Was macht einen guten Autofahrer aus?

Wer gilt im Straßenverkehr als besonders kompetent?

( Wörter)

Was macht einen guten Autofahrer aus?

Wir alle möchten sicher im Verkehr unterwegs sein – Rowdys auf der Straße machen uns eine Autofahrt aber manchmal buchstäblich zur Hölle. Wir alle schimpfen über schlechte Autofahrer und finden uns selbst meist ganz formidabel. Doch was zeichnet eigentlich – objektiv betrachtet – einen guten Autofahrer aus?

Wer ist ein guter Autofahrer?

Zugegeben: Wollte man hier alle die Dinge aufzählen, die ein guter Autofahrer tun und lassen sollte, würde dieser Artikel sehr lang. Im Prinzip lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen, worauf es ankommt: Ein guter Autofahrer hat immer Kontrolle über sein eigenes Fahrzeug, er kennt seine eigenen Fähigkeiten und Grenzen und weiß, was er tun muss, um andere Verkehrsteilnehmern nicht zu behindern oder bedrängen.

Konkret können das ganz verschiedene Dinge sein. Dass das dichte Auffahren und Drängeln auf Landstraße und Autobahn nicht eben zu den Kerntugenden eines guten Autofahrers gehört, darin dürften sich wohl alle einig sein. Oftmals sind es aber gerade auch die kleinen Dinge, die das Miteinander im Straßenverkehr erschweren.

Rechtsüberholer und Drängler sind nicht automatisch die besseren Fahrer

Sie sind wohl das Hauptproblem im deutschen Straßenverkehr – und ihre Anzahl nimmt immer weiter zu: Rechtsüberholer und Drängler. Rechts zu überholen ist und bleibt jedoch verboten, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Das hat seinen guten Grund: Autofahrer rechnen bei einem Spurwechsel nicht mit Überholern von rechts. Zudem gilt in Deutschland das Rechtsfahrgebot. In anderen Ländern, etwa den USA, ist es in manchen Bundesstaaten erlaubt, rechts zu überholen, es gilt jedoch auch nicht das Rechtsfahrgebot. Zudem gibt es eine generelle Höchstgeschwindigkeit, die die Risiken des Überholens minimieren.

Kleinigkeiten, die einen guten von einem schlechten Autofahrer unterscheiden

Die Unterschiede liegen in scheinbar ganz harmlosen Dingen, beispielsweise darin, wie jemand einparkt. „Kreativparker“, die ohne Rücksicht auf Verluste und auch ohne Not mehrere Parklücken gleichzeitig belegen, zählen nicht unbedingt zu den guten Fahrern. Natürlich: Manchmal ist der, den wir für den Übeltäter halten, in diesen Fällen gar nicht der eigentlich Schuldige, sondern hat nur den Parkraum neben einem „verparkten“ Fahrzeug sinnvoll genutzt.

Insofern sollte man sich hüten, immer gleich den anzuklagen, der zwei Parkplätze belegt – manchmal ist nämlich der ursprüngliche „Falschparker“ schon weggefahren. Dennoch bleibt das Problem: Parkplätze sind überall Mangelware, und zwei Parkplätze für einen Wagen zu blockieren, ist nicht besonders umsichtig. Dasselbe gilt vom Zuparken von Einfahrten oder anderen Fahrzeugen auf Parkplätzen.

Schlechte Fahrermanieren enden freilich nicht auf dem Parkplatz. Auch etwa das ordentliche Gebrauchen des Blinkers – zum Beispiel beim Verlassen eines Kreisverkehrs – zählt zu den wichtigen, kleinen Dinge, die das Fahren auf den Straßen erleichtern. Denn nicht nur freut sich derjenige, der sonst unnötig warten muss; bei höherem Verkehrsaufkommen kann solch umsichtiges Verhalten unter Umständen Stau und Unfälle verhindern.

Ein guter Fahrer zeichnet sich also eben nicht (nur) durch seine technische Beherrschung des Fahrzeugs aus, sondern vor allem dadurch, dass er aktiv und präsent ist, wenn er fährt. Er ist vorausschauend und überschaut jede unerwartete Situation schnell. Er weiß, was zu tun ist, damit der Verkehr ungehindert und friedlich fließen kann und keine Unfälle geschehen.