Schön auf zwei Rädern: Motorrad richtig pflegen

Waschen macht nicht nur schön, sondern sorgt auch für Sicherheit

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Schön auf zwei Rädern: Motorrad richtig pflegen

Auch, wenn sich Laien das manchmal so vorstellen: Motorrad pflegen bedeutet mehr als nur das Polieren der Chromteile. Dennoch machen auch viele Motorradfahrer Fehler bei der Pflege ihres Zweirads – oder nehmen sie einfach nicht ernst genug. Lesen Sie bei uns, warum die korrekte Pflege wichtig ist, und was Sie dabei beachten müssen.

Nicht bloß der Optik wegen: Pflege und Sicherheit beim Kraftrad

Ein Motorrad richtig pflegen ist keine rein ästhetische Frage. Klar: Ein poliertes Motorrad sieht schon schnittig und elegant aus. Dennoch ist der Sicherheitsaspekt bedeutend wichtiger. Ein Motorrad ist in seinen technischen Komponenten viel stärker als ein Auto der Witterung ausgesetzt. Darum ist es wichtig, es nicht beim oberflächlichen Putzen zu belassen. Vielmehr sollte jede Reinigung auch dazu genutzt werden, alle Elemente auf Funktionsfähigkeit zu prüfen und gegebenenfalls sofort auszutauschen.

Ihr Motorrad richtig waschen: Tipps

Auch wenn es bequem ist: Waschen Sie Ihr Motorrad auf keinen Fall zuhause. Das ist sogar verboten – es sei denn Sie haben entsprechende Vorrichtungen für das Auffangen des Abwassers. Aus Umweltschutzgründen sollten Sie zur Reinigung immer zu einer Waschanlage fahren, die Schmutz und Abwasser kontrolliert auffangen.

Verzichten Sie beim Reinigen nach Möglichkeit auf einen Hochdruckreiniger, oder gehen Sie bei seinem Einsatz jedenfalls sehr vorsichtig vor. Zum einen kommt ein Hochdruckreiniger – das ist ja schließlich sein Zweck – in jede noch so kleine Ritze. Dabei kann er auch schon einmal Fett ausspülen, das als Schmiermittel dringend benötigt wird. Zum anderen kann der Strahler sogar Schaden anrichten: Insbesondere die Reifen können Schäden davontragen, ohne dass diese sofort erkennbar werden. Darum sollten Sie Reifen nie aus kurzer Distanz länger auf einer Stelle besprühen.

Auch sehr wichtig: Trocknen Sie Ihr Motorrad nach der Wäsche sorgfältig ab! Das gilt natürlich insbesondere vor der Motorrad-Winterpause. Doch auch ansonsten sollten Sie mit gründlichem Abtrocknen der Rostbildung vorbeugen. Am besten bekommen Sie Ihr Motorrad rundum trocken, indem Sie zusätzlich zum Abledern unzugängliche Stellen mit einem Luftstrahler trocknen.

Reinigungsmittel richtig einsetzen

Wenn unschöne Insektenleichen Ihre Maschine bevölkern, hilft oft nur ein Spezialreiniger. Am besten, Sie sprühen die Kunststoffteile Ihres Motorrads bereits eine Stunde vor der eigentlichen Wäsche ein. So löst sich auch hartnäckiger Schmutz problemlos.

Wenn Sie Reinigungsmittel einsetzen, achten Sie darauf, diese strikt nach den Anweisungen auf der Verpackung zu verwenden. Alles andere kann nicht nur Lackschäden hervorrufen, sondern gerade bei Motorreinigern auch dem Motor schaden. Reiniger sollten Sie nie in der prallen Sonne auftragen. Durch die Hitze kann der Reiniger einbrennen und so unschöne Flecken hinterlassen.

Die Kette braucht besondere Pflege

Die Kette muss immer gut gefettet sein – klar. Leider spritzt beim Fahren immer viel Dreck auf die Kette und dieser bleibt, Schmierfett sei Dank, auch besonders gut haften. Dieser Dreck muss freilich regelmäßig entfernt werden, ob es nun Spaß macht oder nicht. Verwenden Sie hierfür speziellen Kettenreiniger oder sprühen Sie etwas Sprüh-Öl auf einen Lappen und reinigen Sie die Kette sanft Glied für Glied. Dieses Verfahren ist besonders schonend für die Kette.

Natürlich braucht nicht nur die Kette eine intensive Pflege. Auch die Bremsen, die Batterie, der Ölfilter sowie die Reifen sollten Sie bei der Reinigung Ihres Motorrads genauestens unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls reinigen oder überholen.

Glanzvoller Abschluss: Politur

Ist alle Drecksarbeit der Reinigung erledigt, können Sie das Kraftrad mit Hartwachs einreiben und anschließend nachpolieren. Dann erstrahlt Ihr Motorrad nicht nur im neuen Glanz, es bekommt auch eine Versiegelung und wird nachhaltig geschützt.