Restschuldversicherung oder Risikolebensversicherung?

Restschuldversicherung oder Risikolebensversicherung?

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Restschuldversicherung oder Risikolebensversicherung? | Verti

Restschuldversicherung oder Risikolebensversicherung?

 
Jörn und Marie wollen endlich ins Grüne ziehen. Das Paar lebt bereits seit einigen Jahren zusammen, schon länger ist ihnen ihre Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung in der Altstadt zu klein. Für Marie einen Garten, für Jörn einen Bastelkeller und für die Kinder, die sie haben wollen, jeweils ein eigenes Zimmer – das ist ihr Traum. Darum überlegen die beiden, ein Haus zu bauen. Am besten im Speckgürtel, wo die Grundstückspreise noch bezahlbar sind und eine gute Anbindung mit der S-Bahn besteht.
 
Weil beide gut verdienen und etwas zur Seite gelegt haben, machen sich Marie und Jörn keine Sorgen um ihre Bonität. Im Gespräch signalisiert der Bankberater auch, dass der Baukredit problemlos zustande kommen wird. Für den Fall, dass Schwierigkeiten bei der Rückzahlung auftreten, wäre es aber aus Sicht des Beraters unbedingt notwendig, eine Restschuldversicherung abzuschließen. Das Paar hatte sich vorab informiert: Auch eine Risikolebensversicherung kann man zur Absicherung einer Baufinanzierung heranziehen.
 
Risikolebensversicherung oder Restschuldversicherung – das ist nun die Frage. Wir erklären die Unterschiede zwischen beiden Versicherungsformen.
 

Was bringt eine Restschuldversicherung?

 
Wenn Sie einen Kredit bei einer Bank abschließen, legt diese großen Wert darauf, dass die verliehene Summe (samt Zinsen) auch zurückgezahlt wird. Baufinanzierungen werden in der Regel durch eine Hypothek im Grundbuch abgesichert – ist der Kreditnehmer nicht mehr zahlungsfähig, darf die Bank die Immobilie pfänden und verkaufen. Bei normalen Ratenkrediten besteht dieses Grundpfandrecht nicht. Daher versuchen viele Banken, den Kredit auf eine andere Weise abzusichern und legen Kunden den Abschluss einer Restschuldversicherung nahe. Auch bei Baufinanzierungen wird häufig gleichzeitig eine entsprechende Absicherung über die Hypothek hinaus angeboten.
 
Grundsätzlich ist eine Restschuldversicherung keine schlechte Police. Sie schützt den Kreditnehmer und seine Familie, wenn sie die monatlichen Raten nicht mehr zurückzahlen können. Die Versicherung springt bei festgelegten Ereignissen ein, diese sind in der Regel:
  • Krankheit
  • Arbeitslosigkeit
  • Tod
Tritt eines dieser Ereignisse ein, zahlt die Restschuldversicherung die monatlichen Raten. Manche übernehmen auch die komplette Restschuld auf einmal. Bei hohen Summen sind so die Hinterbliebenen geschützt, die ansonsten z.B. im Todesfall die Schulden des Verstorbenen (mit)tragen müssten bzw. als Erben für seine Schulden haften würden.
 
Für Banken und Kreditinstitute bietet die Restschuldversicherung mehrere Vorteile: Sie sichern auf diese Weise die Rückzahlung des Kredits ab, zudem erhalten sie eine Vermittlungsprovision – und bekommen zusätzliche Zinsen, wenn die Versicherungspolice an den Kredit gekoppelt wird. Die Prämie wird dann einfach auf die Darlehenssumme aufgeschlagen und erhöht so automatisch die Monatsraten.
 
Verbraucherschützer bemängeln aber, dass Ratenkredite oft nur in Verbindung mit Restschuldversicherungen angeboten werden – obwohl ein separater Abschluss möglich ist und die Kreditvergabe nicht von der Versicherung abhängen darf. Zudem steigt für den Kreditnehmer der Gesamtpreis um 10 bis 15 Prozent. Die Kosten sind aber meist nicht im effektiven Jahreszins ausgewiesen. Und je niedriger die Kreditsumme, desto stärker macht sich die Prämie für die Restschuldversicherung bemerkbar.
 
Ein weiterer Haken: Die Restschuldversicherung ist ein standardisiertes Produkt. Ob der Kredit über 25.000 oder 250.000 Euro geht, macht vom Prinzip her keinen Unterschied. In beiden Fällen verkauft die Bank in der Regel die entsprechende Police eines festen Partners. Ein Vergleich verschiedener Angebote vorab ist deshalb oft nicht möglich, ebenso wenig die flexible Festlegung von Konditionen.
 

Risikolebensversicherung als Alternative zur Restschuldversicherung

 
Obwohl das Kerngeschäft von Restschuldversicherungen eigentlich normale Ratenkredite betrifft, werden sie mittlerweile auch immer häufiger zur zusätzlichen Absicherung von Baufinanzierungen herangezogen. Für Kreditnehmer wie Jörn und Marie klingt das Angebot auch sehr verlockend – schließlich wollen sie nicht wegen einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit oder dauerhaften Erkrankung ihr gerade erst gebautes Haus verlieren. Allerdings müssen sie für die Absicherung solcher Eventualitäten einen hohen Preis zahlen.
 
Dennoch sollte ein Schutz bestehen – Restschuldversicherung und Risikolebensversicherung kommen gerade deshalb bei Baufinanzierungen ins Spiel, weil es um hohe Summen und langfristige Verträge geht. Hier hat der Hinterbliebenenschutz Vorrang, damit die Familie im Todesfall im gemeinsamen Heim bleiben kann. Bei Arbeitslosigkeit und Krankheit lassen sich im Gespräch mit der Bank auch andere Möglichkeiten als ein Zwangsverkauf finden, Stundungen zum Beispiel.
 
Zur Absicherung von Angehörigen bietet sich als beste Alternative zur Restschuldversicherung eine Risikolebensversicherung an. Die Versicherungssumme dient dann als Sicherheit für den Baukredit und sollte entsprechend hoch gewählt sein. Haben Sie noch keine Police vor der Kreditaufnahme, können Sie eine neue Risikolebensversicherung abschließen. Die monatlichen Beiträge für die Risikolebensversicherung sind auch deutlich niedriger als bei einer Restschuldversicherung.
 
Tipp: Wer bereits in jungen Jahren, zum Beispiel als Auszubildender oder Student, eine Risikolebensversicherung abschließt, profitiert von noch günstigeren Beiträgen.
 
Im Gegensatz zur Restschuldversicherung hat man bei der Risikolebensversicherung freie Auswahl auf dem Markt. So können Jörn und Marie einfach Leistungen, Konditionen und Preise vergleichen, um das beste Angebot zu finden. Um den bestmöglichen Preis anbieten zu können, ist für den Abschluss eine Risikoprüfung obligatorisch. Bei Verti brauchen Interessierte zunächst nur eine Reihe von Fragen zu Gesundheit und Lebensstil, zu Beruf und Hobbys beantworten – und das ausschließlich über unser Online-Portal. Liegt die abzusichernde Baufinanzierungssumme beispielsweise bei einem 40 Jährigen ohne Vorerkrankungen unter 400.000 Euro, verzichten wir außerdem auf ärztliche Untersuchungen.
 

Fallende Risikolebensversicherung statt Restschuldversicherung

 
Sparfüchse können zur Absicherung einer Baufinanzierung eine fallende Risikolebensversicherung wählen. Die Versicherungssumme ist bei diesem Modell nur so hoch wie tatsächlich benötigt. Bei Verti sinkt die abgesicherte Kreditsumme jedes Jahr um einen festgelegten Betrag (linear fallend). Daher würden Marie und Jörn bei dieser Variante auch weniger Beiträge als bei einer gleichbleibenden Versicherungssumme zahlen. Da sie nicht verheiratet sind, bietet sich eine Überkreuzversicherung an, um ggf. Erbschaftsteuer zu sparen.
 
Nach dem Gespräch mit dem Bankberater haben sich Marie und Jörn für eine flexible und individuelle Lösung entschieden. Statt einer Restschuldversicherung schließen sie eine fallende Risikolebensversicherung ab, um die Kreditsumme von 250.000 Euro gegen Zahlungsausfall abzusichern. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern auch günstig: Bei einer Vertragslaufzeit von 25 Jahren zahlen sie bei Verti gerade einmal 12,23 Euro pro Monat für den Versicherungsschutz. Darüber hinaus sind die Beiträge über die gesamte Laufzeit garantiert – und somit fest und planbar.