Studien zur Kfz-Versicherung

Marktstudie über Autoversicherungstarife für mehr Transparenz

Der 30. November gilt jährlich als Stichtag für den Kfz-Versicherungswechsel. Und für einen tatsächlichen Wechsel gibt es oft einen sehr guten Grund: Die Policen für Autoversicherungen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter oft im beachtlichen Maße. Doch wer kann schon alle Versicherungen miteinander vergleichen, um sich einen Überblick zu verschaffen?! Die meisten Verbraucher greifen gern auf Preisvergleichsportale zurück, um diese Aufgabe zu stemmen, doch diese Plattformen bilden nicht immer jede Versicherung ab.

Um mehr Klarheit für Verbraucher zu schaffen, ließen wir unter unserer vorherigen Marke, mit dem bekannten roten Telefon auf Rädern, zwischen 2011 und 2016 jährlich eine bis dato einzigartige Studie über Kfz-Versicherungstarife anfertigen. In der "Marktstudie zur Preissituation im deutschen Kfz-Versicherungsmarkt" wurden im angegebenen Zeitraum jedes Mal in der Versicherungs-Wechselsaison Angebote für zehn Musterpersonen miteinander verglichen.

Die Studie wurde jedes Jahr in 20 bis 30 Regionen deutschlandweit und mit 37.150 (im Jahre 2011) bis 51.206 (im Jahre 2016) Beispielkalkulationen für Kfz-Tarife erstellt. Die Verwendung des sogenannten NAFI-Kalkulators eines unabhängigen Analyse-Tools zur Ermittlung von Kfz-Versicherungstarifen, stellte dabei die Objektivität der Studie sicher. Das Tool hat einen Zugriff auf über 320 Kfz-Tarife und ermöglicht somit einen aussagekräftigen und neutralen Preisvergleich.

Mit der Durchführung der Untersuchung des Versicherungsmarktes wurde jedes Jahr das unabhängige Institut für Versicherungswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Köhne beauftragt. Ziel war es, durch eine öffentliche Studie Transparenz zu schaffen und herauszufinden, ob und wie sich die Tarife von Region zu Region unterscheiden. Die Ergebnisse sind öffentlich zugänglich, sodass sich jeder informieren kann.

Warum sind die Preise bei Autoversicherungen so unterschiedlich?

Grund für die teilweise sehr großen Preisunterschiede ist einerseits der abweichende Leistungsumfang von Versicherungen. Wer ein breiteres Spektrum an Services anbietet, verlangt oft auch mehr Geld. Nur weil Sie auf Preisvergleichsportalen für Ihren individuellen Preisvergleich eine Menge an Merkmalen angeben, heißt das noch lange nicht, dass sie bei jeder verglichenen Versicherung auch eine Rolle spielen. Während manche Versicherer nur wenige Kundenmerkmale in die Tarifkalkulation einfließen lassen, prüfen andere mehrere Faktoren.

Andererseits lässt sich der Grund für divergierende Preise auf die verschiedene Art und Weise zurückführen, wie Versicherungen Risikokollektive bewerten. Je nach Zusammensetzung des bereits bestehenden Kundenstammes definieren Versicherungen unterschiedliche Risikobewertungen. So kann es passieren, dass Sie bei einem Versicherer in eine günstigere, bei einem anderen in eine teurere Gruppe fallen. Zudem werden Städte generell risikoreicher bewertet als ländliche Regionen mit einem geringeren Verkehrsaufkommen.

Die allgemeine Preisgestaltung, die auch regional stark bedingt ist, sowie die Aufstellung der direkten Wettbewerber beeinflusst natürlich auch, wie teuer die Policen ausfallen. Für den Verbraucher ist es letzten Endes wichtig zu wissen, ob er in seiner Region und für seine Risikoklasse einen adäquaten Preis für die Kfz-Versicherung bezahlt oder ob Sparpotenzial für ihn besteht.

Studien-Ergebnisse im Überblick – Kfz-Versicherungstarife zwischen 2011 und 2016

Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung unserer aussagekräftigen Studien inklusive vieler spannender Zahlen, Daten und Fakten rund um die Entwicklung der Preise auf der deutschen Kfz-Versicherungslandschaft. Angesichts der Ergebnisse lohnt es sich auf jeden Fall, Ihre Kfz-Versicherung jedes Jahr aufs Neue auf den Prüfstand zu stellen. Denn – wie diese repräsentativen Studien zeigen – durch einen schlauen Wechsel können Sie mit großer Wahrscheinlichkeit bares Geld sparen.

Für die Definition der Musterpersonen und deren Fahrzeuge wurden statistische Werte unterschiedlicher Quellen, wie des Statistischen Bundesamts, herangezogen. Alter, Familienstand, Anzahl der Kinder, aber auch Beruf und jährliche Fahrleistung waren einige der Faktoren, die mit berücksichtigt wurden. Die Zuweisung von Fahrzeugmarken erfolgte basierend auf Statistiken des Kraftfahrt Bundesamtes. Die Auswahl der untersuchten Regionen hing unter anderem vom Fahrzeugbestand je Bundesland und von Regionalstatistiken bezüglich Fahrzeughaltung ab.


Marktstudie aus 2016 – Preisunterschiede von bis zu 361% bei den Tarifen von Auto-Versicherungen

Im Jahre 2016 war es für Verbraucher möglich, bei einem vergleichbaren Deckungsumfang im Schnitt 44,6 Prozent weniger für eine Kfz-Versicherung zu bezahlen. Der Unterschied zwischen der teuersten und günstigsten Prämie betrug durchschnittlich 1.265 Euro.

Der Preisunterschied zwischen dem günstigsten Angebot und dem Durschnitts-Tarif und somit das realistische Einsparpotenzial lag bei absolut 253 Euro. Unabhängig von Region und Deckungsumfang betrug der höchste Preisunterschied zwischen dem günstigsten und teuersten Angebot 361 Prozent. Zum Vorjahr waren die Policen durchschnittlich um 0,9 Prozent gesunken.

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Marktstudie aus 2015 – 392% Prozent beim Kfz-Versicherungs-Wechsel sparen

Im Jahre 2015 musste man für eine Kfz-Versicherung zwar durchschnittlich 4,2 Prozent mehr bezahlen, doch gleichzeitig wurde auch das Angebotsspektrum erweitert. Für das mehr Geld bekamen die Verbraucher also auch mehr Leistung.

Das realistische Einsparpotenzial, also der Unterschied zwischen dem günstigsten Angebot und dem Durchschnitts-Tarif, betrug 46,8 Prozent. Das entspricht bei der geringsten Differenz immer noch 320 Euro. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen der günstigsten und der teuersten Prämie lag bei 1.309 Euro.

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Marktstudie aus 2014 – mindestens 307 Euro Einsparpotenzial bei Kfz-Versicherungen

In diesem Jahr wurde die Zahl der untersuchten Regionen von 20 auf 30 und somit die Aussagekraft der Studie erhöht. Im Allgemeinen sind die Policen im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent erhöht worden, gleichzeitig wurde aber auch die Angebotsspanne erweitert. Das heißt, die Versicherten mussten zwar mehr zahlen, erhielten aber auch mehr Leistung.

Im Schnitt beläuft sich der Preisunterschied zwischen der teuersten und günstigsten Kfz-Versicherung auf 1.231 Euro. Der geringste Unterschied zwischen dem günstigstem und dem Durchschnitts-Tarif und damit das realistische Einsparpotenzial betrug 307 Euro.

Download der Studie 2014 (JPG)


Marktstudie aus 2013 - Preisunterschied von 1.338 Euro zwischen günstigter und teuerster Prämie

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Tarife 2013 durchschnittlich um 5,8 Prozent. Im Allgemeinen waren Prämien in Städten immer noch teurer als auf dem Land, wobei es günstigere Städte und teurere ländliche Regionen gab.

Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen der teuersten und günstigsten Prämie betrug 1.338 Euro. Grundlage für die Untersuchung waren 33.836 Tarifkalkulationen, zehn Musterkunden und 20 Regionen in Deutschland.

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Marktstudie aus 2012 – Unterschiede von bis zu 1.410 Euro bei Autoversicherungs-Tarifen

2012 stiegen die Tarif-Preise für Kfz-Versicherungen im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent. Der Preisunterschied im Schnitt zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot berechnete sich auf 1.410 Euro.

In diesem Jahr wurden zum ersten Mal Elektroautos in die Erhebung aufgenommen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Prämien für diese Pkw generell höher als für Hybridfahrzeuge waren.

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Marktstudie aus 2011 – Einsparpotenziale von bis zu 471 Prozent bei Kfz-Versicherungen

Die Auswertung der insgesamt 200 Testfälle zeigte, dass es zwischen dem günstigsten und dem teuersten Kfz-Versicherung-Tarif einen Preisunterschied von 1.357 Euro gab. Im ungünstigsten Fall betrug dieser Unterschied 471 Prozent.

Bei der Erhebung wurden Angebote mit geringerem und größerem Deckungsumfang auch separat untersucht, denn Kfz-Versicherungstarife hängen in erster Linie von den beinhalteten Leistungen ab. Bei den Angeboten mit geringerem Deckungsumfang gab es ein Minimum-Einsparpotenzial von 362 Euro, bei Tarifen mit einem umfangreicheren Deckungsumfang belief sich diese Summe auf 675 Euro. Im Schnitt lagen die günstigsten und teuersten Angebote bei diesen leistungsstärkeren Angeboten um 1.198 Euro auseinander. In solchen Fällen lohnte es sich daher sehr, die Preise zu vergleichen.

Download der Studie 2011 (PDF)