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Kfz-Technologin der Zukunft
Wie sieht das Auto der Zukunft aus? Wo befinden wir uns, auf dem Weg zu autonom fahrenden Autos? Auf diese und weitere Fragen finden Sie hier Antwort.
Bei selbstständig fahrenden und sprechenden Autos denken einige von uns vielleicht an Knight Rider und sein treues Auto Kit oder ähnliche Autoserien mit futuristischem Blick. Was lange Zeit reine Fiktion und in der Realität unvorstellbar war, nimmt immer mehr tatsächliche Form an. In diesem Artikel lesen Sie, wie das Auto der Zukunft aussehen könnte, welche Pläne die Hersteller haben und was heute schon möglich ist.
Der Elektromotor vertreibt den Verbrennungsmotor
Die Steuerbefreiung für reine E-Autos wurde bis 2030, statt wie bisher geplant 2025, verlängert und auch die Autoindustrie wird weiterhin gefördert, um Autos zu produzieren, die auf einen Elektroantrieb setzen. Maßnahmen wie diese zeigen, dass die Politik und die Gesellschaft ein klares Ziel haben: Weg vom Verbrennungsmotor, hin zu einem nachhaltigeren Antriebskonzept.
Im Fokus sind vor allem verschiedene Antriebsarten, darunter:
- Batterie: Der Betrieb dieser Autos ist besonders CO2-Arm, sofern die verwendete Energie zum Laden der Batterie aus Sonnenenergie, Windenergie und anderen nachhaltigen Stromerzeugern stammt. Die vergleichsweise geringe Reichweite ist jedoch, trotz enormer Verbesserungen in den letzten Jahren, noch immer einer der Hauptkritikpunkte dieses Antriebs.
- Hybrid: Die Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor verbessert die Reichweite und ist auch dort zuverlässig, wo Lademöglichkeiten für das E-Auto noch unzureichend ausgebaut sind. Allerdings merken Kritiker an, dass viele Modelle mit Hybridantrieb bei reinem elektrischem Antrieb deutlich weniger Reichweite haben als reine Elektroautos. So wird aus „das Beste aus beiden Welten“ je nach Modell auch manchmal „nichts Halbes, nichts Ganzes“.
- Brennstoffzelle: Wasserstoff kann ähnlich schnell betankt werden wie Benzin, was gerade auf langen Strecken ein großer Vorteil ist. Weil außerdem auch Gewicht und Reichweite gegenüber anderen Antrieben punkten, ist Wasserstoff auch für Schwerlasten und Nutzfahrzeuge geeignet. Allerdings stammt Wasserstoff derzeit noch vermehrt aus fossilen Energien, denn solcher aus grünen Energien ist noch sehr teuer. Es hat derzeit also noch immer einen hohen CO2-Fußabdruck. Außerdem sind die Sicherheitsanforderungen bei Verwendung des flüchtigen Gases sehr hoch.
Autonomes Fahren wird in 5 Stufen zum Standard
Die Society of Automotive Engineers (SAE) International hat vor einiger Zeit die SAE-Skala des autonomen Fahrens veröffentlicht. Zuvor legte bereits die Bundesanstalt für Straßenverkehr (BASt) in Deutschland den Grundstein für diese Einteilung. Die Stufen gelten daher heute als relativ realistische Einschätzung, wie das autonome Fahren für uns in Zukunft aussehen kann. Hier die Stufen im Überblick:
Außerdem könnte sich das selbstfahrende Auto ggf. selbst aufladen und mit einer automatisierten Gesichtserkennung ausgestattet werden, sodass es Personen auch ohne Fahrer abholen könnte. Durch die automatische Kommunikation mit anderen Fahrzeugen könnten Staus und Auffahrunfälle verhindert werden. Die Verbindung mit dem Internet ließe ein selbstfahrendes Auto schnell alternative Routen finden. Somit wäre es nicht nur sicherer, sondern auch effizienter als ein von Menschen gesteuertes Auto.
- Stufe 1: Attestiertes Fahren. Diese Stufe ist heute bereits am weitesten verbreitet. Sie beinhaltet das Verwenden verschiedener Assistenz Systeme, um das Fahrgefühl angenehmer und die allgemeine Fahrt sicherer zu machen. Trotzdem muss der Fahrer noch viel Eigenleistung erbringen, das Auto unterstützt nur.
- Stufe 2: Teilautomatisiertes Fahren. Hier wird aus unterstütztem Fahren mehr Teamwork. Interne Systeme im Auto beherrschen dabei grundsätzlich die Fähigkeit zu lenken, zu beschleunigen und zu bremsen, der Mensch bleibt jedoch als sichernder Faktor und muss eingreifen können, wenn die Systeme ausfallen. Ein Beispiel für ein Stufe 2-Auto ist zum Beispiel der Autopilot von Tesla.
- Stufe 3: Hochautomatisiertes Fahren. In diesem Level ist noch immer ein Fahrer hinterm Lenkrad gefordert, dieser muss jedoch nicht zu allen Zeiten seine Augen auf der Straße haben und kann, zum Beispiel, auch zwischendurch telefonieren. Technisch ist diese Stufe heute schon erreicht, aus juristischen Gründen jedoch noch nicht verwirklicht. Aktuell wird davon ausgegangen, dass bei einer bevorstehenden Gefahrensituation der Algorithmus nicht ausreicht, der Fahrer dann aber zu wenig Zeit hat, die Situation einzuschätzen und einzugreifen.
- Stufe 4: Vollautomatisiertes Fahren. Ein Auto ab dieser Stufe könnte unter bestimmten Umständen das gesamte Fahren autonom übernehmen, es kann aber noch vorkommen, dass dies situationsbedingt ist. Denkbar ist zum Beispiel, dass das Auto bei Regen- oder Schneefall nicht autonom fahren kann. Die Herstellung dieser Level 4 Fahrzeuge ist längst keine Science-Fiction mehr. Bis 2026 will Honda ein solches Modell auf den Markt bringen und auch Uber, Lyft und Google arbeiten an entsprechenden Fahrzeugen.
- Stufe 5: Autonomes Fahren. Die Königsdisziplin und das ultimative Ziel. Hier wird aus dem Fahrer der Passagier, der sich nur zurücklehnen und nichts mehr tun muss. Und auch hier sind die ersten Prototypen unterwegs – allerdings nicht als Transportfahrzeug für Menschen, sondern ausschließlich als Transportfahrzeuge für Lebensmittel. Das Start-Up Nuro hat damit bereits das geschafft, wovon wir im allgemeinen Straßenverkehr derzeit noch träumen.
Vernetzung macht aus dem Auto ein Multifunktions-Gerät
Blicken wir auf das Ziel des autonomen Fahrens wird schnell klar. Autos müssen sich zukünftig nicht nur wahrnehmen, sondern auch miteinander kommunizieren. Vernetzung ist daher ein weiterer Dreh- und Angelpunkt des Autos der Zukunft. Ziel ist zum Beispiel, dass sich Fahrzeuge gegenseitig vor Staus oder Glatteis warnen können. Auch eine Kommunikation mit Ampelanlagen ist denkbar. Durch die Vernetzung verschiedener, technischer Systeme könnte so auch der Verkehrsfluss verbessert werden. Das Konzept dieser Fernkommunikation nennt sich V2X (Vehicle-to-Everything) und basiert im Grunde auf einem Datenaustausch in Echtzeit zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und anderen Verkehrsteilnehmern.
Neben den oben genannten Beispielen sind dabei noch weitere Ziele Teil der Zukunftsvision vieler Autohersteller: Mautgebühren sollen automatisch über das Nummernschild abgerechnet und bezahlt werden, damit keine unnötigen Stopps mehr entstehen und auch das Tanken soll dann ganz einfach über das Auto abrechenbar sein. Für Nutzer bedeutet das zukünftig also eine hohe Zeitersparnis – aber auch ein noch eindeutigerer Schritt zum gläsernen Kunden als Autonutzer. Datenschutz und Cyber-Sicherheit stehen daher derzeit noch rot und fettgedruckt über den Plänen für die Zukunft. Glaubt man einigen Umfragen, sind jedoch zumindest in den USA viele Menschen bereit, ihre Daten herzugeben, wenn sie dafür ein personalisiertes Fahrerlebnis geboten bekommen. In Deutschland, wo der Datenschutz häufig noch ernster genommen wird, könnten ähnliche Umfragen jedoch noch ganz anders aussehen.
Gut zu wissen: Tesla auch hier Vorreiter für Vernetzung und Personalisierung
Echtzeitverkehrsinformationen, das Fahrzeug per App ver- und entriegeln und die Route direkt von Google Maps ans Fahrzeug senden, das sind nur einige Beispiele, wie vernetzte Kommunikation bei Tesla funktioniert. Auch Video- und Musikstreaming ist hier bereits möglich – und sobald wir die Stufe des autonomen Fahrens erreicht haben, selbst dann interessant, wenn man allein unterwegs ist und seinen Serienmarathon noch nachholen will.
Verbesserte Kommunikation im Straßenverkehr
Wie sich verschiedene Verkehrsteilnehmer miteinander verständigen ist derzeit vor allem vom Gesetzgeber vorgeschrieben und global gleich. Blinken zeigt Abbiegen in eine bestimmte Richtung, Bremslichter machen auf Verlangsamen oder Stehenbleiben des Vordermannes aufmerksam, Warnblinker warnen vor potenziellen Gefahren. All diese Signale sind so tief in unserer Gesellschaft verankert, dass sie auch in Zukunft bleiben werden. Gleichzeitig werden neue Technologien hinzukommen. Sie haben vornehmlich zum Ziel, die eigene Aufmerksamkeit und die der anderen Fahrer zu verbessern.
In der Praxis kann das zum Beispiel so aussehen:
- Innovationen wie Lichtprojektionen können Symbole auf die Straße projizieren, um zum Beispiel die erlaubten Abbiegerichtungen anzuzeigen oder auf Fußgänger vor einem aufmerksam zu machen.
- Außen-Displays könnten die Kommunikation zwischen Verkehrsteilnehmern verfeinern oder verbessern, etwa indem über sie zum Überholen aufgefordert wird oder damit mitgeteilt wird, dass in die nächste Parklücke eingebogen wird.
- Interaktive Frontscheinwerfer könnten dazu genutzt werden, Fußgängern an Überwegen mitzuteilen, dass sie gesehen wurden und nun sicher die Straße überqueren können.
- Hupen könnten selbstständig auslösen, um zu warnen, wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer gefährliche Manöver fährt. Ziel ist, dass der Algorithmus schneller auslöst als die menschliche Reaktionsgeschwindigkeit.
Das Auto als Büro und Freizeitort
Das Automobil der Zukunft ist mehr als nur ein Transportmittel. Wenn Stufe 5 des autonomen Fahrens erreicht ist, kann der Passagier zukünftig seine Zeit im Auto frei gestalten – etwa um hier zu arbeiten, an Meetings teilzunehmen und E-Mails zu checken. Damit er dabei nicht gestört wird, hat das Auto der Zukunft einen akustisch abgeschirmten Innenraum. Für mehr Gemütlichkeit ist jetzt und auch in Zukunft in einigen Autos die Beleuchtung individuell regelbar und durch die verwendeten Materialien bei Sitzen entsteht fast schon eine Wohnzimmeratmosphäre. Drehbare Sitze und Tischlösungen sind in dem Moment, wo niemand mehr am Steuer eingreifen muss, fast schon selbstverständlich – ebenso wie ein umfangreiches Entertainment System.
Im Schlaf ans Ziel
Mit autonom fahrenden Fahrzeugen und bequemen Sitzen mit Liegefunktion kommen wir zukünftig auch dann ans Ziel, wenn wir gemütlich schlafen. Das ist zumindest eine der Ideen, die hinter den vielen Zukunftsentwicklungen steckt. Eine solche Möglichkeit verändert auch, wie wir zukünftig Reisen planen.
Das Auto als Begegnungsstätte
Carsharing der Zukunft könnte nicht nur zum Ziel haben, gemeinsam zur Arbeit zu kommen, sondern gleichzeitig auch Hobby- und Begegnisstätte werden. Wie wäre es, wenn man ein Auto für eine Reise nach München teilt und dabei Musik hört, die beide hören? Der „Metal to Munich Ride“ wird dann nicht nur zum Transportmittel, er ist eine Möglichkeit, neue Freunde kennenzulernen und sich die Reisekosten zu teilen.
Die Möglichkeiten sind grenzenlos und es bleibt spannend, wie das Auto der Zukunft tatsächlich aussehen wird.
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