Schadenfreiheitsklassen übertragen: so wird die Autoversicherung noch günstiger

Erfahren Sie welche Möglichkeiten es gibt, die Schadenfreiheitsklasse zu übertragen

Schadenfreiheitsklassen übertragen: so wird die Autoversicherung noch günstiger
Sicherlich haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie Sie bei Ihrer Autoversicherung Geld sparen können. Eine Möglichkeit hierfür wollen wir Ihnen heute im Verti-Blog vorstellen: die Übertragung von Schadenfreiheitsklassen.
 

Wer kann Schadenfreiheitsklassen in der Autoversicherung wie übertragen?

Für die Beiträge zur Kfz-Versicherung sind Schadenfreiheitsklassen in den meisten Fällen ausschlaggebend für deren Höhe. Wer lange schadenfrei und ohne Unfall fährt oder die Versicherung nicht in Anspruch nimmt, bekommt einen hohen Schadenfreiheitsrabatt und somit eine günstige Autoversicherung. Die Schadenfreiheitsklasse kann dabei unter bestimmten Voraussetzungen auch übertragen werden. Die meisten Autoversicherungen bieten diese Möglichkeit an. Wer genau den Schadenfreiheitsrabatt übernehmen kann, ist von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich geregelt. Das Angebot gilt zumeist  für nahe Angehörige wie die eigenen Kinder, den Ehepartner, Lebenspartner, Eltern oder Enkelkinder. Kaum ein Versicherungsunternehmen knüpft heute noch besonders strikte Bedingungen in Bezug auf den Verwandtschaftsgrad an den Wechsel. Eine Übertragung unter Freunden, Nachbarn oder Arbeitskollegen ist jedoch ausgeschlossen.
 
• Variante 1: Um günstiger zu fahren, lassen die meisten Fahranfänger das eigene Auto für den Start über ihre Eltern versichern. Haben die Kinder dann einige Jahre Fahrpraxis gesammelt, bietet es sich an, die SF-Klassen von Mutter oder Vater auf das erwachsene Kind zu übertragen. Dabei ist zu bedenken, dass der Empfänger einer SF-Klasse immer nur so viele Jahre Rabatt erhält, wie er auch in Besitz eines Führerscheins ist.
 
• Variante 2: Die gesammelten Schadenfreiheitsklassen an das eigene Kind abzugeben macht auch dann Sinn, wenn der Nachwuchs nicht den Erstwagen, sondern das Zweitauto der Eltern fährt. Denn wenn jemand zwei Autos versichert hat, verliert er bei einer Übertragung nur die Schadenfreiheitsklasse für eines der beiden Fahrzeuge. Der Versicherungsvertrag für den anderen Wagen läuft unberührt weiter. 
 
• Variante 3: Eine Alternative dazu besteht darin, den Rabatt zu übertragen, wenn die Eltern oder Großeltern aus Altersgründen vollständig auf das Autofahren verzichten. Der Rabatt für den Zweitwagen kann dabei innerhalb von sechs bis zwölf Monaten auf einen Angehörigen übertragen werden. Und zwar auch dann, wenn der bisherige Versicherungsnehmer verstorben ist und die Kinder oder Enkelkinder das Auto erben. 
 
Unbedingt zu beachten ist, dass sich ein einmal übertragener Versicherungsrabatt nicht mehr zurücknehmen lässt. Daher sollte man sich sehr genau überlegen, ob man die über die Jahre zustande gekommenen Schadenfreiheitsklassen nicht doch noch selbst nutzen möchte. Da es in der Teilkasko von Autoversicherungen keine SF-Klassen gibt, kommt die Rabattübertragung zudem nur für eine Kfz-Haftpflichtversicherung oder Vollkaskoversicherung in Betracht.
 
 

Was ist bei der Übertragung der Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) noch zu beachten?

Wer den Schadenfreiheitsrabatt einer anderen Person übernimmt, muss glaubhaft versichern, dass er regelmäßig mit dem Fahrzeug des abzugebenden Versicherungsvertrages gefahren ist. Wer die Schadenfreiheitsklasse aus einem Vertrag übernehmen möchte, der auf einen einzigen Fahrer ausgestellt war, kann dies demnach nicht tun, denn dabei ist theoretisch ausgeschlossen, dass überhaupt ein anderer Fahrer mit dem Wagen gefahren ist.
 
Zudem sollte der Vertrag desjenigen, der SF-Klassen abgibt, nicht länger als 6 bzw. 12 Monate beendet sein. Gleiches gilt für die Übernahme eines Vertrags nach dem Tod des ursprünglichen Versicherungsnehmers. Wenn ein Versicherungsnehmer, dessen SF-Klasse man übernehmen möchte, bereits länger als 6 Monate keine Kfz-Versicherung auf sich angemeldet hatte, kann die Versicherung für das betroffene Fahrzeug für ein Jahr auf diese Person angemeldet werden. Danach ist eine Übertragung der Schadenfreiheitsklasse wieder möglich. 
 
 
• Wenn man zwischenzeitlich ohne Führerschein war, kann die SF-Klasse nur ab dem Zeitpunkt der Ausstellung des neuen Führerscheins übernommen werden. 
 
• Die SF-Klasse lässt sich auch in Kombination mit einem Wechsel des Versicherers übertragen. 
 
• Übertragen wird immer nur die Schadenfreiheitsklasse, nicht aber die zugehörigen Prozente. Die Prozente variieren von Versicherung zu Versicherung.