Irrtümer beim Parken mit Parkscheibe

Wie Sie sie richtig einstellen und worauf Sie achten sollten

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Irrtümer beim Parken mit Parkscheibe

Das Parken mit Parkscheibe ist eine geniale Erfindung. Zwar mag die Parkdauer begrenzt sein, aber dafür entstehen keine Kosten. Doch mit der Parkscheibe richtig zu parken, will gekonnt sein. Eins ist klar: Die blaue Scheibe muss gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe platziert werden. Es kursieren jedoch auch Irrtümer, die immer wieder zu ungewollten Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung und damit zu unnötigen Bußgeldern führen. Nachfolgend klären wir darüber auf.

Beginn der Parkzeit – Stunden und Minuten beachten

Es fängt bereits mit dem Einstellen der Parkscheibe an. Hierbei werden gerne Fehler gemacht, z.B. indem Autofahrer die tatsächliche Ankunftszeit angeben. Doch insbesondere das Einstellen von Positionen zwischen den Strichen/Uhrzeiten (z.B. 14:15 Uhr) ist nicht gestattet. Der Beginn der Parkdauer ist immer auf die nächste halbe Stunde festzulegen.

Angenommen jemand möchte seine Parkscheibe einstellen und es ist exakt 14:00 Uhr. Dann ist bereits die nächste halbe Stunde zu wählen, sprich 14:30 Uhr. Sollte es bereits 14:29 Uhr sein, ist weiterhin 14:30 Uhr als Beginn der Parkzeit anzugeben.

Berechnung der zulässigen Parkdauer

Die maximal zulässige Parkdauer lässt sich stets dem Verkehrszeichen entnehmen, welches auf den Parkbereich hinweist. Je nach Lage und Verkehrsaufkommen kann die zulässige Parkdauer enorm schwanken. Sehr verbreitet sind jedoch Zeiträume zwischen 30 und 90 Minuten.

Beim Ermitteln der zulässigen Parkdauer ist nicht der Zeitpunkt der Ankunft entscheidend, sondern stets der Beginn der eingestellten Parkzeit. Angenommen ein Autofahrer stellt seinen Pkw um 14:10 Uhr ab und die auf dem Verkehrszeichen angegebene Parkdauer beträgt 90 Minuten. In diesem Fall hat er auf seiner Parkscheibe 14:30 Uhr als Parkbeginn einzustellen, sodass das Fahrzeug bis maximal 16:00 Uhr stehen bleiben darf. Die tatsächliche Parkzeit beträgt also 90 + 20 = 110 Minuten.

Weiterdrehen der Parkscheibe

Manchmal genügt die zulässige Parkdauer nicht, was einige Auto- und Motorradfahrer dazu veranlasst, ihr Fahrzeug aufzusuchen und die Parkscheibe einfach weiterzudrehen bzw. erneut zu stellen. Dieses Vorgehen mag zwar verbreitet sein, ist jedoch nicht zulässig. Solch ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Ebenso wenig genügt es, wenn ein betroffener Fahrer den Motor anlässt und seinen Pkw auf der Parklücke um wenige Zentimeter bewegt. Stattdessen muss er die Parklücke verlassen, um entweder einen anderen Parkplatz zu finden oder um auf der Straße zu wenden und die alte Lücke erneut anzufahren. Schlussendlich geht es darum, dass andere Verkehrsteilnehmer eine reale Chance haben, auch einen Parkplatz zu erhalten.

Einsatz automatischer Parkscheiben

Am Markt werden Parkscheiben mit integriertem Uhrwerk angeboten. Diese bieten den Komfort, dass sie eigenständig mitlaufen und u.a. gestellt werden können, auch wenn keine Uhr zum Ablesen der aktuellen Zeit vorhanden ist. Der Einsatz einer solchen Parkscheibe ist allerdings nur gestattet, wenn der Parkbeginn korrekt auf die nächste halbe Stunde eingestellt wird und die Scheibe nicht mehr mitdreht. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für elektronische und digitale Parkscheiben.

Handschriftliche Nachricht als Alternative zur Parkscheibe

Es kommt vor, dass Autofahrer keine Parkscheibe zur Hand haben, aber ihr Fahrzeug dennoch auf einer entsprechenden Parkfläche abstellen möchten. In der Not wird gerne zu Stift und Papier gegriffen, um den Beginn der Parkzeit aufzuschreiben und die Notiz über dem Armaturenbrett auszulegen.

Viele Mitarbeiter der Ordnungsämter akzeptieren diese Vorgehensweise und verhängen kein Knöllchen. Rechtssicher ist diese Variante allerdings nicht, d.h. ein verhängtes Knöllchen wäre gültig. Streng genommen ist nicht einmal die Wahl der Parkscheibe egal. Schriftart, Schriftgröße und sogar Farbgebung (blau) müssen der Normvorgabe entsprechen, was bei Parkscheiben aus dem Ausland nicht immer der Fall ist. Dieser Umstand ist auch zu bedenken, wenn Sie eine deutsche Parkscheibe im Ausland verwenden wollen. Womöglich ist es dann besser, sich vor Ort eine geeignete Scheibe zu kaufen.