Sicher in den Winterurlaub

Tipps für eine sichere Fahrt, damit Ihr Winterurlaub nicht zu einer unfreiwilligen Schlitterpartie wird

Sicher in den Winterurlaub

Je nachdem wohin es in den Winterurlaub geht, zeigt sich das Wetter von zwei ganz unterschiedlichen Seiten. Doch egal ob nasses Tauwetter oder Schneechaos, der Winter hält seine ganz eigenen Herausforderungen für Autofahrer bereit. Wer mit dem eigenen Auto in den Skiurlaub nach  Österreich, in die Schweiz oder nach Italien aufbricht, sollte sich also gut vorbereiten. Damit Ihr Winterurlaub nicht zu einer unfreiwilligen Schlitterpartie wird, hier einige Tipps für eine sichere Fahrt ins „Winter Wonderland“.

Sorgenfrei reisen

Für eine sorgenfreie Reise ist es ratsam, rechtzeitig vor Fahrtantritt alle Versicherungen zu überprüfen. So stellt man sicher, dass alle Mitreisenden im Schadenfall ausreichend abgesichert sind. Eine Auslands-Krankenversicherung ist gerade bei Wintersporturlauben Pflicht. Denn hier passieren besonders gerne Unfälle. Ins Handschuhfach gehören zudem der Europäische Schutzbrief, ein Europäischer Unfallbericht und die Grüne Versicherungskarte. Die ist zwar in den meisten Urlaubsländern nicht unbedingt notwendig, kann die Schadenabwicklung bei einem Unfall im Ausland aber wesentlich erleichtern. Informieren Sie sich außerdem vor der Reise, ob es Sonderbestimmungen in dem geplanten Urlaubsland gibt. 

Winterreifen und Schneeketten

Ohne Winterreifen und Schneeketten sollte man auf keinen  Fall eine Winterreise antreten. Bei schlechten Straßenverhältnissen durch Eis und Schnee sind in Deutschland und den meisten Alpenländern M+S-Reifen (Matsch & Schnee) sogar Pflicht. Unterschiede gibt es bei der vorgeschriebenen Profiltiefe. Hier informiert man sich am besten vorab über die Regelungen in dem jeweiligen Land. In den österreichischen Alpen beispielsweise, müssen es bei winterlichen Verhältnissen mindestens 4 mm an allen Reifen oder Schneeketten an mindestens zwei Reifen sein. Vor der Reise in den Winterurlaub sollte man am besten schon mal üben, die Schneeketten anzulegen. Das kann nämlich ganz schön kniffelig sein, vor allem wenn man kalte Finger hat. 

Gepäck sicher verstauen

Schwere Gepäckstücke gehören im Kofferraum nach unten und unmittelbar hinter die Rücksitzwand. Insgesamt sollte das Gepäck gleichmäßig verteilt werden. Auf keinen Fall ungesicherte Gegenstände auf der Hutablage verstauen! Diese können bei einer starken Bremsung zu gefährlichen Geschossen werden und ernsthafte Verletzungen verursachen. Das gilt auch für kleine Gegenstände. Passen Sie außerdem Reifendruck und Scheinwerfereinstellung der Beladung an.

Richtig tanken

Vergessen Sie nicht, rechtzeitig zu tanken. Im Winter sollte der Tank nie ganz leer oder bis auf Reserve heruntergefahren werden. Im Auto kann es schnell eiskalt werden, wenn es durch Schneefälle, Glatteis, Stau oder gar eine Panne zu unvorhergesehenen Verzögerungen kommt und der Motor nicht läuft.

Frostschutz nicht vergessen

Bevor man sich auf den Weg macht, müssen der Frostschutz für den Kühler und die Scheibenwischanlage geprüft werden. Daran sollte man beim Kühler übrigens nicht nur im Winter denken. Das Frostschutzmittel wirkt nämlich auch als Rostschutz für Kühler, Wasserpumpe und Kühlkanäle und verhindert mineralische Ablagerungen. Checken Sie daher den Füllstand. Alle drei Jahre sollte die Kühlflüssigkeit komplett ausgetauscht werden. Achtung: Das Kühlsystem nur bei kaltem, nicht laufendem Motor öffnen, sonst drohen Verbrühungen durch herausschießende Flüssigkeit. 

Damit Gummileisten und Dichtungen nicht einfrieren, empfiehlt sich das Auftragen von Silikon-Spray. Zugefrorene Scheiben oder Türschlösser bekommt man mit Enteisungsspray frei. Dieses aber nicht im Auto lagern, sondern außerhalb, da man sonst im Notfall ja keinen Zugriff darauf hat. 

Dachgepäckträger

Halten Sie sich bei der Montage von Skiträgern und Dachboxen streng an Montageanleitung. Diese sollten außerdem vor dem Start sowie zwischendurch auf ihren festen Sitz hin überprüft werden. Achten Sie unbedingt darauf, dass die im Fahrzeugschein angegebene Dachlast nicht überschritten wird. Die Skier sollten auf Dachträgern generell mit den Spitzen nach hinten und nach unten angebracht werden. Es existiert keine gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Manche Hersteller empfehlen allerdings, nicht schneller als 130 km/h zu fahren. Übrigens: Der Benzinverbrauch kann durch einen Dachgepäckträger wegen des größeren Luftwiderstandes um 10 bis 50 Prozent steigen. Heckträger schneiden hierbei besser ab als Dachträger. 

Fahrstil anpassen

Nicht nur wegen Schnee und Eisglätte sollte man in der kalten Jahreszeit vorsichtig fahren. Gerade im Winterurlaub ist das Auto in der Regel mit allerlei Dingen vollgepackt: Schneeketten, Skistiefel, Snowboards, Skier und dicke Klamotten machen das Auto schwerer als sonst. Ein voll beladenes Fahrzeug reagiert beim Bremsen und Beschleunigen sowie in Kurven anders, als ein leeres oder normal beladenes Auto. 

Praktische Helfer

Im Winter sollten Eiskratzer, Handfeger, Starthilfekabel und eine kleine Schneeschaufel zur Standardausrüstung gehören. Um ganz sicher zu gehen, sollte es einen längeren Stau oder eine Panne geben– empfiehlt es sich, etwas zu Essen, eine Thermoskanne mit heißem Tee und eine Decke dabeizuhaben. Die schützt nicht nur vor Kälte, sondern kann auch als Starthilfe bei vereistem Untergrund oder als Unterlage bei der Montage von Schneeketten dienen.