Die Grüne Versicherungskarte wird weiß

Zum 1. Juli 2020 erhält die „Grüne Karte“ einen neuen Look: aus Grün wird Weiß und damit einiges leichter

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Grüne Versicherungskarte: Im Ausland sicher unterwegs

Meist jeder, der schon mit seinem Auto ins Ausland gefahren ist, kennt sie: die Grüne Karte. Die offiziell als Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr (IVK) bezeichnete Bescheinigung auf grünem Papier – daher der Name – wurde 1965 eingeführt. Seit dem 1. Juli 2020 hat die Farbe Grün ausgedient und der Versicherungsnachweis ist nun auch auf weißem Papier ausgedruckt gültig. Der Farbwechsel von der „Grünen Karte“ zur „Weißen Karte“ macht die Ausstellung für Kfz-Versicherer und Autofahrer gleichermaßen einfacher – wie genau, erfahren Sie hier.

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Neuer Farbanstrich für die Grüne Karte

Seit ihrer Einführung kennen Autofahrer die auf amtlich grünem Papier ausgestellte Versicherungskarte. Als Nachweis einer Kfz-Haftpflichtversicherung stellt der Versicherer die Karte auf Anfrage kostenlos aus und jeder, der sich mit dem Pkw auf Reisen ins Ausland – vor allem in Nicht-EU-Staaten – begibt, sollte sie dabei haben.

Die internationale Versicherungskarte ist im Falle eines Verkehrsunfalls im Ausland zur Schadensabwicklung vorzuzeigen, in manchen Nicht-EU-Ländern sogar schon bei der Einreise. Sie enthält wichtige Informationen über den Fahrzeughalter und den Kfz-Versicherungsschutz des Autos und dient so als Beweis, dass das Fahrzeug über eine Kfz-Haftpflichtversicherung verfügt.

Nach 55 Jahren weicht die grüne Papierfarbe der Karte – bis dato Voraussetzung für die Gültigkeit – einem neutralen weiß. Konkret bedeutet dies, dass der Nachweis ab sofort auf herkömmlichem, weißem Papier ausgestellt sowie im neuen Look im Ausland akzeptiert wird. Unberührt von der optischen Farbänderung bleibt übrigens der Name: trotz weißem Hintergrund bleibt es auch künftig die „Grüne Karte“.

Die Vorteile des Farbwechsels der Grünen Karte

Wer die internationale Versicherungskarte bisher bei seinem Kfz-Versicherer bestellt hat, erhielt diese entweder mit der Post zugeschickt oder musste sie in der Geschäftsstelle der Versicherung abholen. Dank der Farbanpassung und einem guten Schritt vorwärts Richtung Digitalisierung, ist dieser Zeit- und Kostenaufwand für beide Seiten ab jetzt Geschichte. Es wird leichter und bequemer.

Während Versicherer die nun weiße „Grüne Karte“ ab jetzt einfach als PDF-Anhang per E-Mail versenden können, dürfen Versicherte sich diese auf handelsüblichem, weißem Papier zuhause selbst ausdrucken. Das ist natürlich sehr erfreulich – ganz digital wird es allerdings noch nicht. Die Pflicht, den Versicherungsnachweis ausgedruckt meist in Nicht-EU-Staaten vorzuzeigen, bleibt bestehen. Es reicht somit nicht aus, das PDF nur auf dem Smartphone zu sichern.

Tipp: Drucken Sie Ihre neue Grüne Karte nach dem E-Mail-Empfang am besten gleich selbst aus und dann ab damit ins Handschuhfach – so sind Sie für den nächsten Ausflug ins Ausland für den Fall der Fälle auf der sicheren Seite.
 

Die Grüne Karte – treuer Begleiter für Auslandsfahrten seit 1965

Bevor das Grüne-Karte-System europaweit eingeführt wurde, ging es für Autofahrer noch recht aufwendig und kostspielig zu. Sie mussten sich nach Passieren der Grenze im anderen Land einen zusätzlichen Versicherungsbeleg besorgen. Seit sich damals aber mehrere Länder zu einem Abkommen zusammenschlossen, dient die Grüne Karte als einheitlicher, internationaler Kfz-Versicherungsnachweis. Für welche Länder ein Versicherungsschutz für Ihr Fahrzeug besteht, steht auf Ihrer Grünen Karte.

Grundsätzlich wird empfohlen: Wer sich mit dem eigenen Wagen ins Ausland aufmacht, sollte die Grüne Karte im Handschuhfach dabei haben. Mittlerweile braucht man diese in den 27 EU-Ländern nicht mehr zwingend. Hier reicht dank des Kennzeichenabkommens das amtliche Kennzeichen als Nachweis einer gültigen Kfz-Haftpflichtversicherung in der Regel aus.

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Das gilt übrigens auch für manche Länder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) wie Island und Norwegen sowie in den Ländern Andorra und Serbien. Jedoch schadet es nicht, die Versicherungskarte vorsichtshalber immer mitzunehmen. Schließlich erspart sie einem so manche Unannehmlichkeit bei der Abwicklung eines Schadens – erst recht, wenn man bei einem Unfall im Ausland der jeweiligen Landessprache nicht mächtig ist.

 
Aufgepasst: Es gibt Länder, in denen die Grüne Karte als Versicherungsnachweis nicht anerkannt wird, wie beispielsweise Israel, Iran, Marokko oder Tunesien. Reisen Sie in einen Nicht-EU-Staat, wo weder die Grüne Versicherungskarte noch das Kennzeichenabkommen gelten, müssen Sie vor Ihrer Abreise eine separate Haftpflichtversicherung, also eine sogenannte Grenzpolice abschließen.
 

Grün/weiße Übergangsphase von 1. Juli bis Ende 2020

Während der Übergangszeit bis 31. Dezember 2020 können Versicherer neue Nachweise sowohl noch auf grünem als auch auf weißem Papier ausstellen – dadurch werden Bestände an grünem Papier noch aufgebraucht. Und solange die aktuelle Grüne Karte noch gültig ist (in der Regel beträgt die Gültigkeit drei Jahre), darf man diese auch nutzen. Mit der nächsten Grünen Karte, die Sie beantragen, landet dann die neue „ganz in weiß“ z. B. in Ihrem E-Mail Postfach.

Auch bei Verti können Sie Ihre aktuelle Grüne Karte über unser Kundencenter kostenlos bestellen. Sie sind noch kein Kunde beim zweitgrößten Kfz-Direktversicherer Deutschlands? Berechnen Sie vor dem nächsten Wechsel Ihrer Autoversicherung doch ganz bequem Ihre günstige Prämie mit unserem Online-Tarifrechner und wechseln Sie zu Verti.

Bei Fragen zu unseren Tarifen erreichen Sie uns unter 030 – 890 003 003 – und wenn Sie uns in einem akuten Schadenfall brauchen, stehen wir Ihnen natürlich rund um die Uhr zur Seite.