Marderschäden jetzt besonders teuer und zeitintensiv

Tipps, um Marderschäden zu vermeiden

Teltow, 30. März 2022

Lieferengpässe und der weltweite Mangel an Ersatzteilen treiben die Reparaturkosten und den zeitlichen Aufwand für die Mängelbeseitigung in die Höhe. Wie man Marderschäden und den damit verbundenen Aufwand vermeiden kann, erläutert Produktexperte Alexander Held von der Verti Versicherung, Deutschlands zweitgrößtem Kfz-Direktversicherer.

„Fahrzeugbesitzer sollten regelmäßig einen Blick unter die Motorhaube werfen. Insbesondere bei Anzeichen wie Pfotenspuren auf der Karosserie sollte man gezielt nach angenagten Gummiteilen oder Kabeln Ausschau halten. Diese können oft kostengünstig ersetzt werden, bevor aus ihnen weitere Schäden entstehen. Gerade bei Elektroautos drohen immense Folgekosten, wenn durch eine höhere Spannung ein Kurzschluss entsteht“, rät Held.

Präventiv können ein „Marderschreck“ mit Ultraschallwellen und ein engmaschiger Draht unter dem Fahrzeug helfen die Tiere fernzuhalten. Anti-Marder-Schläuche können die empfindlichen Kabel und Schläuche vor den scharfen Zähnen schützen. Diese zusätzlichen Hüllen aus Hartplastik sind seitlich zu öffnen und werden über die eigentlichen Kabel gestülpt.

Auch Duftmarkenentferner-Sprays können helfen die lästigen Tiere fernzuhalten. Sie werden beim Abstellen des Autos angewandt und sollen den Duft fremder Männchen überdecken. So kann während der Paarungszeit Schäden im Motorraum vorgebeugt werden. Alternativ beseitigt auch eine Motor- und Unterbodenwäsche den Mardergeruch.

„Teuer werden insbesondere Folgeschäden“, warnt Held: „Diese sind in der Regel nicht durch die Basistarife der Anbieter gedeckt und können so für die Versicherten schnell teuer werden. Außerdem stellen sie eine erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr dar, weil sie die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeuge beeinflussen und gefährliche Unfälle verursachen können.“

Marderschäden gingen während der Pandemie zurück

Laut einer Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ging die Anzahl der Marderschäden während der Pandemie zurück. Dies ist unter anderem auf ein reduziertes Fahrverhalten zurückzuführen: Besonders aggressiv werden Marder nämlich immer dann, wenn sie die Reviermarkierung eines anderen Marders riechen. Seltenere Fahrten bedeuten auch weniger Wechsel der Marder-Reviere.

Der GDV hat den Schaden durch Marderbisse für 2020 auf rund 90 Millionen Euro beziffert. Insgesamt gab es rund 217.000 Marderschäden an kaskoversicherten Fahrzeugen. Damit waren Marderbisse die dritthäufigste Schadenart nach Glasbruch und Wildunfällen in der Teilkaskoversicherung.

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