Kfz-Versicherungsbeitrag senken: mit diesen Fragen geht's

Sparen Sie am Beitrag, ohne auf Leistungen zu verzichten

Kfz-Versicherungsbeitrag senken: mit diesen Fragen geht's
Mindestens einmal im Jahr sollte man die eigenen Einnahmen und Ausgaben auf den Prüfstand stellen. So lassen sich überflüssige Kosten vermeiden und Geld sparen. So hat man bei Bedarf etwas übrig für ein finanzielles Polster, eine lang ersehnte Reise oder eine Weiterbildung, die einen im Job voranbringt. Oftmals reicht es schon aus, laufende Verträge auf den neuesten Stand zu bringen. Bei der Kfz-Versicherung kann eine Anpassung bereits mehrere hundert Euro einbringen. Dazu muss man sein Auto weder verkaufen noch in einen Landkreis ziehen, der so wenige Unfälle zu verzeichnen hat, dass die Prämie allein schon durch die günstige Regionalklasse in den Keller purzelt. Hand aufs Herz: Wann haben Sie sich diese Fragen zum letzten Mal gestellt und beantwortet:
 

Beitrag senken: Brauche ich Vollkasko oder Teilkasko?

 
Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist das Minimum an Schutz und obendrein eine Versicherung, die jedes Fahrzeug mindestens haben muss, um im öffentlichen Verkehr genutzt werden zu können. Die Police kommt nur für Schäden des Unfallgegners auf. Sie ist dafür aber so erschwinglich, dass gerade Halter von alten oder sehr günstig erstandenen Autos, die dazu nur wenige Kilometer im Jahr fahren, lieber auf mehr Leistung verzichten und eventuelle Schäden am eigenen Wagen selbst übernehmen.
Die Teilkaskoversicherung dagegen deckt auch Schäden am eigenen Auto ab, etwa wenn diese durch Unwetter oder Unfälle mit Wildtieren entstanden sind. Außerdem ist man im Fall eines Diebstahls geschützt. Wenn man jedoch selbst einen Unfall verschuldet  oder es Schäden durch Vandalismus zu regulieren gibt, kommt die Teilkaskoversicherung nicht auf. Für Autos, die mehr als fünf Jahre auf den Buckel haben, empfehlen Experten den Umstieg auf Teilkasko. Es sei denn, der Wagen hat einen niedrigen Wertverlust oder läuft über einen Leasingvertrag. Dann kommt man um eine Vollkasko nicht herum.
Mit der Vollkaskoversicherung ist man nahezu rundum abgesichert. Die Beiträge sind dafür aber auch am höchsten. Als Faustregel gilt, dass sich die Vollkasko für Neuwagen lohnt und man nach drei bis fünf Jahren getrost auf die günstigere Teilkasko umbuchen kann. Es gibt jedoch Ausnahmen: Bei einigen Fahrzeugmodellen ist der Preisunterschied zwischen Teil- und Vollkasko so gering, dass sich ein Wechsel nicht rechnet. Am besten, man kalkuliert vor einem Wechsel beide Varianten durch und überlegt sich genau, welche Leistungen man braucht.
 

Welche Selbstbeteiligung habe ich angegeben?

 
Über eine entsprechende Selbstbeteiligung gibt es satte Einsparpotenziale. Wieviel man im Falle eines Schadens aus dem eigenen Geldbeutel zahlt, kann man bei Teilkasko und Vollkasko im Vertrag angeben. Vielleicht hat man gerade am Anfang eher vorsichtig mit 150 Euro gerechnet? Dann lässt sich mit einer Änderung auf 300 Euro Selbstbeteiligung der Preis für die Kfz-Versicherung beachtlich reduzieren. Bei kleinen Schäden sollte man sich zudem überlegen, sie gleich selbst zu bezahlen. Meldet man jeden Kratzer der Versicherung, kann man letztlich auch in der Schadenfreiheitsklasse zurück gestuft werden, verliert Rabatte und zahlt am Ende höhere Beiträge. 
 

Wann werden die Beiträge der Autoversicherung von meinem Konto abgebucht?

 
Es mag bei dieser Frage nicht gleich der ganz große Spareffekt zu erwarten sein, aber sicherlich kann man davon ausgehen, dass man mit vielen kleinen Raten am Ende mehr an Versicherungsbeiträgen zahlt, als wenn man seine Rechnung in einem Mal begleicht. Am günstigsten kommt man immer noch bei der jährlichen Abbuchung des Jahresbeitrages für die Kfz-Versicherung im Voraus per Lastschrift davon. Für Versicherungen ist das nun mal der sicherste Weg. Wenn man diese eine Summe nicht zusammen bekommt, kann man bei einigen Versicherungen auch die halbjährliche, quartalsweise oder sogar monatliche Zahlung einrichten. 
 

Wie viele Kilometer habe ich auf dem Tacho?

 
Der Kfz-Beitrag wird umso günstiger, je weniger ein Auto gefahren wird. Daher lohnt es sich, einmal im Jahr auf den Kilometerstand seines Wagens zu schauen und die Laufleistung mit dem im Versicherungsvertrag angegebenen Wert zu vergleichen. Hat man zwischendurch den Job gewechselt, fährt eher auch mal mit der Bahn oder nimmt für kurze Strecken das Fahrrad, kann sich das enorm auf die gefahrenen Autokilometer auswirken. Fährt man deutlich weniger als erwartet, sollte man das der Versicherung mitteilen. So lassen sich die Beiträge um bis zu 15 Prozent senken. Anders herum schützt die ehrliche Angabe zu viel gefahrener Kilometer vor Leistungskürzungen. Wer den Kilometerstand absichtlich nach unten korrigiert, muss im schlimmsten Fall mit der Kündigung seitens der Versicherung rechnen.
 

In welcher Werkstatt war ich eigentlich zuletzt?

 
Viele Versicherungen arbeiten heute mit einem Netz von Partner-Werkstätten zusammen, in denen die eigenen Kunden günstige Konditionen bekommen. Diese Ersparnis bekommt man als Versicherungsnehmer zu spüren: wer sich für eine Werkstattbindung im Vertrag entscheidet, kann bis zu 20 Prozent seiner Beiträge sparen. Bei einer Schadensmeldung organisiert der Versicherer obendrein auch noch die Abholung und Reparatur, was viel Aufwand erspart. Die Werkstattbindung kann man jedoch nur bei Kaskoversicherungen wählen. In der Kfz-Haftpflichtversicherung werden lediglich Schäden am Wagen des Unfallgegners übernommen, der frei entscheiden kann, wo er sein Auto reparieren lassen möchte.