Autoversicherung wechseln – so funktioniert’s

Junger Mann am Schreibtisch vor Laptop und Tablet, während er am Handy telefoniert

Worauf Sie beim Wechsel der Kfz-Versicherung achten sollten

Sie wollen gleichbleibenden oder besseren Schutz bei geringeren Kosten durch einen Kfz-Versicherungswechsel? In unserem Ratgeber erfahren Sie Tipps, wie's geht

Wer seine Versicherungen regelmäßig auf den Prüfstand stellt, kann bares Geld sparen. Das gilt auch für die Autoversicherung. Passt der aktuelle Tarif noch zu den Lebensumständen? Gibt es für den gewünschten Versicherungsschutz einen günstigeren Anbieter oder ist vielleicht umfangreicherer Kaskoschutz vonnöten? In vielen Fällen kann sich ein Wechsel der Kfz-Versicherung durchaus lohnen. Doch Augen auf: Unter den vielen Anbietern gibt es oft enorme Unterschiede in Bezug auf Preis und Leistung. Lesen Sie hier, wann und wie Sie Ihre Kfz-Versicherung wechseln können und worauf Sie dabei achten sollten.

Das Wichtigste zum Wechsel der Autoversicherung in Kürze

  • Prüfen Sie, wann Ihr Kfz-Versicherungsjahr abläuft. Für viele endet dieses am 31. Dezember, damit gilt bei einem Monat Mindestkündigungsfrist der 30. November als Stichtag.
  • Vergleichen Sie bei der Tarifwahl sorgfältig die Beiträge und Leistungen. Bestenfalls können Sie mit einem neuen, günstigeren Anbieter Geld sparen und Ihren Schutz optimieren.
  • Lassen Sie sich nicht von geringen Beiträgen blenden. Nehmen Sie die Leistungen genau unter die Lupe. Eine billige Police, die weniger Schutz bietet, wäre kein guter Tausch.
  • Kündigen Sie Ihre alte Kfz-Versicherung fristgerecht schriftlich und erst, wenn Ihr neuer Vertrag wirksam ist. So sichern Sie sich lückenlosen Versicherungsschutz.
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Bis wann ist die Kfz-Versicherung zu wechseln?

Üblicherweise beträgt die Vertragslaufzeit einer Autoversicherung ein Jahr. Diese verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, sofern der Vertrag nicht innerhalb eines Monats vor dem Vertragsende gekündigt wird. Entspricht das Vertragsjahr dem Kalenderjahr, endet der Vertrag somit am 31. Dezember, sofern er rechtzeitig gekündigt wird.

30. November als Stichtag merken!

Ein Wechsel der Kfz-Versicherung ist grundsätzlich mit einmonatiger Kündigungsfrist vor Ablauf des Versicherungsjahres möglich. Sofern Ihr Vertrag zum Jahresende ausläuft und Sie zum 1. Januar des Folgejahres wechseln möchten, kreuzen Sie sich den 30. November am besten rot im Kalender an: Spätestens an diesem Tag muss die Kündigung Ihrem Versicherer vorliegen. Am sichersten ist der Versand per Einschreiben. Am schnellsten geht es per E-Mail, vorausgesetzt Ihr Versicherer akzeptiert diese Form.

 

Kommt der Wunsch zum Wechseln auf, sollte immer zunächst in der Police nachgeschaut werden, wann das Versicherungsjahr tatsächlich endet. Das muss im Einzelfall nämlich nicht unbedingt das Jahresende sein. Es gibt auch Ausnahmen und entsprechend ändert sich der Wechsel-Stichtag.

Bei unterjährigen Verträgen beginnt der Versicherungsschutz mit einjähriger Laufzeit nicht zum 1. Januar, sondern flexibel im Verlauf des Jahres. Sofern ein Versicherungsvertrag beispielsweise zum 1. September abgeschlossen wurde, endet dieser am 31. August des Folgejahres. Beim Wechseln gilt die Frist von einem Monat auch hier, sodass die Kündigung dem Kfz-Versicherer in diesem Fall bis zum 30. Juli vorliegen müsste.

Was, wenn die Kündigungsfrist verstrichen ist?

Wurde die Autoversicherung nicht pünktlich zum Stichtag gekündigt, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Das ist aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. In bestimmten Fällen besteht nämlich ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht, um doch noch die Kfz-Versicherung zu wechseln. Mehr dazu im Blogbeitrag „Stichtag verschlafen“.

 

Wann lohnt sich ein Kfz-Versicherungswechsel?

Grundsätzlich kann es sich mit jedem auslaufenden Versicherungsjahr lohnen, Tarife anderer Anbieter zu vergleichen und zu wechseln. Außerdem gibt es noch weitere verschiedene Situationen, in denen es sich ebenso lohnen kann, die Möglichkeit zum Kündigen und Wechseln der Kfz-Versicherung zu nutzen – hier einige Beispiele:

  • Fahrzeugwechsel: Wer einen Neuwagen oder ein abgemeldetes Fahrzeug kauft, darf die Autoversicherung außerordentlich kündigen und wechseln. Steigen Sie um auf einen noch über den Vorbesitzer angemeldeten Gebrauchtwagen, können Sie entweder die bestehende Police übernehmen oder zu einer günstigeren Kfz-Versicherung wechseln.
  • Halterwechsel: Das Umschreiben eines angemeldeten Autos auf einen neuen Halter berechtigt zum Wechsel der Kfz-Versicherung. Als neuer Fahrzeughalter und Versicherungsnehmer dürfen Sie wählen, ob Sie den bisherigen Vertrag übernehmen oder ob Sie außerordentlich kündigen und zu einem anderen, günstigeren Anbieter wechseln möchten.
  • Fahrerkreisveränderung: Ändert sich die Anzahl der Fahrenden, die Ihren Wagen nutzen, kann dies Ihre Beitragshöhe beeinflussen. Zudem könnte ein erweiterter Kaskoschutz sinnvoll sein, wenn zum Beispiel Ihr Kind als Fahranfänger das Familienauto fahren soll. Ob Fahrer hinzukommen oder wegfallen, in beiden Fällen kann sich ein Tarifcheck sowie ein Wechsel der Autoversicherung lohnen.
  • Beitragserhöhung: Erhöht der Kfz-Versicherer Ihren Beitrag, dürfen Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und wechseln, sofern der Leistungsumfang des Vertrags unverändert bleibt. Es gilt eine einmonatige Kündigungsfrist nach Erhalt der Mitteilung.
  • Schadenfall: Auch nach einem Schadenfall sind Sie berechtigt, den Vertrag bei Ihrer Kfz-Versicherung zu beenden, um zu wechseln. Die Sonderkündigungsfrist von einem Monat gilt auch hier – beginnend nach Abschluss der Verhandlungen über die Entschädigung Ihres Versicherers.
  • Wohnortwechsel: Durch einen Umzug könnte sich Ihre Regionalklasse ändern. Je nach Zulassungsbezirk können Ihre Beiträge dann sinken oder auch steigen. Außerordentlich kündigen dürfen Sie in dem Fall zwar nicht, ein Anbieterwechsel zum Vertragsende kann sich aber durchaus lohnen.
Visualisierung in einer Grafik, in welchen Situationen sich ein Versicherungswechsel lohnen kann
Die Grafik zeigt, in welchen Situationen sich ein Wechsel der Versicherung lohnen kann.
 
Lohnt sich ein Wechsel für Sie?
 
 

In 4 Schritten die Autoversicherung wechseln – So geht's

Im Herbst ist immer Hochsaison für Wechselwillige. Darauf eingestellt, locken viele Autoversicherer besonders zu dieser Zeit mit neuen Tarifen oder attraktiven Konditionen – eine gute Gelegenheit, mit einem günstigen Vertrag ein Schnäppchen zu machen. Wer die folgenden Schritte beherzigt, kann sich im besten Fall über beachtliche finanzielle Vorteile freuen:

  1. Vergleichen Sie mehrere Versicherungstarife: Um den passenden Versicherungsschutz für Ihr Auto zu finden, sollten Sie beim Tarifvergleich nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auf die gebotenen Leistungen achten. Prüfen Sie auch gleich, ob Sie fristgerecht kündigen und somit lückenlos wechseln können.
  2. Holen Sie verschiedene Angebote ein: Wenn Sie Ihre Favoriten unter den Anbietern gefunden haben, holen Sie unverbindliche Angebote ein. Bei Verti können Sie Ihren Tarif ganz einfach mit unserem Schnellrechner berechnen. Wählen Sie den Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis aus.
  3. Schließen Sie eine neue Kfz-Versicherung ab: Teilen Sie Ihrem künftigen Versicherer mit, wann der Vertrag beginnen soll. Wenn alles glatt läuft, erhalten Sie in der Regel schon binnen weniger Tage nach Abschluss des neuen Vertrages Ihre Versicherungspolice und die Versicherungsbestätigung.
  4. Kündigen Sie den alten Kfz-Versicherungsvertrag: Ist Ihr Vertrag beim neuen Anbieter wirksam unter Dach und Fach, können Sie jetzt die alte Autoversicherung kündigen. Wer zu voreilig kündigt, könnte Versicherungsschutz riskieren, da Versicherer Anträge für die freiwillige Kaskoversicherung auch ablehnen dürfen.
  5. Muss man den Wechsel der Autoversicherung der Kfz-Zulassungsbehörde melden?

    Diesen Schritt dürfen Sie sich sparen und sich entspannt zurücklehnen. Ihr neuer Kfz-Versicherer wird nach erfolgtem Abschluss für Sie die Kfz-Zulassungsstelle über den Versicherungswechsel benachrichtigen.

     

    Diese Angaben gehören ins Kündigungsschreiben

    Autoversicherungen lassen sich per Post oder per E-Mail kündigen, wobei es bei der Gestaltung des Textes der Kündigung keine formell verbindlichen Vorgaben gibt. Für einen reibungslosen Ablauf sollte das Kündigungsschreiben jedoch folgende Angaben enthalten:

    • Name und Anschrift des Versicherungsnehmers
    • Nummer des Versicherungsscheins
    • Kennzeichen
    • Datum, ab wann die Kündigung greifen soll
    • Bitte um eine Kündigungsbestätigung
    Reden Sie Klartext im Betreff:

    Egal, ob Sie Ihre Kfz-Versicherung per E-Mail oder per Brief kündigen, in der Betreffzeile sollte deutlich werden, worum es geht. Verwenden Sie hier also beispielsweise Formulierungen wie „Ordentliche Kündigung zum xx. Monat Jahr“, „Sonderkündigung wegen Beitragserhöhung“ oder „Sonderkündigung wegen Schadenfall“.

     

    Checkliste: Auf diese Leistungen beim Wechsel der Kfz-Versicherung achten

    Wer seine Autoversicherung wechseln will, sollte die in den Policen enthaltenen Leistungen genau und aufmerksam vergleichen, denn hier steckt der Teufel im Detail. Je nach Tarif kann man mit einem Wechsel zu einem günstigeren Kfz-Versicherer einige hundert Euro im Jahr sparen. Das ist zu Recht die größte Motivation. Wichtig ist dabei aber, nicht auf Versicherungsschutz zu verzichten.

    Im Gegenteil: Der Schutz sowohl in der Teilkasko, als auch in der Vollkasko sollte mindestens gleich, wenn nicht sogar besser als vor dem Wechsel sein. Welche Konditionen des neuen Anbieters man sich vor der Kündigung des alten Vertrages genau ansehen sollte, hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., kurz GDV, so zusammengefasst:

    • Selbstbeteiligung: Für die Kaskoversicherungen des Fahrzeugs kann man in der Regel eine Selbstbeteiligung vereinbaren. Hier gilt eine einfache Faustregel: Je höher die SB, desto günstiger wird der Beitrag.
    • Versicherungssumme: Bis zu welcher Höhe leistet die Versicherung im Schadenfall?
    • Verzicht auf Einrede grober Fahrlässigkeit: Leistet die Kfz-Versicherung auch, wenn der Unfall grob fahrlässig entstanden ist?
    • Wildunfälle: Sind mit der neuen Teilkasko standardmäßig nur Unfälle mit Haarwild, wie zum Beispiel Reh oder Wildschwein, oder Zusammenstöße mit allen Tieren versichert?
    • Marder: Sind in dem neuen Teilkaskotarif nur direkte Marderschäden oder auch Folgeschäden durch Marderbiss versichert?
    • Zusatzleistungen: Bietet die Kfz-Versicherung günstig zusätzliche Bausteine wie etwa einen Autoschutzbrief, inklusive Pannen- und Unfallhilfe oder Abschleppdienst, oder eine Fahrerschutzversicherung an?
    Stellen Sie Ihre Police vor dem Wechsel auf den Prüfstand:

    Möglicherweise können Sie auf eine Leistung verzichten oder sollten eine andere hinzubuchen, um Ihren Schutz zu erweitern. Lesen Sie weiter, wenn Sie erfahren wollen, welche Faktoren die Höhe Ihrer Versicherungsprämie beeinflussen und somit beim Versicherungswechsel zu beachten sind.

     

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    Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf:

*Information zum Rechenbeispiel „ab 8,63 €/ Monat:

*Rechenbeispiel für: Smart Fortwo 1.0 Coupe (HSN: 1313, TSN: AHM), eigenfinanziert, Erstzulassung 2015, Kaufjahr: 2015, Zulassung in PLZ: 26871 (Papenburg), Fahrleistung: 5.000 km/Jahr, Nutzung: ausschließlich privat, Halter: VN, Fahrer: VN (Alter 54 Jahre/Führerschein seit 36 Jahren) und weiterer Fahrer (Alter 52 Jahre/Führerschein seit 34 Jahren), Angestellter, kein Wohneigentum, Abstellplatz: Straße, verheiratet, SF-Klasse KH/ VK: SF 36 / SF 36 Selbstbeteiligung VK/ TK: 500/ 150 €, keine Vorschäden, Zahlweise: jährlich Bankeinzug, Werkstattbindung, Versicherungsbeginn: 05.01.2021, Tarif inkl. Vollkasko, Produktlinie Klassik. Die Ausweisung der 8,63 €/ Monat bezieht sich auf die errechnete Jahresprämie von 103,60 € welche auf 12 Monate runtergebrochen wurde. Stand: 2021

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