Die hÀufigsten Fragen und Antworten rund ums Fahrverbot

Ob und fĂŒr wie lange Sie im Zuge eines Fahrverbotes Ihren FĂŒhrerschein abgeben mĂŒssen, hĂ€ngt von mehreren Faktoren ab

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Fragen und Antworten rund ums Fahrverbot

Einmal zu schnell gefahren und geblitzt worden? Das ist natĂŒrlich sehr Ă€rgerlich. Umso mehr, wenn Sie wegen der GeschwindigkeitsĂŒberschreitung Ihren FĂŒhrerschein abgeben mĂŒssen. Bei einem drohenden Fahrverbot tauchen viele Fragen auf: Wann muss man das Verbot antreten? LĂ€sst es sich eventuell verschieben? Oder ganz umgehen?


In welchem Zeitraum muss man den FĂŒhrerschein abgeben?


Wenn Sie ab Erhalt des Bußgeldbescheids innerhalb von zwei Wochen keinen Einspruch einlegen, wird dieser rechtskrĂ€ftig und vollstreckbar. Sie haben dann in der Regel vier Monate Zeit, Ihren FĂŒhrerschein in amtliche Verwahrung zu ĂŒbergeben. Das Fahrverbot wird ab dem Zeitpunkt der FĂŒhrerscheinabgabe wirksam.

Nach Ablauf des Fahrverbotes erhalten Sie Ihren FĂŒhrerschein automatisch zurĂŒck.


Wie lange hat man Zeit, ein Fahrverbot anzutreten?


ErsttĂ€ter können den Zeitpunkt, zu dem Sie das Verbot antreten, in manchen FĂ€llen verschieben lassen. Der Zeitpunkt soll aber innerhalb eines viermonatigen Intervalls ab Erhalt des Bußgeldbescheids liegen.

Als WiederholungstĂ€ter mĂŒssen Sie das Fahrverbot in der Regel direkt nach Erhalt des Bescheids antreten. FĂŒr den offiziellen Zeitraum des Fahrverbotes ist dabei der Tag der FĂŒhrerscheinabgabe ausschlaggebend und nicht etwa die Rechtskraft des Bußgeldbescheides.


Wie lange ist man WiederholungstÀter?


ZunĂ€chst ist es wichtig zu wissen, wann Sie als WiederholungstĂ€ter eingestuft werden. Dies geschieht, wenn Sie innerhalb eines Jahres mindestens zweimal bei einer GeschwindigkeitsĂŒbertretung erwischt werden. Die Überschreitung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit muss dabei jeweils mehr als 25 km/h betragen.

"Ein Jahr" meint dabei nicht das Kalenderjahr, sondern einen Zeitraum von 12 Monaten. Wenn Sie also zum Beispiel am 13. MĂ€rz und im darauffolgenden Jahr am 10. MĂ€rz geblitzt wurden, gelten Sie als WiederholungstĂ€ter in Sachen GeschwindigkeitsĂŒberschreitung. Nach Ablauf dieser Zeit werden Sie wieder als ErsttĂ€ter eingestuft.

Als WiederholungstĂ€ter mĂŒssen Sie bei VerkehrsverstĂ¶ĂŸen ĂŒbrigens auch mit grundsĂ€tzlich hĂ€rteren Strafen rechnen als ErsttĂ€ter.


Ist das Umgehen des Fahrverbots eine Option?


Unter UmstĂ€nden besteht die Möglichkeit, ein Fahrverbot in eine reine Geldstrafe umzuwandeln, sodass Sie Ihren FĂŒhrerschein nicht abgeben mĂŒssen. Am besten lassen Sie sich hierzu von einem Rechtsanwalt beraten. Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, ĂŒbernimmt diese – je nach Leistungsumfang – die anfallenden Kosten einer Rechtsberatung sowie eines Rechtsstreits.


Kann ein Fahrverbot aufgeteilt werden?


Sollte Ihnen ein Fahrverbot drohen, muss dieses unabhĂ€ngig von dessen LĂ€nge an einem StĂŒck abgegolten werden. Es ist nicht möglich, den Zeitraum aufzusplitten. Selbst, wenn Sie aus privaten oder beruflichen GrĂŒnden auf das Auto angewiesen sind, mĂŒssen Sie auf den Ablauf des gesamten Verbotes warten.

Unter UmstĂ€nden können Sie in so einem Fall auf eine Mitfahrgelegenheit setzen oder fĂŒr den Zeitraum des FĂŒhrerscheinentzuges im Home-Office arbeiten.

Bei einem Bußgeldbescheid ĂŒber ein Fahrverbot gilt generell: Wenn Sie die Möglichkeit haben, einen Rechtsanwalt zu konsultieren, sollten Sie das tun. HĂ€ufig lĂ€sst sich so eine FĂŒhrerscheinabgabe vermeiden beziehungsweise das Bußgeld in eine reine Geldstrafe umwandeln. Sollten Sie noch keine Rechtsschutzversicherung haben, berechnen Sie jetzt Ihren gĂŒnstigen Tarif bei Verti.