Neue Typklassen 2021: Das müssen Sie wissen

Für fast 11 Mio. Autofahrer ändert sich 2021 die Typklasse ihres Fahrzeugs. Wer von niedrigeren Beiträgen der Kfz-Versicherung profitiert, lesen Sie hier.

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Neue Typklassen 2021: Das müssen Sie wissen

Rund 4,6 Millionen Autofahrer profitieren 2021 von günstigeren Typklassen, für über 6,1 Millionen gelten jedoch künftig höhere Einstufungen. Damit sind häufig veränderte Prämien der Kfz-Versicherung verbunden, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) mitteilt. Welchen Zusammenhang es zwischen Typklassen und der Höhe der Kfz-Versicherungsbeiträge gibt, welche Modelle durch besonders hohe Typklassen hervorstechen und wie sich Regional- und Typklassen unterscheiden, erfahren Sie hier.

 
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Was sagen Typklassen aus?

Die Typklasse eines Autos ist relevant für die Berechnung der Kfz-Versicherung. 16 Typklassen (10-25) gibt es in der Kfz-Haftplicht, in der Vollkaskoversicherung sind es 25 (10-34) und in der Teilkaskoversicherung werden 24 Typklassen (10-33) unterschieden. 

In welche Typklasse das Fahrzeug eingestuft wird, hängt von diesen Faktoren ab:

  1. Zahl der Zulassungen des Autotyps in Deutschland
  2. Motorleistung und Karosserievariante 
  3. Zahl der Fahranfänger, auf die der Autotyp zugelassen ist
  4. Wie oft der Autotyp in Unfälle verwickelt wurde, die Schäden für Dritte mit Leistung der Versicherung bedeuteten, ist relevant für die Typklassen der Haftpflicht 
  5. Wie oft ein Autotyp nach selbstverschuldeten Unfällen und Teilkaskoschäden (z.B. Wildunfälle oder Glasschäden) zu Versicherungszahlungen für das eigene Fahrzeug führten, ist relevant für die Typklassen der Vollkasko
  6. Wie oft für ein Auto dieses Typs Teilkaskoschäden von der Versicherung beglichen wurden, ist relevant für die Typklassen der Teilkasko. 
 
Hinweis:

Die Typklassen in Kfz-Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko müssen nicht übereinstimmen. Denn: Gehört ein bestimmtes Modell beispielsweise zu den Favoriten von Dieben, steigt dessen Typklasse in der Teilkasko. Ist das Fahrzeug gleichzeitig nur selten in Unfälle verwickelt, ist die Vollkaskoeinstufung deutlich geringer.

 
 
 

Welche Rolle spielt die Typklasse für den Kfz-Versicherungsbeitrag? 

Die Höhe der Kfz-Versicherung ergibt sich aus verschiedenen Aspekten, einer davon ist die Typklasse. Je höher sie ist, desto häufiger war ein Fahrzeugtyp in Unfälle oder Schadenmeldungen verwickelt. Und je höher die Typklasse, umso höher ist in der Regel auch der Kfz-Beitrag. 

Die Statistiker des GDV werten regelmäßig die Schadenbilanzen aller zugelassenen Fahrzeugmodelle aus, die in Deutschland zugelassen sind. Die aktuelle Typklassenstatistik des GDV beinhaltet etwa 31.000 verschiedene Modelle und deren Schadenabrechnungen in den Jahren 2017 bis 2019.

Werden für ein Fahrzeugmodell durchschnittlich wenige Schäden und geringe Versicherungsleistungen verzeichnet, wird es in eine niedrige Typklasse eingestuft, bei vielen Schäden und hohen Kosten entsprechend in eine höhere.

So finden Sie Ihre aktuelle Typklasse:

  • Suchen Sie im Fahrzeugschein oder Fahrzeugbrief nach der Schlüsselnummer für Ihren Pkw.
  • Entnehmen Sie dort die HSN oder auch Herstellerschlüsselnummer. Das sind die ersten vier Nummern, die für den Autohersteller stehen, z.B.  0603 für VW 
  • Dann benötigen Sie noch die TSN oder auch Typ-Schlüsselnummer, ebenfalls im Fahrzeugschein vermerkt. Das ist die Nummer, die den Autotypen eindeutig kennzeichnet. Für einen VW Golf VIII, Bj. 2019, 96kW als Benziner lautet die TSN: CKM
  • Über die HSN und TSN finden Sie auf der Website des GDV die Typklasse, in der das Auto eingestuft ist. Für den VW Golf VIII wäre das aktuell Typklasse 13 in der Haftpflicht und jeweils Typklasse 20 in der Teil- und Vollkasko.
 
Wichtig:

Die Typklasseneinstufung des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann für Neuverträge und bestehende Verträge genutzt werden. Die Typklasse allein ist jedoch nicht ausschlaggebend, ob der Kfz-Versicherungsbeitrag im kommenden Jahr sinkt oder steigt..

 

Wie setzt sich die Beitragshöhe der Kfz-Versicherung zusammen?

Jedes Fahrzeug in Deutschland braucht mindestens eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Dieser Basisschutz ist die günstigste Variante. Um besser abgesichert zu sein, entscheiden sich die meisten Autofahrer aber für eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung. Die Vollkaskoversicherung kommt für fast alle Schäden auf, die am eigenen Auto entstehen und sichert unter anderem auch selbstverschuldete Unfälle und Vandalismus ab. 

Diese Kriterien beeinflussen die Beitragshöhe:

 
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Die neuen GDV-Typklassen 2021 (Auszug) 

Große Veränderungen gibt es 2021 nur für wenige Modelle, die Mehrheit ändert sich maximal um eine Klasse. Einen satten Sprung macht beispielsweise der Seat Arona 1.5 (Typ KJ, seit 2017), der sich um drei Klassen verbessert. Eine Verschlechterung um ganze vier Klassen gibt es im oberen Preissegment für das Tesla Model S (Typ 002, seit 2015). 

Quelle: GDV

Oberklasse-Modelle, SUV - Je teurer das Modell, desto höher die Typklasse?

Die Motorleistung und Karosseriegröße haben Einfluss auf die Typklasse. Denn: Mit wachsender PS-Zahl steigt das Unfallrisiko. Viele hochmotorisierte Oberklasse-Modelle und SUVs wie etwa der Porsche Macan Turbo 3.6 haben hohe Typklassen, Kleinwagen oder ältere Modelle wie der Citroen C3 Picasso 1.4 eher niedrige Klassen. Aber auch Kleinfahrzeuge wie der Ford Fiesta, die bei Fahranfängern besonders beliebt sind, haben eine höhere Typklasse, da es bei ungeübten Fahrern häufiger mal kracht.

Für die Einstufung der Kaskoversicherung spielt außerdem der Wert des versicherten Autos eine Rolle – ist das Fahrzeug teuer, ist in der Regel auch die Versicherungsprämie höher.

Kurz erklärt: Das ist der Unterschied zwischen Typklassen und Regionalklassen 

Im Gegensatz zu den Typklassen spielt bei den Regionalklassen der Zulassungsbezirk eine Rolle. In Regionen, in denen es häufiger kracht und zahlreiche Versicherungsschäden gemeldet werden, müssen sich Autofahrer möglicherweise auf höhere Kosten bei der Kfz-Versicherung einstellen – auch wenn sie einen Autotyp fahren, der selten in Unfälle und Schadenmeldungen verwickelt ist. Für die Regionalklassen veröffentlicht der GDV ebenfalls regelmäßig eine Statistik für die Kfz-Haftpflicht und Kasko-Versicherungen.

Beide, Typklassen und Regionalklassen, haben Auswirkungen auf die Beitragshöhe der Autoversicherung. Je seltener es in einem Zulassungsbezirk scheppert oder je seltener Langfinger zuschlagen, desto niedriger ist die Regionalklasse und damit häufig auch günstiger in der Versicherung.

Ändert sich 2021 die Typklasse Ihres Autos und damit Ihre Versicherungsprämie? Berechnen Sie jetzt bequem Ihren günstigen Tarif mit unserem Online-Tarifrechner und wechseln Sie zu Verti – dem zweitgrößten Kfz-Direktversicherer Deutschlands! Haben Sie Fragen zu unseren Tarifen oder wünschen Sie ein persönliches Angebot? Dann erreichen Sie uns per E-Mail oder telefonisch unter 030 – 890 003 003 – im Schadensfall natürlich rund um die Uhr.

*Information zum Rechenbeispiel 8,67€/Monat: *Rechenbeispiel für: Smart Fortwo 1.0 Coupe (HSN: 1313, TSN: AHM), eigenfinanziert, Erstzulassung 2016, Kaufjahr: 2018, Zulassung in PLZ: 26871, Fahrleistung: 5.000 km/Jahr, Nutzung: ausschließlich privat, Halter: VN, Fahrer: VN (Alter 54 Jahre/Führerschein seit 1984) und weiterer Fahrer (52 Jahre/ Führerschein seit 1986/ angestellt), Angestellter, kein Wohneigentum, Abstellplatz: Straße, verheiratet, SF-Klasse KH/ VK: SF 36 / SF 36 Selbstbeteiligung VK/ TK: 500/ 150 €, keine Vorschäden, Zahlweise: jährlich Bankeinzug, Werkstattbindung, Versicherungsbeginn: 01.01.2020, Tarif inkl. Vollkasko, Produktlinie Klassik. Die Ausweisung der 8,67 €/ Monat bezieht sich auf die errechnete Jahresprämie von 104,- € welche auf 12 Monate runtergebrochen wurde. Stand: 27.02.2020

Es gelten die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AKB) der Verti Versicherung AG, Rheinstraße 7A, 14513 Teltow.

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