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Autofahren mit Hund – Sicher mit Vierbeinern unterwegs

10 Min FĂŒr alle, die ihren treuen Begleiter im Auto mitnehmen möchten, gelten Regeln: Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Hund im Auto richtig transportieren.

Autofahren mit Hund – Sicher mit Vierbeinern unterwegs
Wibke Bierwald
07.05.2024
10 Min
Ganz gleich, ob Sie mit Ihrem Hund im Auto auf Urlaubsreise gehen oder ihn tĂ€glich auf der Autofahrt zum Arbeitsplatz mitnehmen: Das Autofahren mit Hund erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen. Schließlich ist der Transport eines Hundes nicht nur eine Frage der Sicherheit fĂŒr das Tier selbst, sondern auch fĂŒr die Insassen des Fahrzeugs sowie andere Verkehrsteilnehmer. Lesen Sie hier, welche gesetzlichen Vorschriften gelten, wie Hunde richtig im Auto gesichert werden können sowie hilfreiche Tipps, wie Sie Ihrem treuen vierbeinigen Begleiter die Fahrt im Auto so angenehm und stressfrei wie möglich machen.

Mit dem Hund im Auto unterwegs: Gesetzliche Vorschriften

Seit einer GesetzesĂ€nderung im Jahr 1990 zur Verbesserung der Rechtsstellung des Tieres im bĂŒrgerlichen Recht, sind Tiere keine Sachen mehr und werden durch besondere Gesetze geschĂŒtzt. So regelt es Paragraph 90a des BĂŒrgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Dennoch finden fĂŒr Tiere in vielen Bereichen die Vorschriften fĂŒr Sachen weiter Anwendung, sofern nicht etwas anderes speziell fĂŒr Tiere bestimmt ist.

Dementsprechend gelten Hunde laut Straßenverkehrsordnung (StVO) wĂ€hrend der Autofahrt als „Ladung“ und mĂŒssen als solche adĂ€quat gesichert werden – gleiches gilt ĂŒbrigens auch fĂŒr den Transport von Katzen im Auto. WĂ€hrend Paragraph 22 regelt, wie eine Ladung im Auto beschaffen und gesichert sein muss, behandelt Paragraph 23 sonstige Pflichten von FahrzeugfĂŒhrenden.

FĂŒr den sicheren Hundetransport im Auto gelten mindestens diese beiden Gesetze:

Paragraph 22, Absatz 1 der StVO – Ladung:
„Die Ladung einschließlich GerĂ€te zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren LĂ€rm erzeugen können.“

Paragraph 23, Absatz 1 der StVO – Sonstige Pflichten von FahrzeugfĂŒhrenden:
„Wer ein Fahrzeug fĂŒhrt, ist dafĂŒr verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, GerĂ€te oder den Zustand des Fahrzeugs beeintrĂ€chtigt werden.“

Dem Hund im Wageninneren zu ermöglichen, dass dieser sich frei bewegen kann, ist in vielerlei Hinsicht riskant und fahrlĂ€ssig. Wer seinen Hund im Auto nicht vorschriftsmĂ€ĂŸig sichert, gefĂ€hrdet damit die körperliche Unversehrtheit des geliebten vierbeinigen Familienmitglieds.

Im Falle eines abrupten Bremsmanövers, einer scharfen Kurve oder schlimmstenfalls bei einem Unfall gibt es fĂŒr das Tier keinerlei Halt und es kann durch den Innenraum des Fahrzeugs geschleudert werden, womit es zur Gefahr fĂŒr Autoinsassen werden kann. In diesem Fall gefĂ€hrden Sie bei einem Verstoß gegen das Gesetz nicht nur den Versicherungsschutz Ihrer Autoversicherung – Sie riskieren neben Ihrer eigenen Sicherheit auch ein Bußgeld.

Laut aktuellem Bußgeldkatalog drohen bei VerstĂ¶ĂŸen folgende Konsequenzen:

  • Das Tier ist wĂ€hrend der Autofahrt nicht angemessen gesichert: 35 Euro Bußgeld
  • Bei GefĂ€hrdung anderer Verkehrsteilnehmer: 60 Euro Bußgeld plus 1 Punkt in Flensburg
  • Kommt es zu einem Unfall mit SachbeschĂ€digung: 75 Euro plus 1 Punkt in Flensburg

Hund im Auto sicher transportieren: So geht’s richtig

FĂŒr die Sicherung Ihres Hundes im Auto gibt es verschiedene erlaubte Hilfsmittel. Bei der Wahl einer geeigneten Transportvariante sollten Sie die GrĂ¶ĂŸe, das generelle Verhalten und die Anzahl der zu transportierenden Hunde berĂŒcksichtigen. Maßgebend ist, dass Hunde im Auto beim Transport weder verletzt werden können noch fĂŒr Autoinsassen zur Ablenkung oder Gefahr werden.

Diese Transportsysteme zum Sichern Ihres Hundes im Auto kommen in Frage:

  • Gepolsterter Hundesitz
  • spezielles Auto-Brustgeschirr
  • Hunde-Transportbox

Entsprechend dieser Sicherungsmöglichkeiten können Hunde prinzipiell in zwei Bereichen im Auto ordentlich gesichert Platz nehmen: auf der RĂŒckbank oder im Kofferraum – hier selbstverstĂ€ndlich nur bei abgenommener Abdeckklappe, um fĂŒr ausreichend Luftzufuhr zu sorgen.

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Die richtige Befestigung ist das A und O:

Sowohl das spezielle Auto-Brustgeschirr als auch der Hundesitz lassen sich meist ĂŒber das Isofix-System – eine standardisierte Technik zum Einbau von Kindersitzen in Autos – oder per Sicherheitsgurt fest mit dem Fahrzeug verbinden.

Eine Unterbringung im Fußraum hinter einem der Vordersitze – zum Beispiel fĂŒr Kleinhunde – ist zwar ebenfalls möglich, jedoch nur ratsam, wenn Sie die Transporttasche an dieser Stelle fest sichern können, sodass diese nicht verrutschen oder samt Hund umkippen kann.

Wenn Sie Ihren Hund auf dem Beifahrersitz sichern möchten, sollten Sie bedenken, dass Ihr Auto vermutlich mit Frontairbags ausgestattet ist. Da Airbags meist im Armaturenbrett oder auch in den SeitentĂŒren installiert sind, können sie beim Auslösen fĂŒr Hunde auf dem Beifahrersitz lebensgefĂ€hrlich werden. Deshalb sollten Sie den Airbag auf der Beifahrerseite bei Fahrten mit dem Hund deaktivieren. Sollte dies nicht möglich sein, kommt der vordere Sitzplatz fĂŒr Ihren Vierbeiner nicht in Frage.

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Auch Schoßhunde gehören im Auto nach hinten

Viele Hundehalterinnen und Hundehalter wissen dies nicht: Wer das HĂŒndchen wĂ€hrend der Autofahrt frei auf dem Beifahrersitz oder gar auf dem eigenen Schoß Platz nehmen lĂ€sst, verstĂ¶ĂŸt gegen das Gesetz und riskiert ein Bußgeld. Haustiere, egal wie klein und possierlich, mĂŒssen auch auf dem Beifahrersitz so fixiert sein, dass Fahrende weder abgelenkt sind noch gefĂ€hrdet werden. Besser: platzieren und sichern Sie Ihren Hund lieber hinter sich, um Ablenkungen zu vermeiden.

Hundeautogeschirr

FĂŒr den Transport lĂ€sst sich ein speziell fĂŒr diesen Zweck entwickeltes Auto-Brustgeschirr verwenden

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Wie muss ein Hund auf der RĂŒckbank gesichert sein?

Um den Hund sicher auf der RĂŒckbank zu transportieren, können Sie ein speziell fĂŒr diesen Zweck entwickeltes Auto-Brustgeschirr verwenden. Diese Autogeschirre eignen sich jedoch weniger fĂŒr nervös veranlagte und sehr unruhige Vierbeiner – fĂŒr entspannte Hunde hingegen, die ruhig auf dem RĂŒcksitz liegen, sind sie ideal.

Ihre Fellnase liegt auf der RĂŒckbank am liebsten nur auf einer Decke? Dann bieten sich neben dem Hunde-Autogeschirr spezielle Hundegurte an. Auch damit können Sie Ihren Hund wahlweise per Sicherheitsgurtschloss oder das Isofix-System fixieren. Sollte Ihr Hund geschickte Pfoten haben und in der Lage sein, ein Sicherheitsgurtschloss selbst zu öffnen, ist die Sicherung ĂŒber Isofix unbedingt zu bevorzugen.

Wichtig ist auch hier, nicht am falschen Ende zu sparen. Qualitativ hochwertige Hundegurte zeichnen sich beispielsweise durch stabile Karabinerhaken aus wertigem Metall sowie ein mechanisches Verriegelungssystem aus. Damit wird ein versehentliches Öffnen des Hakens wĂ€hrend der Fahrt verhindert.

Beim Verwenden eines Hunde-Autogurtes, sollten Sie unbedingt darauf achten, den Gurt nicht zu lang oder zu locker anzuziehen. Ihr Hund sollte weder in der Lage sein, durch zu viel Spielraum den Kopf aus dem geöffneten Fenster zu stecken noch in Ihren Fahrerbereich gelangen können.

Sollten Sie einen kleinen bis mittelgroßen Hund haben, der bei Autofahrten erhöhten Puls bekommt und aufgeregt wird, ist ein gepolsterter Hundesitz empfehlenswert. Diese stabilen und nach oben offenen Boxen bieten idealen Komfort und Geborgenheit. Im Hundesitz gesichert können es sich insbesondere nervöse Hunde gemĂŒtlich machen und zur Ruhe kommen – und dabei Frauchen oder Herrchen immer im Blick haben.

Hundeautositz

Kuschelig und geborgen auf der RĂŒckbank: Im gepolsterten Hundesitz samt Geschirr fahren Vierbeiner sicher

So sichern Sie Ihren Hund im Kofferraum

Zum sicheren Transport Ihres Hundes im Kofferraum eignet sich eine stabile Hunde-Transportbox aus Metall, die zum Schutz des Tieres eine ausreichende Knautschzone bietet. Hundeboxen fĂŒrs Auto sollten so stabil wie möglich sein und mit Gurten gesichert werden, um ein Herumschleudern bei einer Vollbremsung zu verhindern.

Wer viel mit Auto unterwegs ist und den Hund regelmĂ€ĂŸig als Begleiter mitnimmt, sollte sich nicht scheuen, tiefer in die Tasche zu greifen, um die kostbare vierbeinige Fracht adĂ€quat im Fahrzeug zu sichern. Im mittleren dreistelligen Bereich bieten zum Beispiel Crashtest-getestete Hundeboxen fĂŒr den Kofferraum ein Maximum an Sicherheit – fĂŒr Hund und Mensch.

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Hundetransport im Auto: Halsband ist ein No-Go

Sichern Sie Ihren Hund im Auto keinesfalls ĂŒber sein Halsband, sondern immer am Brustgeschirr. Bei Verwendung eines Halsbandes zur Sicherung kann Ihr Hund bei abruptem Bremsen oder einem Verkehrsunfall schwer an der HalswirbelsĂ€ule verletzt oder gar stranguliert werden.

Hundetransportbox

Erstes Gebot ist Sicherheit: Eine stabile Hunde-Transportbox im Kofferraum bietet Schutz und Komfort

Einige dieser Top-Modelle lassen sich sogar je nach Bedarf in der Tiefe erweitern. Der Vorteil: GrĂ¶ĂŸenverstellbare Boxen können entweder mit einem Welpen mitwachsen oder ausreichend Platz fĂŒr zwei kleinere beziehungsweise einen mittelgroßen bis großen Hund bieten.

GrundsĂ€tzlich eignet sich der gerĂ€umige Kofferraum fĂŒr große Hunde ideal zur Sicherung. Sofern Ihr Hund hier nicht in einer Hundebox untergebracht ist, sollten Sie ihm ein Auto-Brustgeschirr anlegen. Hat Ihre Fellnase auf seinem bequemen Hundebett oder einer gut gepolsterten Liegematte Platz genommen, können Sie das Autogeschirr mit einem geeigneten Gurt an einer der dafĂŒr vorgesehen Ösen im Laderaum Ihres Autos sichern.

Ein Trenngitter zwischen Kofferraum und RĂŒckbank bietet zusĂ€tzlichen Schutz, da dieses verhindert, dass der Hund bei einem Unfall oder einer Vollbremsung in den Fahrgastraum geschleudert wird.

Autoreisen mit Hund: Tipps fĂŒr eine stressfreie Fahrt

Nachdem wir geklĂ€rt haben, wie Sie Ihren Hund im Auto adĂ€quat sichern können, geben wir im Folgenden praktische Tipps, wie Sie dafĂŒr sorgen können, dass Ihr Hund sich auch unterwegs wĂ€hrend einer langen Autofahrt wohlfĂŒhlt und entspannt bleibt. Gleichzeitig helfen diese Tipps auch, einen gestressten Hund wĂ€hrend der Autofahrt zu beruhigen.

Eines vorab: GrundsĂ€tzlich sollten Sie Ihren Hund bereits vor der ersten langen Fahrt geduldig an das Auto, die MotorgerĂ€usche, den Hundesitz, das Anschnallen und schließlich an kĂŒrzere Autofahrten gewöhnen. Dies gelingt ĂŒber mehrere Wochen, idealerweise schon im jungen Alter, indem Sie den Welpen erst minutenweise im Hundesitz Platz nehmen lassen und sich dann langsam zeitlich steigern, bis es auf die erste Spritztour, zum Beispiel zu einem Hundepark ins GrĂŒne geht.

Wichtig ist, nichts zu ĂŒberstĂŒrzen und das Tier nicht zu ĂŒberfordern. Haben Sie einen Hund, der schon beim Einsteigen ins Auto bockt oder beim Losfahren bellt oder jault: Schritt zurĂŒck und Tempo aus dem Training nehmen. Bestenfalls finden Sie die Ursache heraus, was genau den Hund beim Autofahren stresst und gehen diese an – hier kann auch ein erfahrener Hundetrainer bei der Analyse und dem Training helfen.

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Kann ich meinem Hund fĂŒr die Autofahrt ein Beruhigungsmittel geben?

Diese Frage sollten Sie allein mit der Tierarztpraxis Ihres Vertrauens klĂ€ren – das Internet, Freunde oder andere Hundehalterinnen und Halter werden Ihnen zig verschiedene Meinungen dazu geben und sind unzuverlĂ€ssige Ratgeber. Ob und welche Mittelchen zur Beruhigung Ihr Hund vertrĂ€gt, hĂ€ngt unter anderem vom Alter, Gewicht, Gesundheitszustand, etc. des Tieres ab und sollte ausschließlich nach Ă€rztlicher Anweisung verabreicht werden.

Wenn der Hund ĂŒberwiegend positive Erfahrungen mit dem Autofahren gemacht hat und sich auf seinem bequemen Platz im Auto sicher und „pudelwohl“ fĂŒhlt, steht auch lĂ€ngeren Autofahrten mit Ihrem vierbeinigen Freund nichts mehr im Wege.

FĂŒr eine entspannte Autofahrt mit dem Hund, beachten Sie diese 6 Tipps

Neues Auto gĂŒnstig versichern?

Autofahren mit dem Hund im Sommer – Das sollten Sie beachten

Falls Sie planen, sich an einem heißen Sommertag mit Ihrem Hund auf eine Autofahrt zu begeben, sollten Sie abwĂ€gen, ob diese notwendig ist oder ob Ihr Hund nicht lieber zu Hause bleibt. Wenn es sich nicht vermeiden lĂ€sst, versuchen Sie zumindest, zu einer kĂŒhleren Tageszeit zu fahren.

Platzieren Sie Ihren Hund wĂ€hrend der Autofahrt zum Beispiel auf einer KĂŒhldecke, lassen Sie ihn regelmĂ€ĂŸig trinken und meiden Sie verstopfte Straßen. Vor allem aber sollten Sie Ihren Hund niemals allein im geparkten Auto zurĂŒcklassen – auch nicht bei offenen Fenstern.

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Hund im geparkten Auto: Lebensgefahr fĂŒrs Tier

Wussten Sie, dass selbst ein im Schatten geparktes Auto mit geöffneten Fenstern tödliche Temperaturen fĂŒr Ihr Tier erreichen kann? US-amerikanische Forscher der University of Georgia haben untersucht, wie die Temperatur im Autoinneren in Relation zur Außentemperatur ansteigt. Demnach kann bei einer Außentemperatur von „nur“ 20 Grad die Innentemperatur eines parkenden Autos innerhalb einer Stunde bereits auf 46 Grad ansteigen. Bei einer Außentemperatur von 30 Grad ist dieser kritische Wert schon nach 30 Minuten erreicht.

Achten Sie deshalb bei Autofahrten im Sommer bei Ihrem vierbeinigen Freund stets auf Anzeichen fĂŒr eine Überhitzung. Diese kann sich zum Beispiel durch starkes Hecheln, dunkelrote SchleimhĂ€ute, Übelkeit und Erbrechen, glasige Augen oder Koordinationsschwierigkeiten bis hin zur Bewusstlosigkeit bemerkbar machen. Der gesamte Körper des Hundes ist ĂŒberhitzt und die Körpertemperatur erhöht.

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Lese-Tipp:

Wenn Sie mehr Informationen und Tipps lesen möchten fĂŒr lange Autofahrten mit der Familie – und dazu zĂ€hlen bekanntlich auch Hunde – empfehlen wir unseren Ratgeberartikel „Lange Autofahrten stressfrei meistern“.

Was tun bei Überhitzung?

Falls alle Vorsichtsmaßnahmen nichts genĂŒtzt haben und der Hund Symptome einer Überhitzung zeigt, sollten Sie Folgendes tun:

  • Bleiben Sie selbst möglichst ruhig – auch wenn es schwerfĂ€llt. Je aufgeregter Sie sind und Ihrer Sorge freien Lauf lassen, umso mehr ĂŒbertrĂ€gt sich Ihre Angst auf Ihren Hund. Deshalb: Keep calm!
  • Bringen Sie Ihren Hund so schnell es geht aus dem Auto und an einen schattigen, kĂŒhleren Ort. Versuchen Sie das Tier langsam und behutsam runterzukĂŒhlen.
  • Um die Körpertemperatur des Hundes vorsichtig zu senken, legen Sie ihn beispielsweise auf eine KĂŒhlmatte oder wickeln sie das Tier vorsichtig in ein feuchtes Tuch ein.
  • ÜberschĂŒtten Sie Ihren ĂŒberhitzten Hund jedoch auf keinen Fall mit kaltem Wasser. Bei einer zu schnellen AbkĂŒhlung besteht das Risiko eines Kreislaufversagens.
  • Ist Ihr Hund nach der Erstversorgung stabil, sollten Sie umgehend eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Zahlt meine Kfz-Versicherung den vom Hund verursachten Schaden?

Da es sich bei SchadenfĂ€llen, in die ein Fahrzeug und ein Hund verwickelt sind, meist um individuelle EinzelfĂ€lle handelt, ist eine allgemeingĂŒltige Antwort nicht möglich. Prinzipiell verhĂ€lt es sich jedoch so, dass fĂŒr alle SchadenfĂ€lle, die der Hund verursacht – und sei es nur mitwirkend – immer die Hundehalterin oder der Hundehalter haftet.

Springt Ihr Hund beispielsweise, kaum dass Sie die AutotĂŒr oder den Kofferraum geöffnet haben, aus dem Wagen und rennt auf die Straße, sodass ein herannahendes Auto zur Vollbremsung gezwungen ist und ein weiteres folgendes Fahrzeug auffĂ€hrt, haften Sie fĂŒr den entstandenen Personen- oder Sachschaden.

Da Ihr Hund den Verkehrsunfall verursacht hat, greift Ihre Autoversicherung hier nicht. Stattdessen sollten Sie fĂŒr einen solchen Fall mit einer Hundehaftpflichtversicherung gewappnet sein – in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und ThĂŒringen ist diese Versicherung sogar Pflicht.

Ein anderes Beispiel: Wenn Sie bei einer Autofahrt einen Verkehrsunfall verursachen, weil Ihr Hund im Auto nicht ordnungsgemĂ€ĂŸ gesichert war und Sie abgelenkt und Ihre ReaktionsfĂ€higkeit gestört hat, kann es Probleme mit Ihrer Kfz-Versicherung geben. Das heißt, dass in diesem Fall Ihr Versicherungsschutz gefĂ€hrdet sein kann.

Fazit: Ein Hund im Auto ist eine wertvolle Fracht – eine Sicherung ist lebenswichtig

Ganz gleich, ob lange Autofahrt oder nur mal eben mit dem Hund zum Hundeauslauf oder Tierarzt – sobald Ihre Fellnase mitfĂ€hrt, ist oberste Sicherheit gefordert. Auch wenn Ihr Hund noch so diszipliniert ist, kann die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und die Verwendung des passenden Sicherungssystems das Risiko fĂŒr alle Beteiligten minimieren. Es ist die Verantwortung jedes Hundebesitzers, fĂŒr eine sichere Fahrt zu sorgen. Denn nur so können Sie gewĂ€hrleisten, dass sowohl Ihr vierbeiniger Begleiter als auch die menschlichen Insassen wohlbehalten ihr Ziel erreichen.

Autoversicherung von Verti: GĂŒnstig versichert und gut beraten

Denken Sie nicht auch, dass die Sicherheit Ihres Hundes zu wichtig ist, um auf einen umfassenden Schutz zu verzichten? Finden Sie gleich hier den passenden Kfz-Schutz fĂŒr Ihre BedĂŒrfnisse und die Ihres Vierbeiners: Die Verti Autoversicherung können Sie jederzeit bequem online abschließen. Ihren Beitrag können Sie mit unserem Online-Rechner ermitteln – und dabei Ihren Kfz-Schutz mit unseren Zusatzleistungen auf Ihre persönlichen BedĂŒrfnisse anpassen. Noch Fragen? Von unseren Experten erhalten Sie schnell und unkompliziert Antworten und Beratung – wahlweise ĂŒber unser Kontaktformular, per E-Mail oder telefonisch unter 030-890 003 003.

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