Die Motorradversicherung ruht mit Saisonkennzeichen über den Winter

Bei Schnee, Matsch und vereisten Straßen spart man Versicherungsbeiträge und Kfz-Steuer

Die Motorradversicherung ruht mit Saisonkennzeichen über den Winter
Bei schmuddeligem Wetter mit Schnee und Eis und Matsch und Regen macht Motorradfahren in Deutschland über den Winter kaum Spaß. Die Saison für motorisierte Zweiräder beginnt erst wieder im Frühling, wenn die Straßen trocken sind und die Sonne die Luft angenehm aufwärmt. Ein Großteil der Bikes zwischen Hamburg und München verbringt bis dahin die Zeit in der Garage. Hinsichtlich der Motorradversicherung gibt es dabei zwei Möglichkeiten diese Auszeit zu überbrücken:
 

Haftpflicht oder Kasko: Motorradversicherung ist Pflicht

Ob man als Motorradfahrer eine Haftpflichtversicherung, eine Teilkaskoversicherung oder eine Vollkaskoversicherung abschließt, hängt von verschiedenen Bedingungen ab. Nicht zuletzt spielen das Alter und der Wert des Motorrads eine wesentliche Rolle. Für einige Motorradnarren zählen dazu noch ideelle Werte, Erinnerungen und eher individuelle Faktoren. Wichtig bei der Vertragsgestaltung ist, immer auf eine ausreichende Mindest-Deckungssumme zu achten, die im Vertrag vereinbart wird. Außerdem sollte man prüfen, ob Schutzbrief-Leistungen enthalten sind und wie eine Abwicklung im Schadensfall aussehen könnte. Es steht jedem Motorradfahrer frei, das Motorrad ganzjährig anzumelden. Dazu muss natürlich auch für das volle Jahr Versicherung bezahlt werden.

Da die Kosten für eine Motorradversicherung recht hoch ausfallen können – zumal wenn man sein Fahrzeug über die Wintermonate nicht nutzen möchte – kann man sich auch nur eine Straßenzulassung für die Sommermonate holen. Finanziell macht sich das durchaus bemerkbar: Man zahlt in der Winterpause weder Kfz-Steuer noch Versicherungsbeiträge. Als Fahrzeughalter bestimmt man für die Motorradversicherung einen fixen Zeitraum. Zumeist beschränkt sich dieser auf die Monate von März bis Oktober. Er muss sich außerdem auf ganze und aufeinander folgende Monate erstrecken und darf zwei und höchstens elf Monate umfassen. Der in der Motorradversicherung wichtige Schadenfreiheitsrabatt auf die Versicherungsprämie wird allerdings nur gewährt, wenn das Fahrzeug mindestens sechs Monate im Jahr angemeldet und versichert ist. Ein Saisonkennzeichen erzeugt abgesehen davon bürokratischen Aufwand, da An- und Abmeldungen entfallen.

Doch was ist mit einem Motorrad, das während der Wintermonate gestohlen wird oder einen anderen Schaden erleidet? Die meisten Motorradversicherungen gewährleisten auch in der Ruhephase des Vertrags einen Schutz. Eine gute Police zeichnet sich bei diesen Themen nicht nur durch niedrige Tarife aus, sondern auch durch eben solche Leistungen. Es ist ratsam, den laufenden Versicherungsvertrag genau zu prüfen.
 

Zulassung auf Saisonkennzeichen auch für bereits zugelassene Fahrzeuge möglich

Der Saisonzeitraum wird auf den Motorrad-Kennzeichenschildern aufgeprägt, um schnell ersichtlich zu machen, in welchem Zeitraum das Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen darf. Um ein Fahrzeug mit Saisonkennzeichen zulassen zu können, muss man bei der Zulassungsstelle neben den Fahrzeugdokumenten eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) vorlegen. Bereits zugelassene Fahrzeuge können auf diesem Weg problemlos auf ein Saisonkennzeichen umgeschrieben werden. Viele Motorradfahrer lassen übrigens gleichzeitig für die übrigen Monate im Jahr ein Auto mit Saisonkennzeichen zu. So sind sie ganzjährig mobil.