streits bezahlt machen.

Bei den meisten Versicherungen ist die Police wie bei einem Baukasten-Prinzip entweder im Rahmen eines Gesamtpakets oder als gesonderte Rechtsschutzversicherung verfügbar. Als Versicherungsnehmer wählen Sie aus, welche Rechtsbereiche Sie absichern möchten, um somit genau für die Lebensbereiche vorzusorgen, die Ihnen besonders wichtig sind. Daher bieten wir Ihnen individuelle Optionen für Ihre persönlichen Bedürfnisse.

Ein privater Rechtsschutz versichert ausschließlich das zukünftige Risiko

Eine Rechtsschutzversicherung deckt nur künftige Kosten ab. Bestehende Streitigkeiten sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Deshalb gilt ab der Vertragsunterzeichnung zunächst eine Wartezeit von mehreren Monaten, bevor Sie Ihre Rechtsschutzversicherung das erste Mal in Anspruch nehmen können.

Warum Mediationsverfahren obligatorisch sind

Da es sich bei einem erheblichen Teil der Gerichtsverfahren in Deutschland um Streitigkeiten zwischen Nachbarn handelt, bestehen einige Bundesländer mittlerweile auf vorherige Mediationsverfahren. Ziel eines solchen Verfahrens ist die außergerichtliche Klärung der Streitigkeit durch einen neutralen Mediator. Die Devise heißt also: Schlichten statt richten. Mitunter ist ein Schlichtungsversuch sogar gesetzlich vorgeschrieben und Voraussetzung für die Erhebung einer Klage. Das bedeutet: Nur wenn Sie den obligatorischen Güteversuch durchgeführt haben, es aber zu keiner Schlichtung kam, können Sie Klage einreichen.

Diese Bundesländer fordern Mediation

Die Pflicht zur außergerichtlichen Streitbeilegung bei Konflikten im Nachbarschaftsrecht besteht in folgenden Bundesländern:

  • Schleswig-Holstein
  • Sachsen-Anhalt
  • Saarland
  • Rheinland-Pfalz
  • Nordrhein-Westfalen
  • Niedersachsen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Brandenburg
  • Bayern

Die Kosten für eine solche Mediation werden im Regelfall von der Rechtsschutzversicherung übernommen. Fragen Sie bereits vor Vertragsabschluss diesbezüglich nach. In Bremen, Hamburg, Berlin, Thüringen, Sachsen oder Baden-Württemberg können Sie hingegen sofort klagen, ohne vorher ein Schlichtungsverfahren durchführen zu müssen. Bei Verti sichern Sie sich mit einer Rechtschutzversicherung nicht nur gegen Nachbarschaftsstreitigkeiten ab – informieren Sie sich jetzt über Ihr individuelles Angebot.