Was tun, wenn der Gegenverkehr blendet?

Tipps für unterwegs im Dunkeln und bei Regen

( Wörter)

Was tun, wenn der Gegenverkehr blendet?

Viele Autofahrer kennen das Problem: Im Dunkeln sehen sie schlecht und die Scheinwerfer des Gegenverkehrs blenden. Fängt es dann noch an zu regnen, wird alles um sie herum zu einem Meer aus gleißendem Licht und Spiegelungen. Wie entsteht dieser Effekt, und was kann man tun, wenn der Gegenverkehr blendet? Wir klären auf.


Der Gegenverkehr blendet – Nachtblindheit als mögliche Ursache


Viele Autofahrer erleben es Tag für Tag: Bei Dunkelheit wird man von einem entgegenkommenden Auto plötzlich geblendet, sodass man die Spur für ein paar Sekunden nur mit viel Mühe halten kann. Grund kann beispielsweise sein, dass das andere Fahrzeug irrtümlich mit Fernlicht fährt oder die Scheinwerfer falsch eingestellt sind. Letzteres kommt zum Beispiel dann vor, wenn das Auto voll beladen ist.

Beobachten Sie bei sich eine dauerhafte Blendempfindlichkeit oder sogar eine zunehmende Schwierigkeit, im Dunkeln gut zu sehen, liegt vermutlich eine Sehschwäche vor. Im Volksmund wird das gerne – fälschlicherweise – als „Nachtblindheit“ bezeichnet.

Echte Nachtblindheit kann ebenfalls verschiedene Ursachen haben. Manchmal ist sie genetisch bedingt. Manchmal liegt auch eine Störung der Stäbchen in der Netzhaut vor. Diese kann so weitreichend sein, dass Betroffene nachts gar nichts mehr sehen können. Die genauen Ursachen echter Nachtblindheit sind nicht immer bekannt. Die Erkrankung ist aber eher selten. Die meisten Fälle von schlechtem Dämmerungssehen sind auf die zuvor genannten Ursachen zurückzuführen.


Nachtkurzsichtigkeit und Vitamin A-Mangel


Oft ist der Grund eine Nachtkurzsichtigkeit. Auch Menschen, die am Tag keine Brille benötigen, können unter Nachtkurzsichtigkeit leiden. In solchen Fällen werden Lichtstrahlen, die am Rande der Pupille eintreten, übermäßig stark gebrochen. So kommt es dazu, dass einen beim Autofahren der Gegenverkehr blendet.

Erhöhte Blendempfindlichkeit kann übrigens auch durch Vitamin A-Mangel bedingt sein. Medizinisch betrachtet sind diese Sehstörungen jedoch keine echte Nachtblindheit, sondern Störungen des Dämmerungssehens.


Weitere Gründe, warum der Gegenverkehr blendet


Sind die Sehprobleme bei Nacht altersbedingt, liegt dies meist daran, dass sich die Pupille in der Dunkelheit nicht mehr ausreichend weitet. So kommt nicht mehr genug Licht ins Auge, und es wird schwierig, entgegenkommende Autos und Straßenschilder richtig zu erkennen und einzuordnen.

Auch ein Grauer Star kann die Ursache für schlechtes Dämmerungssehen sein. Beim Grauen Star trüben die Linsen ein, durch die Trübung wird das Licht der Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge und anderer Lichtquellen gestreut und sorgt so für das unangenehme Gefühl, geblendet zu werden.


Beim Autofahren geblendet: Was kann man tun?


Grundsätzlich gilt: Wer sich bei der Autofahrt ständig geblendet fühlt und das Gefühl hat, in der Dunkelheit nicht mehr gut zu sehen, sollte nachts nicht mehr fahren, bis das Problem von einem Arzt untersucht und behoben wurde. Denn geschieht dann ein Unfall, kann das böse ausgehen.

Suchen Sie also am besten als erstes einen Augenarzt auf. Dieser kann feststellen, ob eine einfache Sehschwäche die Ursache ist oder eine ernsthaftere Augenerkrankung, wie der Graue Star oder gar eine echte Nachtblindheit.

Im Falle der Sehschwäche kann das Problem in der Regel behoben werden, indem Sie eine entsprechende Sehhilfe – Brille oder Kontaktlinsen – tragen. Vitamin A-Mangel kann durch eine Ernährungsumstellung und die Einnahme eines entsprechenden Nahrungsergänzungsmittels ausgeglichen werden. Ist ein grauer Star die Ursache, ist meist eine Operation notwendig. In Fällen echter Nachtblindheit gibt es leider oft keine Abhilfe.