Importautos – warum könnte sich der Kauf lohnen?

2 Min Welche Gründe es für die oft günstigeren Preise bei Importautos gibt und was Reimport bedeutet.

30.12.2019
Leonie Kaufmann
2 Min

Ein gründlicher Preisvergleich kann beim Neuwagenkauf eine satte Ersparnis bedeuten. Kaufinteressenten, die sich nicht auf ihren Heimatmarkt beschränken, sondern auch den Kauf von Importautos in Betracht ziehen, können jede Menge Geld sparen. Wie kommen aber länderbedingte Preisunterschiede überhaupt zustande?

Was ist ein Importauto?

Hinter einem Importauto steckt ein Pkw, der vom Käufer im Ausland erworben und anschließend nach Deutschland überführt wird. Dies geschieht meistens aus Kostengründen.

Die Ersparnis resultiert aus der Preispolitik der Autohersteller. Kaum zu glauben, aber wahr: Je nach Land legen die Hersteller unterschiedliche Nettopreise fest. Hierfür kann sich z. B. ein niedrigeres Lohnniveau verantwortlich zeigen. Der häufigste Grund für variierende Nettopreise sind jedoch steuerliche Rahmenbedingungen. In einigen Ländern gilt eine höhere Umsatzsteuer. Käufer in Dänemark oder Schweden müssen z. B. 25 Prozent Mehrwertsteuer zahlen. In Dänemark kann außerdem noch eine Luxussteuer fällig werden, die einen im Vergleich zu Deutschland fast doppelt so hohen Fahrzeugpreis zur Folge haben kann.

Um die Fahrzeuge für Käufer in solchen Märkten erschwinglicher zu machen, senken die Hersteller ihre Nettopreise. Ausländische Käufer können solche Fahrzeuge oft zum Nettopreis erwerben. Im Rahmen der Überführung nach Deutschland werden auf diesen Preis die hier üblichen 19 Prozent Umsatzsteuer fällig. Der eigentliche Preisvorteil gegenüber dem Kauf in Deutschland resultiert also einzig und allein aus dem niedrigeren Nettopreis.

Was ist ein EU-Reimport?

Der Reimport ist eine spezielle Variante des Fahrzeugimports, bei dem der Käufer ein Fahrzeug aus dem Ausland importiert, welches ursprünglich in seinem Land gefertigt wurde. Beispiel: Ein Autokäufer erwirbt in Dänemark einen Audi, den er anschließend nach Deutschland überführt. Weil der Audi ursprünglich in Deutschland gefertigt wurde, liegt ein Reimport vor. In der Praxis erfolgt die Unterscheidung meist nicht ganz so genau. Vielmehr wird der Begriff des Reimports verwendet, um Kaufinteressenten auf die Herkunft der Fahrzeuge und den damit verbundenen Preisvorteil aufmerksam zu machen.

Haben EU-Fahrzeuge eine Garantie?

Der Begriff „Garantie“ wird gerne falsch verstanden. Zunächst ist zu beachten, dass private Autokäufer innerhalb der gesamten EU ein Recht auf Gewährleistung haben, allerdings kann es dennoch zu Abweichungen bei den gesetzlichen Regelungen innerhalb der EU-Länder kommen. Hierdurch erlangen sie bereits eine gute Absicherung. Dabei ist zu beachten, dass der Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Autohändler besteht. Wer z. B. sein Importauto direkt bei einem Händler in Skandinavien erwirbt, muss seinen Gewährleistungsanspruch ggf. im Ernstfall auch dort geltend machen.

Aus diesem Grund ist es eine Überlegung wert, nicht direkt beim Händler im Ausland zu kaufen, sondern bei einem auf EU-Reimporte spezialisierten Unternehmen in Deutschland. Solche Firmen agieren häufig als Händler, sodass Käufer ihre Ansprüche dort geltend machen können.

Ein eigenständiges Thema ist die Garantie, welche der Hersteller auf den Pkw gewährt. Mittlerweile bieten die meisten Hersteller eine Neuwagengarantie an, die sich z. B. auf drei Jahre beläuft oder an eine Laufleistung gekoppelt ist. Derartige Garantien können je nach Land variieren, d. h. unter Umständen geht mit dem Erwerb eines Reimport-Fahrzeugs eine kürzere oder auch längere Herstellergarantie einher.

Was bestimmt den günstigsten Preis bei Reimporten?

Wie erwähnt, resultiert der Preisvorteil beim Kauf eines Autoreimports aus dem niedrigeren Nettopreis. Dieser wird wiederum stark durch das Herkunftsland beeinflusst. Im Allgemeinen gilt: Je höher die Umsatzsteuer im jeweiligen Land, desto attraktiver die Nettopreise. Dieser Effekt kann sich noch verstärken, wenn die ebenfalls schon angedeutete Luxussteuer fällig wird. Aus genau diesem Grund stammen viele Importautos aus skandinavischen Ländern.

Aber es gibt noch weitere Faktoren, die den Preis beeinflussen. Hierzu zählt die Fahrzeugausstattung. Einige Hersteller kompensieren ihre herabgesetzten Nettopreise u. U. mit angepassten Ausstattungen. Auf den ersten Blick sind solche Anpassungen nicht immer ersichtlich, deshalb lohnt sich ein genauer Blick und Vergleich der Ausstattungen.

Darüber hinaus nimmt die Wahl des Händlers mitsamt Kaufabwicklung einen erheblichen Einfluss auf den Fahrzeugpreis. Hinzu kommen Kraftstoffkosten für die eigentliche Überführung.

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