Die Checkliste zum Start der Motorradsaison

Die Checkliste zum Start der Motorradsaison

Die Checkliste zum Start der Motorradsaison

Worauf Sie besonders achten müssen, wenn Ihr Motorrad den Winter über stillgelegt war und wie Sie Ihr Motorrad für die neue Saison fit machen

 

Der Frühling ist da! Jetzt schlägt bei jedem Biker das Herz wieder höher. Voller Vorfreude wird das Motorrad aus der Garage geholt, kurz entstaubt und schon geht es los. Aber Vorsicht! Nach dem Winter kann aus der fröhlichen Ausfahrt schnell ein Trip auf dem „Highway to hell“ werden. Bevor man sich also aufs Motorrad schwingt, sollte ein ausführlicher Check von Maschine und Ausrüstung an erster Stelle stehen. Besonders nach der langen Winterpause empfiehlt es sich, das Motorrad einer technischen Prüfung zu unterziehen. Schließlich stand das Bike einige Zeit unbenutzt herum. So ist man sicher unterwegs und kann die schönen Seiten des Frühlings ganz entspannt genießen. 

 
Können Sie bei der Motorrad Versicherung sparen?
 
 

Damit einem unbeschwerten Saisonstart nichts im Wege steht, gibt Produktexperte Alexander Held von der Verti Versicherung AG wichtige Tipps vor der ersten Fahrt.

Was gibt es zu beachten, wenn ich das Motorrad aus dem Winterquartier hole? 

Zunächst einmal sollte geprüft werden, ob Motorrad und Ausrüstung nach längerer Pause intakt sind. Am Fahrzeug selbst sollten Ölstand, Kette, Licht, Blinker und Reifendruck überprüft werden. Ein besonderer Fokus sollte neben dem Fahrzeug auf der Motorradkleidung und dem Helm liegen!

Ebenso wie die Ausrüstung kann auch der Fahrer etwas eingerostet sein: Zu Beginn sollte man also erst einmal wieder ein Gespür für das Fahrzeug bekommen und langsam fahren. Gerade jetzt im Frühling kann es außerdem noch vereinzelt glatte Stellen geben. Auch darum ist vorausschauendes Fahren besonders wichtig.

Zusätzlich zum Check-Up gilt: Bevor es auf die Straße geht, muss das Motorrad richtig versichert sein.

Welche Versicherung braucht mein Motorrad?

Eine Haftpflichtversicherung ist generell gesetzlich für alle geführten und am Verkehr teilnehmenden Kraftfahrzeuge vorgeschrieben. Wer sich nicht an diese Gesetzesvorgabe hält, riskiert saftige Strafen: Neben einem Bußgeld kann eine nicht versicherte Fahrt auch Punkte in Flensburg nach sich ziehen. Wird die Versicherungspflicht vorsätzlich missachtet, kann es zum Fahrverbot und in besonders schweren Fällen bis zu einer Freiheitsstrafe kommen.

Da Motorrad-Unfälle häufig mit längeren Krankenhausaufenthalten und teilweise Reha-Maßnahmen verbunden sind, und beispielsweise mit dem Beifahrer auch Dritte geschädigt werden können, sollte die Haftpflicht-Deckung nicht unter 100 Millionen Euro liegen. Da Motorräder häufiger gestohlen werden, sollte man auch über eine Teilkaskoversicherung nachdenken. Oftmals bieten besondere Tarife und Vergünstigungen zusätzliches Sparpotenzial.

Welche Einsparpotenziale gibt es bei der Versicherung?

Verti ermöglicht es Motorradfahrern, ihr Bike mit dem Zweit-Fahrzeug-Tarif besonders günstig zu versichern. Wer also bereits ein Fahrzeug mit einer guten Schadenfreiheitsklasse hat, kann diese auch für sein Motorrad nutzen. Dabei ist es unerheblich, ob der PKW bei Verti versichert ist. Eine weitere Option ist der sogenannte Nix-Passiert-Tarif: Auch im Falle eines Unfalls kann die Schadenfreiheitsklasse damit beibehalten werden.

Der Tarif reduziert sich ebenfalls, wenn man eine Diebstahlsicherung hat. Rabatt gibt es außerdem für Sicherheitsfunktionen am Motorrad, zum Beispiel ein Antiblockiersystem (ABS) oder eine Diebstahlsicherung.

Diese Funktionen sollten beim Motorrad gecheckt werden: 

  • Bereifung: Luftdruck und Profiltiefe (bestenfalls 2 Millimeter) checken, damit das Bike eine gute Straßenlage hat. 
  • Bremsen: Diese sollten ordentlich Power haben. Auch die Bremsbeläge müssen unter Umständen ausgetauscht werden. Achtung: Bremsbeläge halten meistens nicht länger als drei Jahre!
  • Batterie: Wenn die Batterie über die Wintermonate ausgebaut wurde, sollten Plus- und Minuspol bei Wiedereinsetzen gefettet werden.
  • Schmierungen und Flüssigkeitsstände: Kühlmittel, Bremsen, Motorölstand und Hydraulikflüssigkeiten gehören kontrolliert und gegebenenfalls neu aufgefüllt.
  • Kette: Hier sollte man nachsehen, ob die Spannung noch stimmt. Gegebenenfalls muss die Kette auch nachgeschmiert werden.
  • Zündkerzen: Prüfen und reinigen sowie alle 10.000 Kilometer wechseln, eventuell auch den Zündstecker austauschen.
  • Ölfilter: Öl und Ölfilter sollten einmal im Jahr gewechselt werden.
  • Schrauben: Alle Schrauben am Motorrad müssen fest sitzen.
  • Bremsflüssigkeit: Die Bremsflüssigkeit sollte alle drei Jahre erneuert werden.
  • Allround-Check: Vor der ersten Fahrt sämtliche Funktionen wie Beleuchtungsanlage, Blinker, Bremslicht und Hupe austesten. 
  • Probefahrt: Erste kurze Ausfahrten können helfen, die eigene Sicherheit wiederzugewinnen und alle Funktionen des Motorrads zu überprüfen.
 
Lohnt sich ein Wechsel für Sie?
 
 

Auch die Ausrüstung sollte sorgfältig gecheckt werden. Darauf sollten Sie achten: 

  • Visier: Das Visier sollte gerade bei Kratzern unbedingt erneuert werden da sonst die Sicht beeinträchtig ist.
  • Kleidung: Ist die Motorrad-Kleidung noch in Ordnung? Wenn nicht, sollte diese gereinigt, gefettet und/oder imprägniert werden. Kaputte Stellen müssen erneuert bzw. repariert werden.
  • Bordwerkzeug: Alle Teile einmal auf ihre Funktionstüchtigkeit prüfen.
  • Pannenschutzausrüstung: Sind noch alle Teile beisammen und in Schuss?
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung: Im Notfall kann sie Leben retten. Unbedingt auf Vollständigkeit prüfen!

Doch es geht nicht nur um die Technik. Zum Saisonstart sollte man es erst einmal langsam angehen lassen und nicht übertreiben. Am Anfang reichen kürzere Strecken, damit man sich wieder richtig eingrooven kann. So erlangt man das Gespür für sein Bike zurück und ist sicherer unterwegs. 

Genug Theorie, jetzt kann es losgehen. Wir wünschen einen sonnigen Saisonstart und eine gute Fahrt!