Mit dem Auto sicher in den Winterurlaub

Die besten Tipps für Ihre Ferien

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Sicher in den Winterurlaub

Die kalte Jahreszeit bricht an – und mit ihr wächst die Sehnsucht nach Urlaub, sei es, um den Schnee zu genießen oder um der Kälte zu entfliehen. Je nachdem, wohin es in den Winterurlaub mit dem Auto geht, zeigt sich das Wetter in Europa von ganz unterschiedlichen Seiten. Feststeht jedoch eines: Egal in welcher Richtung Sie in Europa mit dem Auto im Winter unterwegs sind, – in Italien, Österreich oder der Schweiz – Eisglätte, nasses Tauwetter und sogar Schneechaos werden Ihnen unterwegs vermutlich begegnen. Für Autofahrer sind diese winterlichen Witterungsbedingungen eine Herausforderung.

Daher gilt: Wer mit dem eigenen Auto in den Winterurlaub aufbricht, sollte sich gut vorbereiten. Manche Dinge verstehen sich von selbst und gelten eigentlich für jeden Urlaub mit dem Auto: Rechtzeitiges Tanken etwa verhindert, dass Ihnen mitten im Stau das Benzin ausgeht; die richtige Beladung ist wichtig für die Sicherheit der Insassen; und natürlich müssen auch Reifendruck und Scheinwerfer an die „Urlaubsbeladung" mit Kind und Kegel angepasst werden.

Dennoch gibt es einige Besonderheiten, auf die Sie im Winterurlaub mit dem Auto achten sollten. Damit Ihr Urlaubsvergnügen nicht zu einer unfreiwilligen Schlitterpartie wird, hier unsere 5 besten Tipps für eine sichere Fahrt ins „Winter Wonderland“.


1. Tipp: Sorgenfrei unterwegs mit dem Auto im Winter – Versicherungen checken


Für eine sorgenfreie Reise ist es ratsam, rechtzeitig vor Fahrtantritt alle Versicherungen zu überprüfen. So stellen Sie sicher, dass alle Mitreisenden im Schadenfall ausreichend abgesichert sind. Auch das ist natürlich nicht nur für den Winterurlaub wichtig. Dennoch: Gerade wegen des erhöhten Unfallrisikos aufgrund der Witterung sollten Sie auf alles vorbereitet sein.

Eine Auslands-Krankenversicherung ist dringend empfehlenswert. Ins Handschuhfach gehören zudem der Europäische Schutzbrief, ein Europäischer Unfallbericht und die Grüne Versicherungskarte. Die ist zwar in den meisten Urlaubsländern nicht unbedingt notwendig, kann die Schadenabwicklung bei einem Unfall im Ausland aber wesentlich erleichtern. Der Europäische Unfallbericht ist ein Formblatt, in dem die am Unfall beteiligten Parteien in ihrer Landessprache alle Informationen eintragen. Auch das macht die Abwicklung von Schadensmeldungen leichter.

Informieren Sie sich außerdem vor der Reise, ob es Sonderbestimmungen in dem geplanten Urlaubsland gibt. Beispielsweise gibt es Länder, in denen auch Bagatellschäden von der Polizei aufgenommen werden müssen, bevor der Schaden von der Versicherung bearbeitet werden kann. Darüber sollten Sie sich im Idealfall vorher informieren – das erspart im Falle der Fälle unnötigen Ärger.


2. Tipp: Winterreifen und Schneeketten sind ein Muss


Ohne Winterreifen und Schneeketten sollten Sie auf keinen Fall eine Winterreise mit dem Auto antreten. Bei schlechten Straßenverhältnissen durch Eis und Schnee sind in Deutschland und den meisten Alpenländern M +S-Reifen (Matsch und Schnee) sogar Pflicht. Unterschiede gibt es bei der vorgeschriebenen Profiltiefe, aber auch bezüglich der Zeiten bzw. Witterungsbedingungen, in denen verpflichtend Winterreifen aufzuziehen sind. Auch hier informieren Sie sich am besten vorab über die Regelungen in dem jeweiligen Land.

In den österreichischen Alpen beispielsweise müssen es bei winterlichen Verhältnissen mindestens 4 mm Profil an allen Reifen oder Schneeketten an mindestens zwei Reifen sein.

Vor der Reise in den Winterurlaub sollten Sie am besten schon Mal üben, die Schneeketten anzulegen. Zum einen kann das nämlich ganz schön kniffelig sein, vor allem wenn man kalte Finger hat. Zum anderen ist das Nutzen von Winterketten gerade im Norden des Landes so ungebräuchlich, dass sich „Flachländer“ besser schon einmal vorab damit vertraut machen.


3. Tipp: Frostschutz und praktische Helfer nicht vergessen


Bevor Sie sich auf den Weg machen, sollten der Frostschutz für den Kühler und die Scheibenwischanlage geprüft werden. Checken Sie unbedingt vor Abfahrt den Füllstand. Alle drei Jahre sollte die Kühlflüssigkeit komplett ausgetauscht werden.

Achtung: Das Kühlsystem nur bei kaltem, nicht laufendem Motor öffnen, sonst drohen Verbrühungen durch herausschießende Flüssigkeit.

Tipp: Daran sollte man beim Kühler übrigens auch nicht nur im Winter denken. Das Frostschutzmittel wirkt nämlich auch als Rostschutz für Kühler, Wasserpumpe und Kühlkanäle und verhindert mineralische Ablagerungen.

Damit Gummileisten und Dichtungen nicht einfrieren, empfiehlt sich das Auftragen von Silikon-Spray. Zugefrorene Scheiben oder Türschlösser bekommt man mit Enteisungsspray frei. Denken Sie aber daran, es nicht im Auto zu lagern: Gerade der Türschlossenteiser macht sich im Auto nur wenig bezahlt!

Im Winter sollten Eiskratzer, Handfeger, Starthilfekabel und eine kleine Schneeschaufel zur Standardausrüstung gehören. Für den Fall, dass Sie eine Panne haben oder länger im Stau stehen: Packen Sie auch Wolldecken, etwas zu essen und eine Thermoskanne mit Tee oder Kaffee ein. Die Wolldecke kann übrigens mehr als nur Sie warmhalten. Sie kann auch als Starthilfe bei vereistem Untergrund oder als Unterlage bei der Montage von Schneeketten dienen. Was Sie sonst noch im Auto mit dabei haben sollten, haben wir für Sie in einem separaten Artikel zusammengefasst.


4. Tipp: Skiträger und Dachboxen richtig montieren


Halten Sie sich bei der Montage von Skiträgern und Dachboxen streng an Montageanleitung. Diese sollten außerdem vor dem Start sowie zwischendurch auf ihren festen Sitz hin überprüft werden. Achten Sie unbedingt darauf, dass die im Fahrzeugschein angegebene Dachlast nicht überschritten wird. Die Skier sollten auf Dachträgern generell mit den Spitzen nach hinten und nach unten angebracht werden.

Es existiert keine gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Manche Hersteller empfehlen allerdings, nicht schneller als 130 km/h zu fahren. Übrigens: Der Benzinverbrauch kann durch einen Dachgepäckträger wegen des größeren Luftwiderstandes um 10 bis 50 Prozent steigen. Heckträger schneiden in Test diesbezüglich besser ab als Dachträger.


5. Tipp: Der Klassiker – Fahrstil im Winterurlaub mit dem Auto anpassen


Zu guter Letzt: Nicht nur wegen Schnee und Eisglätte sollte man in der kalten Jahreszeit vorsichtig fahren. Gerade im Winterurlaub ist das Auto in der Regel mit allerlei Dingen vollgepackt: Schneeketten, Skistiefel, Snowboards, Skier und dicke Klamotten machen das Auto schwerer als sonst. Ein voll beladenes Fahrzeug reagiert beim Bremsen und Beschleunigen sowie in Kurven anders als ein leeres oder normal beladenes Auto.

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