Überstehende Ladung im Kofferraum und auf dem Dach

So transportieren Sie große Gegenstände sicher

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Überstehende Ladung im Kofferraum und auf dem Dach

Ob Sie mit der ganzen Familie in den Urlaub fahren, umziehen, oder Baumaterialien transportieren wollen – bei einem vollbeladenen Auto ist Vorsicht geboten. Besonders wenn Ihr Kfz nicht genügend Stauraum bietet, um die Ladung vollständig innerhalb des Fahrzeugs unterzubringen. Dies betrifft nicht nur Kleinfahrzeuge. Auch für Kombis oder gar Transporter sind einige Gegenstände einfach zu sperrig. Als überstehende Ladung müssen diese Gegenstände besonders vorsichtig transportiert werden.

Lange Bretter aus dem Baumarkt, große Möbelstücke, ein Weihnachtsbaum oder Sportgeräte, wie z.B. ein Seekajak – manchmal bleibt keine andere Wahl, als den Transport mit geöffneter Heckklappe durchzuführen oder die sperrige Ladung auf das Fahrzeugdach zu verfrachten. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Transport überstehender Ladung besonders achten sollten.


Möglichkeiten und Gesetze beim Transport überstehender Ladung


Die Straßenverkehrsordnung lässt Transporte mit überstehender Ladung zu, solange die hierfür geltenden Regeln berücksichtigt werden. So dürfen beispielsweise Breite und Höhe des Fahrzeugs nur bedingt verändert werden:

  • Einschließlich Ladung kann die Breite nicht mehr als 2,5 m betragen und die Höhe nicht mehr als 4,0 Meter. Ausnahmen sind nur bei Fahrzeugen der Land- und Forstwirtschaft zulässig. Die Länge des gesamten Zugs ist auf maximal 20,75 m beschränkt.
  • Ist das Fahrzeug nicht höher als 2,5 m, darf die Ladung nicht nach vorn hinausragen. Ausschließlich ein Ladungsüberstand von maximal 0,5 m ist gestattet.
  • Der Ladungsüberstand nach hinten beträgt sowohl beim Auto als auch beim Anhänger maximal 1,5 m. Sofern die Wegstrecke weniger als 100 km beträgt, sind bis zu 3 m gestattet.

Neben diesen Vorgaben existieren weitere Aspekte, die Fahrer berücksichtigen sollten. Hierzu zählt insbesondere die Einhaltung des zulässigen Gesamtgewichts und der Dachlast. Außerdem dürfen weder Beleuchtungseinrichtungen noch das Kennzeichen von der Ladung verdeckt werden. Sollten Sie Halterungsvorrichtungen auf dem Dach benutzen, informieren Sie sich über die korrekte Anbringung und weitere Vorgaben des Herstellers.

Bei Verstößen – auch wegen einer unzureichenden Ladungssicherung – droht ein Verwarngeld. Sollte sich ein Unfall ereignen, sind weitere Konsequenzen möglich. Unter Umständen kann die Kaskoversicherung sogar ihre Leistungen kürzen. Allerdings sind in solchen Fällen stets die Einzelheiten entscheidend, d.h. welche Fehler im Detail begangen wurden und welche Bedingungen im Versicherungsvertrag festgehalten sind.


Ladung ordnungsgemäß sichern und markieren


Sicherung und Markierung der überstehenden Beladung sind ebenso essentiell. Es muss gewährleistet sein, dass sich die Ladung in keinem Fall bewegt und beispielsweise auf die Fahrbahn gerät oder seitlich ausschert. Auch bei Ausweichmanövern und bei einer Vollbremsung muss die Ladung an Ort und Stelle bleiben.

Daher sollten Sie angemessene Sicherungsmittel verwenden. Zumeist wird auf Spanngurte zurückgegriffen. Diese werden um die Ladung geführt und mithilfe von Ösen im Kofferraum oder auf der Ladefläche festgezurrt. Je nach Art der Ladung können Sie ebenso Seile oder Netze für die Ladungssicherung verwenden.

Ragt die überstehende Ladung mehr als 1 m über das Rücklicht hinaus, müssen Sie diese mit einer Sichthilfe markieren. Hierfür sollte eine 30 x 30 cm große Fahne verwendet werden. Alternativ ist auch ein rotes Schild in identischer Größe zulässig oder ein zylindrischer Körper, dessen Durchmesser mindestens 35 cm beträgt. Beim Anbringen ist zu berücksichtigen, dass die Sichthilfe nicht höher als 1,5 m über der Fahrbahn angebracht sein darf. Ansonsten könnte sie leicht von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen werden.


Das Wichtigste im Überblick

  • Einschließlich Ladung beträgt die maximale Breite des Fahrzeugs 2,5 m und die Höhe 4,0 m. Die Länge des gesamten Zugs ist auf höchstens 20,75 m beschränkt.
  • Die Ladung darf nicht nach vorne hinausragen, wenn das Fahrzeug niedriger als 2,5 m ist. In diesem Fall ist höchstes ein Ladungsüberstand von 0,5 m gestattet.
  • Der Ladungsüberstand nach hinten darf sowohl beim Auto als auch beim Anhänger maximal 1,5 m betragen.
  • Halten Sie das zulässige Gesamtgewicht und die Dachlast ein.
  • Weder Beleuchtungseinrichtungen noch das Kennzeichen dürfen von der Ladung verdeckt werden.
  • Die Ladung muss ausreichend gesichert sein.
  • Ragt die überstehende Ladung mehr als 1 m über die Rücklicht hinaus, müssen Sie sie mit einer Sichthilfe markieren, die nicht höher als 1,5 m über der Fahrbahn angebracht ist. Hierfür sollte eine 30 x 30 cm große Fahne oder ähnliches verwendet werden.

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