H-Kennzeichen – diese Vorteile bringen Oldtimerkennzeichen

H wie historisch: Das sollten Sie wissen, wenn Sie einen Oldtimer versichern

H-Kennzeichen – diese Vorteile bringen Oldtimerkennzeichen

Er strahlt und funkelt in Ihrer Garage: Endlich haben Sie den lang gesuchten Oldtimer gefunden. Doch bevor es auf die Straße geht, müssen Sie das gute Stück versichern. Mit der Kfz-Versicherung für ein H-Kennzeichen ist Ihr Oldtimer rundum gut geschützt. Das Oldtimerkennzeichen bringt Ihnen vor allem eins: jede Menge Vorteile. 

So profitieren Sie vom H-Kennzeichen

  • Günstige Tarife: Oldtimer sind selten und oft nur bei gutem Wetter unterwegs. Dadurch sind sie auch nicht besonders häufig in Unfälle verwickelt. Gut für Sie, denn Kfz-Versicherungen stufen Sie deshalb in der Schadensfreiheitsklasse niedrig ein. Und das senkt Ihre Versicherungskosten.  
  • Niedrige Steuern: Sie zahlen nur 191,73 Euro Steuern pro Jahr, unabhängig vom Modell.
  • Überall hinfahren: Mit dem H-Kennzeichen dürfen Sie sogar in Umweltzonen fahren, ohne Umweltplakette.

So kommt Ihr Oldtimer an das begehrte H-Kennzeichen

  • Ihr Oldie muss mindestens 30 Jahre auf dem Buckel haben.
  • Alles an dem Fahrzeug sollte möglichst original, gut gepflegt und straßentauglich sein.
  • Ohne TÜV-Plakette geht es nicht auf die Straße.
  • Um einen Gutachter vom TÜV oder der DEKRA kommen Sie nicht herum: Er bescheinigt Ihnen schriftlich, dass es sich bei dem Oldtimer um ein „Kulturgut“ handelt. Dieses Oldtimer-Gutachten ist nach § 23 StVZO Pflicht.

Saisonkennzeichen: die Alternative zum H-Kennzeichen

Sie können Ihren Oldtimer auch mit Saisonkennzeichen fahren. Sie zahlen dann nur für die angemeldete Zeit Kfz-Steuer und einen günstigen Versicherungstarif fürs ganze Jahr. Anders als bei der Kfz-Versicherung mit H-Kennzeichen muss Ihr Oldie in der abgemeldeten Zeit in der Garage bleiben und darf nicht im öffentlichen Raum stehen. 

Das rote Oldtimerkennzeichen für Ihre Oldtimer-Sammlung

Mit dem roten Oldtimerkennzeichen können Sie gleich mehrere Fahrzeuge bewegen, zum Beispiel, wenn Sie eine Oldtimer-Sammlung haben. Sie können das rote Kennzeichen einfach umstecken, müssen aber ein Fahrtenbuch führen. Die roten Kennzeichen werden auch Wechselkennzeichen genannt. Sie können ein Wechselkennzeichen nur für diese Fahrten nutzen:

  • Fahrten von und zu Oldtimertreffen 
  • Werkstattfahrten
  • Probefahrten

Wie viel kostet die Kfz-Versicherung für Fahrezuge mit einem  H-Kennzeichen? 

Autoversicherungen für Fahrzeuge mit einem Oldtimerkennzeichen sind meist sehr günstig. Allerdings können wir Ihnen keine konkreten Preise nennen. Denn die Haftpflichtbeiträge werden auf Ihren Klassiker individuell zugeschnitten. Eine Rolle spielen dabei unter anderem diese Fragen: 

  • Wie alt ist Ihr Oldtimer? 
  • Wie alt sind Sie? 
  • Wie oft sind Sie mit Ihrem Oldie unterwegs – 10.000 Kilometer im Jahr oder mehr?
  • Fahren Sie ein anderes Auto im Alltag?
  • Stellen Sie Ihren Oldie in einer Garage oder unter einem Carport unter?

Die Einstufung der Vollkaskoversicherung richtet sich häufig nach dem Alter Ihres Oldies. Bei der Teilkasko kommt es auf den Fahrzeugwert an. Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Versicherungssumme mit dem Wert Ihres Oldtimers jährlich steigt. Nur dann sind Sie ausreichend versichert.

Ist Ihr Oldie unter den Top 10?*

Das sind die zehn beliebtesten Oldtimer in Deutschland:

  1. VW Käfer
  2. Mercedes-Benz W 123
  3. Mercedes-Benz SL (R 107)
  4. Porsche 911 / 912
  5. VW Bus
  6. Mercedes-Benz „Strich-Acht“
  7. Mercedes-Benz W 110
  8. Mercedes-Benz W 113 „Pagode“
  9. VW Golf I
  10. Opel Kadett

*Quelle: Verband der Automobilindustrie, 2016

Bekommt leider kein H-Kennzeichen: der Youngtimer

Sogenannte Youngtimer sind Fahrzeuge, die mindestens fünfzehn Jahre alt sind. Besondere Versicherungstarife oder Vergünstigungen bekommen Sie für diese Fahrzeuge leider nicht. Spaß beim Fahren bringt die jungen Oldies aber dennoch.

Checkliste für Oldtimer – Das nehmen Sie zur Zulassungsstelle mit:

  • Ihren Personalausweis – oder eine Vollmacht, einschließlich Personaldokument des Vollmachtgebers 
  • ein Kennzeichenschild – bekommen Sie bei den Dienstleister rund um die Zulassungsstelle.
  • die Bescheinigung über die Abgasuntersuchung für AU-pflichtige Fahrzeuge
  • eine eVB-Nummer als Nachweis, dass Sie eine Kfz-Versicherung fürs H-Kennzeichen abgeschlossen haben.
  • den Fahrzeugbrief und den Fahrzeugschein
  • das Oldtimer-Gutachten