Leistungen & Preise: So setzen sich die Kosten der Kfz-Versicherung zusammen

Welche Faktoren bestimmen die Kosten einer Kfz-Versicherung und welche Leistungen sollte sie unbedingt enthalten

Leistungen & Preise: So setzen sich die Kosten der Kfz-Versicherung zusammen

Bei einer Versicherung ist es wie mit guten Kleidern: maßgeschneiderte Lösungen passen besser als Modelle von der Stange. Und am Ende muss die passendste nicht einmal die teuerste Variante sein. Jede Versicherung berechnet nach eigener Abschätzung des Risikos den besten Tarif für Sie. So vielfältig die Formen und Schnitte bei Kleidern sind, so haben auch viele verschiedene Faktoren einen Einfluss auf Ihre Autoversicherung.

Faktoren, die den Beitrag der Kfz-Versicherung beeinflussen

Regionalklassen

In diesen Statistiken kommt es nicht darauf an, wo ein Unfall passiert oder ein Schaden entstanden ist, sondern in welchem der Zulassungsbezirke der betroffene Fahrzeughalter seinen Wohnsitz hat. Je besser die Schadenbilanz des Bezirks, desto niedriger die Einstufung in der Regionalklasse.

Typklassen

Kurz gesagt werden hier Automodelle mit wenigen Schäden bzw. geringen Reparaturkosten in niedrige Typklassen eingeordnet, viele Schäden und hohe Versicherungsleistungen eines Automodells führen zu hohen Typklassen. Die Typenklassen werden regelmäßig aktualisiert und angepasst.

Fahrleistung

Wenn Sie weniger Kilometer pro Jahr fahren, fahren Sie günstiger als ein Vielfahrer, und umgedreht. Denn je mehr Kilometer ein Auto auf der Straße zurücklegt, desto größer ist das Risiko eines Unfalls.

Schadenfreiheitsrabatt

Mit jedem unfallfreien Jahr verbessert sich die Einstufung um eine Klasse. Wer einen Schaden verursacht, wird unter Umständen zurück gestuft.

Nutzer & Alter

Außerdem sind für die Beitragshöhe der Autoversicherung entscheidend, wie viele Personen das versicherte Fahrzeug nutzen und wie alt die Fahrer sind. Alleinnutzer kommen deutlich günstiger weg. Fahranfänger und ältere Fahrer müssen tiefer in die Tasche greifen.

Was eine Autoversicherung unbedingt umfassen sollte

Wenn Sie das Risiko lieben, können Sie bei dieser Frage allein nach dem Preis entscheiden. Aber schließen Sie nicht auch deshalb eine Autoversicherung ab, um im Schadenfall abgesichert zu sein? Zwischen Basis-Tarifen und Premium-Tarifen, Haftpflicht und Vollkasko liegen große Unterschiede. Um bei einem Kfz-Schaden einen umfassenden Schutz zu haben, sollte Ihre Autoversicherung bestimmte Leistungen garantieren. Achten Sie vor Vertragsschluss auf folgende Punkte:

  1. Deckungssummen: Jeder Tarif muss die gesetzliche vorgeschriebene Mindestdeckung vorweisen. Das sind 7,5 Mio. EUR für Personenschäden, 1,22 Mio. EUR für Sachschäden und 50.000 EUR für Vermögensschäden. Viele Versicherer bieten zudem Tarife mit höheren Leistungen. Zu empfehlen ist eine Deckungssumme von 100 Mio. EUR pauschal für Personen- und Sachschäden.
  2. GAP-Deckung: Viele Autos werden heute über einen Leasingvertrag genutzt. Über die GAP-Komponente ist die Differenz zwischen dem Wiederbeschaffungswert und dem Ablösewert des Leasinggebers versichert. Sie greift bei Totaldiebstahl oder dem wirtschaftlichen Totalschaden.
  3. Diebstahl & Totalschaden: Für Neuwagen sollte eine Neuwertentschädigung vereinbart werden. Der Versicherer zahlt bei Diebstahl oder Totalschaden den vollen Neupreis für das Auto und nicht den geringeren Wiederbeschaffungswert.
  4. Grobe Fahrlässigkeit: Der Kaskoversicherer kann Leistungen kürzen, wenn der Autofahrer grob fahrlässig gehandelt hat (z.B. Handynutzung am Steuer oder Überfahren einer roten Ampel). Komfort-Tarife verzichten auf diese Einschränkung bei vollem Leistungsumfang. Einzige Ausnahme: Unfälle als Folge von Alkohol- oder Drogenkonsum.
  5. Marderbisse: Ein Marderbiss kann zu erheblichen Schäden führen. In der Kaskoversicherung sind derartige Schäden versichert. Man sollten darauf achten, dass auch Bisse anderer Tiere versichert sind. Ebenso sollte die Kfz-Versicherung für Folgeschäden eines Marderbisses aufkommen, denn hier entstehen die höchsten Kosten.