Nützliche Tipps zur Überwindung von Fahrangst

Was tun, wenn das Autofahren zur Qual wird?

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Nützliche Tipps zur Überwindung von Fahrangst

Sich hinter das Lenkrad zu setzen und mit dem Auto loszufahren, ist für die meisten Autofahrer die einfachste Sache der Welt. Anderen fällt dies hingegen erheblich schwerer – denn Sie leiden unter Fahrangst. Obwohl viele Betroffene aufgrund ihrer Angst am liebsten gar nicht fahren würden, ist der Verzicht auf den Pkw manchmal keine Option. Bestimmte Fahrten sind schlichtweg nötig. Mit folgenden Tipps lässt sich Fahrangst effizient behandeln und überwinden.


1. Unterstützung durch Spezialisten bei Fahrangst


Allen Betroffenen sollte bewusst sein, dass Fahrangst nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Setzt beispielsweise mitten im dichten Verkehrsgeschehen eine Panikattacke ein, so kann diese zu einem Kontrollverlust über das Fahrzeug führen. Entsprechend ist es sinnvoll, sich professionelle Unterstützung zu holen.

Experten, wie z.B. Psychologen mit einer Spezialisierung auf diesem Gebiet, haben bereits viele Menschen bei der Überwindung ihrer Fahrangst erfolgreich unterstützt. Ebenso gibt es sogar Kliniken, die Hilfe anbieten. Im Rahmen einer solchen Therapie werden individuelle Konzepte erarbeitet und umgesetzt, damit die Angst vor dem Fahren schwindet.

Auch spezialisierte Fahrlehrer können bei Fahrangst helfen. Für manche Betroffene kostet es womöglich weniger Überwindung, ein paar Fahrstunden zu nehmen, als zum Arzt zu gehen.




Die Anwesenheit eines erfahrenen Fahrlehrers, der weiß, wie er Sie beruhigen kann, wird Ihnen Sicherheit geben. Probieren Sie es doch aus.




2. Die Angst vor dem Fahren akzeptieren


Betroffene neigen dazu, sich für ihre Fahrangst zu schämen und es selbst zu bagatellisieren. Dabei ist sie die natürliche Reaktion ihres Körpers auf eine Situation, in der sie sich unsicher fühlen. Akzeptieren Sie, dass Ihr Körper Sie schützen will und lassen Sie die Angst bewusst zu. Nur so können Sie sie auch überwinden.

Versuchen Sie, Ihrer Fahrangst auf den Grund zu gehen. Was beunruhigt Sie? Welche Situationen finden Sie besonders beängstigend? Warum?




Auch müssen Sie sich überhaupt nicht für Ihre Angst schämen. Sie sind nicht der einzige, die darunter leidet. Sich helfen zu lassen ist der erste Schritt Richtung Heilung.




3. Umgang mit Angstattacken beim Autofahren erlernen


Die größte Gefahr geht von Panikattacken aus, die während des Fahrens einsetzen. Entscheidend ist es, die Angst einzudämmen, damit keine Panik entsteht. Ein wesentlicher Lösungsansatz besteht darin, Atmung und Gedanken zu kontrollieren.




Besonders hilfreich ist es dabei, sich in eine Situation zu versetzen, die mit positiven Gefühlen verbunden wird. Denken Sie an eine Situation, in der Sie sich stark gefühlt haben.




Lassen Sie das Fenster herunter und atmen Sie bewusst tief ein und wieder aus. Dies verlangsamt den Herzschlag und Sie werden ruhiger. Denken Sie an das Ziel, das Sie ansteuern: Wer wartet dort auf Sie? Sind das Ihre Familienmitglieder? Ihre Freunde? Ihre lieben Arbeitskollegen oder Kolleginnen? Denken Sie an diese Menschen und schöpfen Sie Kraft aus dem Gedanken, Sie wieder zu sehen, wenn Sie ankommen.


4. Sicherheit beim Autofahren erlangen


Häufig tritt die Angst nur in bestimmten Situationen auf. Ein erfolgreicher Therapieansatz ist es, sich dieser Angst gezielt zu stellen. Wer sich z.B. vor dem Fahren auf Brücken fürchtet, kann dies ständig wiederholen. Je öfter dies geschieht, desto eher stellt sich eine gewisse Normalität ein und die Angst lässt nach. Es geht vor allem darum, Routine und damit Sicherheit zu erlangen.

Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Bitten Sie doch jemanden, den Sie für einen guten Autofahrer halten und dem Sie vertrauen, Sie zu begleiten. Die Anwesenheit dieser Person kann Ihnen helfen, beängstigende Situationen zu meistern. Ein erfahrener Fahrer kann Ihnen auch gute Tipps geben.




Der Grund für Ihre Fahrangst kann also auch sein, dass Sie noch unerfahren sind. Nehmen Sie doch ein paar Fahrstunden – es wird Sie keiner dafür auslachen.




5. Autofahren in den Gedanken üben


Eine weitere Möglichkeit zur Überwindung der Angst ist, sich selbst immer wieder beim Autofahren vorzustellen. Fahren Sie gedanklich eine Strecke, die Sie gut kennen und konzentrieren Sie sich dabei darauf, den Gedanken mit positiven Gefühlen zu verknüpfen.




Der Körper beginnt so nach und nach das Autofahren nicht mehr mit Angst und Gefahr zu verbinden. Sie fühlen sich sicherer und routinierter, wenn Sie danach tatsächlich hinter dem Lenkrad sitzen.




Dies mag vielleicht esoterisch klingen, aber es funktioniert wirklich. Es ist aber auch eine Herausforderung für das Gehirn, sich so lange auf eine Sache zu konzentrieren, an die Sie am liebsten gar nicht denken würden. Geben Sie aber nicht auf. Üben Sie es immer wieder, bis Sie es auch beim Fahren anwenden können.

Der Vorteil von dieses Gedankenspiels ist, dass Sie es überall üben können – im Bett vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen, in der Mittagspause, ja sogar beim Bügeln und Kochen.


6. Beim Fahren nicht unter Druck setzen lassen


In gefürchteten Situationen fahren Betroffene oft langsamer, um sich sicherer zu fühlen. Allerdings kommt es vor, dass sie sich dann von anderen Verkehrsteilnehmern unter Druck setzen lassen. Hier ist vor allem die Einstellung entscheidend. Der Fokus sollte nicht auf den anderen, sondern auf Ihrer eigenen Sicherheit liegen.




Es hilft niemandem, wenn das Tempo erhöht wird, dadurch aber das Unfallrisiko steigt.




Lassen Sie Drängler also einfach überholen, indem Sie rechts ranfahren. Fühlen Sie sich in der Situation bedroht, können Sie jederzeit auch die Warnblinker einschalten, langsam rechts ranfahren und anhalten. Lassen Sie sich Zeit, beruhigen Sie sich und setzen Sie die Fahrt erst dann fort, wenn Sie sich dazu in der Lage fühlen.

Für die Autobahn gilt auch: Lassen Sie sich nicht hetzen. Nehmen Sie einfach die rechte Spur. Wer es eilig hat, kann Sie links überholen. Das gilt auch für Lkw. Achten Sie bloß darauf, dass Sie den Verkehr nicht extrem hindern. Halten Sie am besten am nächsten Rastplatz an oder nehmen Sie die nächste Ausfahrt, um anhalten und sich beruhigen zu können.


Mögliche Gründe für die Fahrangst


Fahrangst ist ein Thema, das die meisten Betroffenen nur ungern öffentlich ansprechen. Sie haben Angst, von anderen Menschen belächelt zu werden – gerade weil es für diese so normal ist, sich hinter das Lenkrad eines Kraftfahrzeugs zu setzen.

Dabei ist die Angst vor dem Autofahren sehr ernst zu nehmen. Psychologen können bestätigen, dass es sich um ein real existierendes Problem handelt, das Betroffene erheblich einschränkt und unter großen Druck setzt. Traumatische Erlebnisse, fehlende Routine sowie die Angst in ungewohnten Situationen, wie z.B. auf der Autobahn oder im Tunnel, sind Auslöser der Fahrangst.

Aber auch Stress, Schlafmangel und Burnout können zu Panikattacken führen – in jeder Situation. Merken Sie die Symptome bei sich, holen Sie sich am besten rechtzeitig Hilfe. So kommt es u.U. gar nicht erst zur Fahrangst.


Mehr Sicherheit durch angstfreies Fahren


Natürlich können betroffene Autofahrer auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Doch aufgrund der Abhängigkeit vom Pkw wäre es ihnen oft lieber, die Fahrangst zu überwinden. Erfreulicherweise ist diese Form der Angst in den meisten Fällen gut und nachhaltig zu therapieren.

Schließen Sie am besten eine gute Autoversicherung bei Verti ab. Wenn auch noch ein guter Versicherungsschutz „mitfährt“, fahren Sie automatisch ruhiger und selbstbewusster.