Marderschaden: So schützen Sie Ihr Auto vor Marderbissen

Bisse vom Marder können am Fahrzeug große Schäden anrichten. Wie Sie Ihren Motorraum vor Marderschäden sicher machen.

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Marderschaden: So schützen Sie Ihr Auto vor einem Marderbiss

So harmlos oder gar niedlich der Marder auch aussehen mag, ein ungesichertes Fahrzeug kann er ganz leicht untauglich machen. Zerbissene Kabel und Schläuche im Motorraum sind typische Marderschäden. Von außen ist solch ein Schaden nicht auf Anhieb zu erkennen - was ihn so gefährlich macht. Unter Umständen macht sich die Beschädigung der Kfz-Technik erst unterwegs bemerkbar.

Das Problem am Marder unter der Haube: Hat er einmal Gefallen an seinem neuen Unterschlupf gefunden, wird das Auto zu seinem Revier. Dieses wird markiert und verteidigt, wo es nur geht – und auch nach der Behebung eines Marderschadens können Folgeschäden drohen. Marderschäden sind nervenraubend und kostspielig. Wie Sie einen Marderbiss erkennen und was Sie für die Marderabwehr tun können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.


Marderbisse unter der Motorhaube: Nicht so leicht zu entdecken


Im Inneren eines Autos sind eine Menge Kabel und Schläuche aus flexiblen Materialien verbaut. Ideale Beute für den Marder! Vor allem Fahrzeugteile aus Gummi und weichem Kunststoff sind von den Attacken betroffen. Dazu gehören:


  • Stromkabel
  • Zündkabel
  • Kühlwasserschläuche
  • Scheibenwischwasserschläuche
  • Dämmmatten
  • Beläge für Lenkung und Antrieb

Hat ein Marder zugebissen, ist das oft nicht so leicht zu entdecken. Treten Störungen beim Starten und Fahren auf, ist es aber meist schon zu spät. Experten empfehlen daher, vor allem in den wärmeren Monaten des Jahres regelmäßig in den Motorraum zu blicken und gezielt nach angenagten Gummiteilen und angeknabberten Kabeln zu schauen.


Typisch Marderschaden: Bissspuren erkennen und Schäden vorbeugen


Im ruhigen Motorlauf ist an den Zündkabeln zu erkennen, wenn eine oder mehrere Zündkerzen nicht mehr korrekt funktionieren. Bei modernen Wagen gibt zudem die Motorwarnleuchte einen Hinweis, dass mit der Motorsteuerung etwas nicht stimmt. Das Steuergerät schaltet in diesem Fall in ein Notlaufprogramm, mit dem die nächste Werkstatt aufgesucht werden sollte. Nachlassenden Bremsdruck erkennt man in der Regel selbst oder durch die entsprechende Kontrolllampe. Steigt die Kühlwassertemperatur an, kann dies darauf hindeuten, dass ein Marder an den Kühlschläuchen geknabbert hat.

Ganz machtlos ist man gegenüber den lästigen Nagern jedoch nicht. Es existieren wirksame Maßnahmen, um ein Auto vor Marder-Angriffen zu schützen. Zum einen hilft es, den Motorraum abzuschotten, damit er für das Tier nicht mehr zugänglich ist. Für viele Fahrzeug-Modelle gibt es Komponenten zum Nachrüsten. Einige Hersteller bieten Marder-Barrieren als Zusatzausstattung an - gegen Aufpreis. Eine andere Lösung können auch selbst angebrachte Drahtgitter sein, die man unter dem vorderen Teil des Autos platziert – einen wackligen Untergrund mögen Marder nämlich gar nicht.


Wie kommt es zum Marderschaden?


Die Tiere lieben den Motorraum, nicht nur wegen der Restwärme des Motors, sondern nutzen ihn auch als Versteck. Sollte ein Marder es sich dort gemütlich machen, ist dies zunächst gar nicht so schlimm. Problematisch wird es erst, wenn Artgenossen denselben Motorraum aufsuchen. Besonders bei Fahrzeugen, die häufig den Standort wechseln, kann das durchaus sein. Die Tiere nehmen die Gerüche ihrer Vorgänger wahr und werden dadurch aggressiv Dies wiederum kann radikale Angriffe auf die Kfz-Technik zur Folge haben.


Marderschutz: Diese Methoden haben sich bewährt


  • Bei Verdacht auf Marderbisse empfiehlt sich eine gründliche Motorwäsche. Dadurch wird der Marderduft entfernt, auf den andere Männchen besonders aggressiv und mit Beißattacken reagieren.
  • Elektrisch betriebene „Marder-Schrecks“ stellen eigenständig fest, wenn sich ein Eindringling unter die Motorhaube begibt. Es wird ein lauter Ultraschallton erzeugt, welcher die Tiere vertreibt.
  • Spezielle Rohre aus flexiblem Hartplastik können Kabel und Schläuche schützen. Solch einen Marderschutz können Sie in der Werkstatt nachrüsten lassen.
  • Hochspannungsgeräte, die Eindringlinge mit elektrischen Schlägen abhalten, sind nur empfehlenswert, wenn ein Fachbetrieb den Einbau vornimmt und damit sichergestellt ist, dass die restliche Fahrzeugelektronik keinen Schaden nimmt.
  • Parken Sie Ihr Fahrzeug möglichst am selben Ort. Dies verringert das Risiko, im Revier eines anderen Marders zu stehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass rivalisierende Tiere ein- und denselben Motorraum aufsuchen, verringert sich so.

Teilkasko-Versicherung übernimmt direkte Schäden von Marderbiss


Hunderttausende Fahrzeughalter sind jedes Jahr von Marderschäden an ihren Autos betroffen. Im Umfang einer Kaskoversicherung sind unmittelbare Schäden abgedeckt. Beschädigte Schläuche, Manschetten, Kabel usw. können auf Kosten der Versicherung in einer Fachwerkstatt ausgetauscht werden.



Umfangreiche Tarife kommen auch für Folgeschäden von Marderbissen bis zur vertraglich festgesetzten Höchstgrenze auf, zum Beispiel für den Austausch des Motors nach einem Motorschaden, der auf einen Marder zurückzuführen ist. Übrigens steigt der Beitrag zur Kaskoversicherung nicht durch die Regulierung eines Marderschadens, da es in der Teilkaskoversicherung keine Schadenfreiheitsklassen und Schadensfreiheitsrabatte gibt.

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