Motorrad-Beifahrer – so verhalten Sie sich richtig

Wie soll ein Motorrad-Beifahrer sitzen, absteigen, sich festhalten? Das erfahren Sie bei uns.

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Motorrad-Beifahrer – so verhalten Sie sich richtig

Fährt jemand auf Ihrem Motorrad mit, tragen Sie als Fahrer die Verantwortung für diese Person. Sie sind also gut damit beraten, Ihrem Sozius wichtige Sicherheitstipps zu geben – vor allem, wenn dieser noch unerfahren ist. Worauf Sie achten sollten, damit die gemeinsame Tour gelingt, erfahren Sie hier.

Auf dem Motorrad mitfahren – das richtige Verhalten ist entscheidend

Wenn Sie jemanden bei ihrem nächsten Motorradausflug mitnehmen wollen, müssen ein Beifahrersitz, Fußrasten sowie eine passende Haltevorrichtung vorhanden sein. Erst dann ist es per Gesetz erlaubt, gemeinsam durch die Straßen zu „cruisen“. Selbst, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist das lediglich die eine Seite der Medaille: Auch kommt es darauf an, wie sich Ihr Beifahrer verhält.

Die besten Tipps für Motorrad-Beifahrer

  • Sowohl Sie als Fahrer als auch Ihr Mitfahrer sind dazu verpflichtet, Motorradkleidung und einen Motorradhelm zu tragen. Der Helm muss den offiziellen Sicherheitsstandards der aktuellen Prüfnorm entsprechen.

  • Einfach hinten draufsetzen und los geht’s? Nicht ganz. Sobald eine zweite Person mitfährt, verändert sich automatisch das Fahrverhalten des Bikes. Je nach Körpergröße und -gewicht des Sozius‘ machen sich teils sogar erhebliche Unterschiede bemerkbar. Der Grund dafür ist, dass sich die Achslastverteilung verändert, ähnlich, wie bei einem beladenen Motorrad. Ein Großteil der entstehenden Kräfte wirkt sich auf das Hinterrad aus, während der vordere Reifen entlastet wird. Dadurch werden die Steuerungsbefehle des Fahrers mit einer geringeren Präzision übertragen. Das „Hinterteil“ der Maschine benötigt mehr Energie, und die Fahrlinie kann sich verändern.


  • Tipp:
    • Als Fahrer des Motorrades tun Sie gut daran, vor der Fahrt mit Ihrem Sozius die Federelemente anzupassen. Regulieren Sie sie mit Blick auf die Mehrbelastung und erhöhen Sie Reifendruck und Dämpfung. Berücksichtigen Sie, dass sich durch das zusätzliche Gewicht auch der Bremsweg erheblich erhöht. Überprüfen Sie deshalb die Qualität der Bremsen und der Bremsbeläge. Wenden Sie sich hierfür gegebenenfalls an eine Werkstatt Ihres Vertrauens.

  • Trainieren Sie mit Ihrem Sozius, wenn nötig, das Auf- und Absteigen. Gehen Sie außerdem auf die korrekte Sitzposition ein. Wichtig ist, dass Sie und Ihr „Co-Pilot“ während der Fahrt eine körperliche Einheit bilden. Weisen Sie ihn deshalb darauf hin, dass er möglichst eng an Ihren Rücken heran rutschen und Ihre Hüften fest mit den Armen umgreifen soll.

  • Die „Königsdisziplin“ für Beifahrer ist es, sich in Kurvenlagen niemals gegen die Schräglage zu bewegen. Vielmehr ist es grundlegend, dass sich der Motorrad-Beifahrer stets so in Position bringt, wie es die jeweilige Kurvensituation erfordert.

  • Die Hände des Beifahrers befinden sich, die richtige Sitzhaltung vorausgesetzt, vor dem Bauch des Fahrers. Das ermöglicht es, dass sich der Mitfahrer bei Bedarf, zum Beispiel bei einem Bremsmanöver, am Tank des Motorrades abstützen kann.

  • Als Sozius sollte man dem Fahrer buchstäblich über die Schulter schauen. Und zwar am besten über die Seite, welche jeweils zur Innenseite der Kurve hin ausgerichtet ist.

Tipps für Motorradfahrer, die einen Sozius mitnehmen

Es kommt nicht nur auf das Verhalten des Mitfahrers an. Wenn Sie eine Person mitnehmen, die in puncto Motorradfahren noch keine Erfahrungen hat, sollten Sie möglichst keine allzu rasanten Manöver durchführen. Vielmehr können riskante Kurvenfahrten oder ein zu hohes Tempo schnell das Vertrauen des Sozius‘ in Ihre Fahrweise schmälern. Ganz abgesehen davon führt Angst meist zu einer verspannten Körperhaltung. Genau das könnte am Ende mit schlimmen Konsequenzen verbunden sein.

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