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Identitätsmissbrauch im Internet – wie kann man sich wehren?

2 Min Wer zum Opfer eines Identitätsdiebstahls wird, hat mit unangenehmen Folgen zu kämpfen. Die auftretenden Schwierigkeiten können Geld und Nerven kosten.

24.06.2019
Stephan Hertz
2 Min

Wer zum Opfer eines Identitätsdiebstahls wird, hat mit unangenehmen Folgen zu kämpfen. Die auftretenden Schwierigkeiten können Geld und Nerven kosten.

Identität gestohlen – wenn Kriminelle im Namen anderer handeln

Der Identitätsmissbrauch basiert auf einem simplen Konzept. Kriminelle verschaffen sich personenbezogene Daten ihrer Opfer, wie z.B. Name, Anschrift und Bankverbindung, um diese Informationen für ihre Zwecke zu verwenden.

Solche Daten können auf ganz unterschiedlichem Weg in die Hände von (Cyber-) Kriminellen gelangen. Sollte beispielsweise jemand seinen Personalausweis verlieren, könnte der Finder die Daten für seine kriminellen Zwecke missbrauchen. Meist werden die Daten jedoch per Diebstahl erlangt – entweder auf einem klassischen Weg, wie z.B. per Taschendiebstahl oder per Online-Hack, wie z.B. aus der Kundendatenbank eines Internethändlers.

Eingesetzt werden die Daten vor allem zum Onlineshopping. Die Kriminellen kaufen auf fremden Namen ein, lassen die Ware jedoch an abweichende Adressen liefern. Das Opfer bekommt hiervon zunächst nichts mit. Meist dauert es einige Wochen, bis sich die Händler melden und auf Bezahlung der offenen Rechnungsbeträge bestehen.

Sich bei Identitätsmissbrauch im Internet wehren

Bei einem Identitätsmissbrauch sollten Opfer nicht zögern, sondern umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten. Hierbei spielt es keine Rolle, wenn die Kriminellen nicht bekannt sind. In solch einem Fall wird Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Damit lässt sich eine Basis schaffen, um später und ggf. auch in weiteren Fällen nachweisen zu können, dass man über das Problem informiert ist und aktiv etwas dagegen unternommen hat.

Gleichzeitig sollte ermittelt werden, auf welchem Weg es den Angreifern gelungen ist, an die persönlichen Daten zu gelangen. Womöglich ging der Personalausweis oder Reisepass verloren, nur wurde dies noch nicht bemerkt. So ließe sich sicherstellen, dass ein neues Dokument ausgestellt wird und das alte seine Gültigkeit verliert.

Sofern Banken oder Online-Bezahldienste im Spiel sind, sollten auch diese kontaktiert werden. So lässt sich das Risiko verringern, dass dort weitere Konten eröffnet oder Zahlungen geleistet werden. Sollten Zahlungen über Bankkonten oder Kreditkarten getätigt worden sein, empfiehlt sich deren Auflösung. Die Praxis zeigt, dass sonst jederzeit mit weiteren Bezahlvorgängen zu rechnen ist.

Angenommen die Daten sind frei im Internet einsehbar, sollte man sich um deren Löschung bemühen. Im Zeitalter der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) haben Verbraucher ein Recht hierauf, sodass eine Umsetzung in den meisten Fällen gut möglich ist. Andernfalls wären die Daten weiterhin einsehbar und könnten weitere Kriminelle zum Handeln bewegen.

Wann sich das Einschalten eines Anwalts empfiehlt

Ob die Notwendigkeit besteht, einen Rechtsanwalt einzuschalten, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Angenommen ein Händler macht seine Ansprüche gegenüber Ihnen weiterhin geltend, obwohl er über den Identitätsdiebstahl informiert wurde, bleibt oft keine andere Wahl, als sich fachkundige Unterstützung zu holen. Dasselbe gilt für den Fall, dass Anzeige gegen Sie wegen Betrug erstattet wurde.

Die hiermit verbundenen Kosten können nicht unerheblich sein. Deshalb ist es zweifellos von Vorteil, wenn der Schutz einer Rechtsschutzversicherung greift. Die Voraussetzung ist natürlich, dass der Rechtsschutz Identitätsmissbrauch im Internet abdeckt. Entsprechend empfiehlt es sich, den Rechtsschutztarif gezielt auszuwählen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Identitätsdiebstahl

Zwar lässt sich das Risiko eines Datendiebstahls nicht vollständig auf Null verringern, doch zumindest können Sie es deutlich reduzieren. Entscheidend ist in erster Linie der Umgang mit den eigenen Daten. Diese sollten Sie niemals öffentlich preisgeben, insbesondere im Umfeld der sozialen Medien. Dies bedeutet nicht, auf Facebook und Co. vollständig verzichten zu müssen. Jedoch sollte die Preisgabe personenbezogener Daten mit Bedacht erfolgen.

Außerdem ist es ratsam, Kreditkarte, Personalausweis und ähnliche Dokumente sicher aufzubewahren. Wird ein Verlust festgestellt, gilt es unverzüglich zu handeln, d.h. die Karte sperren zu lassen oder einen neuen Ausweis zu beantragen. Mit ein wenig Glück gelingt es so, Schlimmeres zu verhindern, selbst wenn die Daten in die falschen Hände gelangt sind.

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